Suchen

Laboreinrichtung Outsourcing-Modell ermöglicht Labormanagern besseren Überblick

| Autor / Redakteur: Ben Potenza* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Was bringt Outsourcing im Labor? Ein neues Modell trägt dazu bei, eine detaillierte Übersicht aller Instrumente und Einrichtungsgegenstände zu schaffen. Daneben kann stillgelegter oder überflüssiger Bestand der Laboreinrichtung identifiziert werden und die Disposition und Neuverwendung effizient gemanagt werden.

Firmen zum Thema

Abb. 1: Für Labormananger ist das richtige Assetmanagement oftmals entscheidend für den Erfolg (im Bild: das Carbon Materials Innovation Center der BASF in Ludwigshafen).
Abb. 1: Für Labormananger ist das richtige Assetmanagement oftmals entscheidend für den Erfolg (im Bild: das Carbon Materials Innovation Center der BASF in Ludwigshafen).
(Bild: BASF SE/ Lee Mawdsley)

Das viel beschriebene Outsourcing von so genannten Nichtkern-Aktivitäten innerhalb eines Unternehmens ist heutzutage fast selbstverständlich in vielen Pharma-, Chemie- und Biotechnologieunternehmen. Durch Konzentration auf die Kernbereiche und Partnerschaften mit externen Spezialisten für andere Bereiche können Kosten reduziert, Effizienz und ROI (Return on Investment) gesteigert werden. Dieses Prinzip wird mit dem Fokus auf die Steigerung der Effizienz in Forschung, sowie Entwicklung, Produktionsumgebung und die Vereinfachung der Arbeitsprozesse angetrieben.

Diese Strategien sind mittlerweile ein fester Bestandteil für den Alltagsbetrieb in den meisten Geschäftsbereichen. Geschäftsführer weiten diese Strategien auf das pro-aktive Management von stillgelegtem und überflüssigem Bestand aus, indem der Wert von inaktivem Labor-, Analysegeräten und anderem Inventar bewertet und ausgeschöpft wird.

Bildergalerie

Ganzheitliches Konzept für das Outsourcing

Händler oder Vermittler, die überschüssigen Bestand auf- und verkaufen sind nichts Neues. Allerdings sind sich Firmen in den letzten Jahren mehr und mehr um den Wert ihres stillgelegten Equipments bewusst geworden. Aufgrund dessen hat sich auch die Branche des Asset-Managements weiterentwickelt.

Anstelle der ursprünglichen Händler, die Inventar weit unter dem eigentlichen Wert abgenommen haben, gibt es jetzt umfassendere Lösungen für Unternehmen. Spezialisierte Service-Firmen mit spezialisierten Projekt-Managern und Industrie-Experten haben sich als neue Branchenführer herauskristallisiert. Diese Asset-Management-Unternehmen bieten neue Lösungen und Ideen an, die sich von den vorherigen Geschäftsmodellen des Händlers und Auktionärs absetzen.

Als einer der Anbieter in diesem Bereich bietet Equipnet ein ganzheitliches Konzept für Überschuss-Asset-Management an. Dieses Konzept balanciert die Bedürfnisse von Unternehmen auf globaler Ebene aus.

Abbildung 2 (das so genannte Value-Control-Modell) veranschaulicht, wie ein gemanagtes Projekt speziell „maßgeschneidert“ werden kann, basierend auf der vorhandenen Zeit und des Involvierens verschiedener Dispositionsmöglichkeiten. Diese Möglichkeiten sind unter anderem: Umstrukturierung und Neueinsetzung von Equipment im Unternehmen intern, Verkauf auf Equipnets eigener Online-Verkaufsplattform mit vorher vereinbarten Preisen und ständigem Preis-Management, wettbewerbsfähige Auktionen sowie Ausverkaufs-/Räumungs-Programme.

