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Auszeichnung Otto-Bayer-Preis 2016 geht an Prof. Dr. Dirk Trauner

| Redakteur: Doris Popp

Der Preisträger des Otto-Bayer-Preises 2016 steht fest: Kuratorium und Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation haben Professor Dr. Dirk Trauner die mit 75 000 Euro dotierte Auszeichnung zuerkannt.

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Prof. Dr. Dirk Trauner von der Uni München erhält den Otto-Bayer-Preis 2016
Prof. Dr. Dirk Trauner von der Uni München erhält den Otto-Bayer-Preis 2016
(Bild: Bayer AG)

Leverkusen - Prof. Dr. Trauner von der Ludwig-Maximilians-Universität München erhält den Preis für herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Photopharmakologie und Chemischen Optogenetik. Er entwickelt neuartige Schalter, die per Licht verschiedenste Prozesse in Zellen präzise steuerbar machen. Seine Arbeiten haben das Potenzial, neue chemotherapeutische Therapiemöglichkeiten zu eröffnen - beispielsweise Behandlungsstrategien, um Blindheit oder Krebserkrankungen zu heilen. Der Otto-Bayer-Preis gilt als eine der angesehensten und begehrtesten Ehrungen für Naturwissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Die feierliche Verleihung erfolgt am 6. Juni 2016 im Rahmen eines Festaktes in Berlin durch Werner Baumann, der zum 1. Mai 2016 der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG wird.

Mit dem Otto-Bayer-Preis werden Wissenschaftler geehrt, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Biochemie und Chemie geleistet haben. Er wird bereits seit 1984 im Andenken an den Preisstifter und Erfinder der Polyurethan-Chemie, Prof. Dr. Otto Bayer, verliehen. Der 1982 verstorbene ehemalige Forschungsleiter der Bayer AG (nicht verwandt mit dem Firmengründer) förderte einen intensiven Kontakt zu den Hochschulen und unterstützte die universitäre Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, erklärt: „Die Photopharmakologie ist die Steuerung der Aktivität niedermolekulare Moleküle durch Licht. Die Präzision ihrer Wirkung in biologischen Systemen kann dadurch so grundlegend gesteigert werden, dass dieses Konzept zu einem unentbehrlichen Werkzeug moderner zellbiologischer Forschung geworden ist und bereits wichtige Impulse für zukünftige Anwendungen in den Neurowissenschaften und der Krebstherapie liefert. Dirk Trauner ist ein Pionier dieser Technologie an der Schnittstelle zwischen Biologie und Chemie und erscheint der Jury daher als idealer Kandidat für eine Auszeichnung mit dem höchst angesehenen Otto-Bayer-Preis.“

Der Otto-Bayer-Preis 2016 wird vor allem in Anerkennung dieser innovativen Technologie verliehen, aber auch für die generelle Zielsetzung der Forschung von Trauner: die enormen Möglichkeiten und die Leistungskraft der chemischen Synthese mit anspruchsvollen Zielmolekülen zu demonstrieren und sie für den Aufbau von synthetischen biologischen Signalwegen zu verwenden. Diese Arbeit ist auch für ein Life-Science-Unternehmen wie Bayer von großem Interesse, da ein Großteil des Geschäfts darauf beruht, neue Moleküle zu erfinden und zu produzieren, die mit den biochemischen Prozessen in verschiedenen lebenden Organismen interagieren.

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