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Diagnostik Papier als Bildschirm und Eingabeinstrument

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Saarbrücker Informatiker haben einen neuen Ansatz für die Visualisierung von Daten entwickelt. Flexpad heißt ihr preiswerter Ansatz, mit dem sich selbst ein einfaches Din-A4-Papier in ein bewegliches, flexibles Display verwandeln lässt. Schon jetzt könnten Patienten damit beispielsweise die Ergebnisse einer Computertomografie besser begutachten.

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Mit dem flexiblen Display der Saarbrücker Informatikforscher können beispielsweise Tomographie-Bilder besser bewertet werden.
Mit dem flexiblen Display der Saarbrücker Informatikforscher können beispielsweise Tomographie-Bilder besser bewertet werden.
(Bild: Jürgen Steimle)

Saarbrücken – Rötlich schimmern menschliche Organe auf einem Papier. Dieses zeigt den Unterleib eines Menschen im Längsschnitt. Wirbelsäule und Beckenknochen bilden als gelbe Inseln den Kontrast dazu. Als das Papier an seinen Enden nach unten gebogen wird, scheinen die Knochen hervorzutreten, während die Weichteile zurückweichen.

Was auf den ersten Blick an Science-Fiction erinnert, ist das Ergebnis der Forschungsarbeit „Flexpad“, die unter Leitung von Jürgen Steimle am Media Lab des US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology und am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken in Kooperation mit der Christians-Albrechts-Universität zu Kiel entstand. Inzwischen leitet Steimle die Forschungsgruppe „Embodied Interaction“ am Cluster of Excellence „Multimodal Computing and Interaction“.

„Im Alltag verformen wir Objekte ganz intuitiv und auf vielfältige Weise. Wir biegen Bücherseiten, drücken Bälle zusammen, falten Papier oder modellieren Ton“, erklärt Jürgen Steimle und führt weiter aus: „Indem wir Bedienelemente auf greifbare, verformbare Objekte projizieren, können wir Computer und andere technische Geräte einfacher und besser steuern.“

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