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Auszeichnung

Paul-Bunge-Preis geht an Sara J. Schechner

Dr. Sara J. Schechner, Harvard University, USA, erhält den Paul-Bunge-Preis 2019. Die Preisverleihung erfolgt am 22. März im Rahmen der Vortragstagung der GDCh-Fachgruppe Geschichte der Chemie im Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle (Saale).

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Paul-Bunge-Preisträgerin Sara J. Schechner
Paul-Bunge-Preisträgerin Sara J. Schechner
(Bild: GDCh)

Frankfurt a.M. – Der Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung ist mit 7500 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Bunsen-Gesellschaft (DBG) gemeinsam vergeben. Er zeichnet herausragende Arbeiten zur Geschichte wissenschaftlicher Instrumente aus.

Schechner erhält den Paul-Bunge-Preis für ihr instrumentengeschichtliches Lebenswerk. Die Preisträgerin studierte in Harvard sowie Cambridge Physik und Wissenschaftsgeschichte. Sie war Chefkuratorin am Adler Planetarium in Chicago und kuratierte Ausstellungen für die Smithsonian Institution, die American Astronomical Society und die American Physical Society, bevor sie im Jahr 2000 als Kuratorin für die Collection of Historic Scientific Instruments an die Harvard University zurückkehrte. Die Wissenschaftshistorikerin mit den Schwerpunkten Materialkultur und Astronomiegeschichte ist auch als Dozentin in Harvard tätig. Obwohl der Schwerpunkt ihres Lebenswerks auf den astronomischen Instrumenten liegt, hat sie mit Comets, Popular Culture und The Birth of Modern Cosmology (1997) auch ein großartiges Werk zur allgemeinen Wissenschaftsgeschichte der frühen Neuzeit vorgelegt. Wie kaum ein anderer Kurator oder eine andere Kuratorin vereint die Preisträgerin wissenschaftliche Exzellenz mit einer breiten fachlichen Expertise, Verbindungen in die internationalen Netzwerke der Instrumentengeschichte sowie einer umfangreichen Lehrerfahrung.

Der Paul-Bunge-Preis gilt weltweit als wichtigste Ehrung auf dem Gebiet der Geschichte wissenschaftlicher Instrumente und wird öffentlich und international ausgeschrieben. Er ging bisher neben deutschen auch an britische, italienische, US-amerikanische, australische und kanadische Wissenschaftler. Über die Vergabe entscheidet der von der GDCh und der DBG getragene Beirat der Stiftung.

Hans R. Jenemann (1920–1996), Chemiker bei den Schott Glaswerken in Mainz, wurde bekannt durch seine Beiträge zur Geschichte wissenschaftlicher Geräte, vor allem historischer Waagen. Er selbst rief die Stiftung 1992 ins Leben. Benannt ist der Preis nach dem Hamburger Feinmechaniker Paul Bunge (1839–1888), einem der führenden Konstrukteure von Laborwaagen für die chemische Analyse.

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