Zentrale Trackingplattform für Laboreinrichtung

Bei dem Kauf von Equipment wird nicht nur der Preis des Equipments selbst, sondern zusätzlich ein Investment in der Form von ausgiebiger Evaluation und Auswahlverfahren getätigt. Sollte das Equipment für den ursprünglichen Gebrauch nicht mehr eingesetzt werden und man eine andere Nutzungsmöglichkeit finden, kann die Umstrukturierung und der Neueinsatz des stillgelegten Bestands die beste wertsichernde Maßnahme darstellen. Dies kann allerdings nur erfolgreich und konstant erfolgen, wenn der komplette Bestand mithilfe einer zentralen Trackingplattform, die mit allen Unternehmensniederlassungen vernetzt ist, überwacht wird. Nutzer dieser Plattform sollten die Möglichkeit haben, Equipment zu finden, zu identifizieren, zu verschicken und intern neu einzusetzen, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.

Ein Beispiel für eine solche Plattform ist Equipnets ARMS (Asset Redeployment Management System). ARMS läuft hinter der Firewall des Unternehmens und beinhaltet Workflow-Management sowie verschiedene Zugangsebenen für Führungskräfte und Angestellte über das gesamte Unternehmen. ARMS hat tiefgreifende Suchfunktionen und verständliche Inventur-Spezifikationen, um allen Niederlassungen jederzeit detaillierte Informationen über Bestands-Inhalte und -Orte geben zu können.

Sollte ein Unternehmen keinen Bedarf für den Neueinsatz von Equipment haben, dann ist der Verkauf oder die Beseitigung der nächste logische Schritt. Im Internet gibt es mittlerweile verschiedenste Plattformen für diesen Bedarf. Wenn es jedoch um Assets mit hohem Wert geht und um komplexe Instrumente ist der Weg zum Erfolg ein Anbieter mit industriespezifischer Erfahrung und einer soliden Reputation. Das Ziel einer Firma, so viel wie möglich des Kaufpreises wieder zu erlösen, ist oft von Zeitbeschränkungen überschattet. In diesem Fall ist die Liquidität die wichtigste Priorität. Auktionen sind eine verlässliche Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen. Eine Auktion erfolgreich zu managen und zu gestalten hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Experte sollte in der Lage sein, verschiedene Faktoren abzuschätzen und je nach Situation den richtigen Lösungsansatz zu empfehlen.

Jeder Lösungsansatz besteht aus einer je nach Situation maßgeschneiderten Kombinationen von:

  • Online-Auktionen,
  • Live/Webcast-Auktion-Events,
  • geschlossenen Angeboten und
  • Verkauf durch Übereinkunft.

Der ausgewählte Experte sollte in der Lage sein, den Schrottwert des stillgelegten Bestands festzustellen und diesen mit dem potenziellen Marktwert der Artikel im Falle des Verkaufs zu vergleichen. Somit kann eine Strategie empfohlen werden, welche den höchsten Ertrag aus dem investierten Kapital erzielen kann.

Fazit

Das Verständnis, welches Equipment in einem Unternehmen vorhanden ist und wo sich dieser Bestand befindet, ist ein wichtiges Werkzeug, das es einem Labor-Manager möglich macht, die Ressourcen in seinem Labor effektiv planen zu können.

Allerdings ist pro-aktives Asset-Management nicht ohne Herausforderungen. Man braucht standardisierte Prozesse, Expertenwissen der Industrie und des industriespezifischen Equipments, speziell zugeteilte Mittel und Mitarbeiter, sowie ein einvernehmliches Streben, Management zu verändern und zu verbessern. Viele Firmen haben nicht genug Zeit und Mittel, sich um ein eigenes individuelles erfolgreiches Asset-Management-Programm zu bemühen. Aus diesem Grund wählen Unternehmen anstelle dessen die Möglichkeit, Partnerschaften mit spezialisierten Service-Anbietern einzugehen. Die Firmen profitieren deutlich von diesen Partnerschaften durch reduzierte Kosten, Cash-Release und vor allem gesteigerte Effizienz.

* B. Potenza: EquipNet, Inc., Canton/USA

(ID:42443128)