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Biotechnica 2013 Partnerland Schweiz: Nicht nur Berge und Schokolade

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mit der Schweiz gibt es in diesem Jahr erstmals ein Partnerland auf der Biotechnica geben. Der Geschäftsführer von Swiss Biotech, Nic Alexakis, beschreibt im Interview, wie die Biotechnologie in der Schweiz aufgestellt ist und was die Besucher vom Partnerland Schweiz erwarten dürfen.

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Nic Alexakis, Geschäftsführer Swiss Biotech: „Der Technologietransfer in der Schweizer Biotechnologie funktioniert sehr gut.“
Nic Alexakis, Geschäftsführer Swiss Biotech: „Der Technologietransfer in der Schweizer Biotechnologie funktioniert sehr gut.“
(Bild: Platthaus/LABORPRAXIS)

LABORPRAXIS: Herr Alexakis, wie würden Sie die Schweizer Biotechnologie charakterisieren, ähnlich viele KMU's wie in Deutschland oder gibt es auch große Player?

Nic Alexakis: Die Schweiz ist ein Land von KMU's. In der Biotechnologie gibt es glück­licherweise auch große Unternehmen. Roche Pharma, Novartis, Merck-Serono, J&J, Baxter, DSM, Syngenta und Roche Diagnostics sind einige Beispiele. Die großen Namen helfen der weltweiten Positionierung von Swiss Biotech.

LABORPRAXIS: Mit welchen Feldern beschäftigen sich die Schweizer Biotechnologieunternehmen verstärkt, gibt es Themencluster?

Alexakis: Themencluster gibt es im Sinne des Worts keine. Die nationalen Forschungsprogramme bündeln Kompetenzen in der (Grundlagen)-Forschung. SystemsX, verschiedene NCCR (National Competence Centers of Research) und kleinere Projekte sind aktiv. Da die Schweiz per se keine Industrie­politik macht, entwickeln sich Themenfelder anhand der Fragestellungen im jeweiligen Sektor. Für uns sind Bioinformatik, Seltene Krankheiten, Orphan Drugs, Innovation und Infrastruktur, Finanzierung und Business Development Gebiete, bei denen wir aktiv sind und versuchen die Community zusammenzubringen. Geografisch sind die drei Regionen Arc-Lémanique, Basel Area und der Groß raum Zürich in unserem Sektor sehr gut aufgestellt. Die Südschweiz ist numerisch etwas kleiner dotiert, aber es gibt Perlen.

LABORPRAXIS: Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus?

Alexakis: Der Technologie-Transfer funktioniert sehr gut. Es gibt zahlreiche Beispiele wo sich eine Idee in Hochschulen/Industrie zu einem stattlichen Unternehmen entwickelt hat. Frühere Biotechnica-Award-Preisträger wie Prionics und Esbatech gehören dazu, dann AC Immune, Glycart, Telormedix und 4-antibody. Zusätzlich kann man über swittlist.ch mehr als 100 Technologien lizenzieren, die von Forschungs­institutionen aus der Schweiz entwickelt worden sind.

LABORPRAXIS: Was erwartet die Besucher auf der Biotechnica vom Partnerland Schweiz?

Alexakis: Zuerst einmal ist es für die Schweiz eine Ehre, als Gastland ausgewählt worden zu sein. Im Team mit Swiss Global Enterprises (SGE) haben wir alles daran gesetzt, einen guten Auftritt zu realisieren. Am Stand (Halle 9, Stand F21) werden acht Projekte aus der angewandten Forschung präsentiert und man kann täglich einen Koffer mit Schweizer Schokolade gewinnen. Außerdem präsentieren wir eine Innovation-Wall, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Eine Auswahl von Institutionen, Firmen und Förderins­trumente zeigt auf, wie das Innovationssystem in der Schweiz funktioniert. Da wir in den Innovationsrankings jährlich gut abschneiden, ist es nur richtig, wenn wir das zeigen. Aber Stillstand bedeutet Rückschritt und da holen wir uns auf der Biotechnica wieder neuen Input.

Vielen Dank für das Gespräch Herr Alexakis.

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