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Katalyseforschung Pérez-Ramírez erhält Otto-Roelen-Medaille für Katalyseforschung

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Professor Dr. Javier Pérez-Ramírez von der ETH Zürich, erhält die Otto-Roelen-Medaille 2012. Auf dem Katalyse-Kongress in München wurde der gebürtige Spanier mit einem Preisgeld von 5000 Euro und der Medaille für seine Forschungsarbeit ausgezeichnet.

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Javier Pérez-Ramírez erhält die Otto-Roelen-Medaille für seine Arbeit in der Katalyseforschung.
Javier Pérez-Ramírez erhält die Otto-Roelen-Medaille für seine Arbeit in der Katalyseforschung.
(Bild: Dechema)

München, Oberhausen – Katalyse ist die Schlüsseltechnologie der chemischen Industrie: Mit ihr werden einfache Stoffe effizient in wertvolle Produkte umgewandelt. Die Katalyse-Forschung hat große Fortschritte bewirkt, z.B. beim Umweltschutz oder in der Medizin- und Materialforschung.

Das Chemieunternehmen Oxea unterstützt die Katalyse-Forschungsbemühungen und stiftet dazu regelmäßig die Otto-Roelen-Medaille. Der Preis zeichnet herausragende Forschungsleistungen im Bereich der Katalyse aus und ist mit 5000 Euro dotiert.

Dechema verleiht die Otto-Roelen-Medaille

Die Otto-Roelen-Medaille wird durch die Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt, verliehen und ging 2012 an Professor Dr. Javier Pérez-Ramírez von der ETH Zürich. Mit dem Preis zeichnet die Dechema den Wissenschaftler für seine hervorragenden Beiträge auf dem Gebiet der Katalyse aus, die starke industrielle Relevanz haben.

Mit der Otto-Roelen-Medaille werden besonders Pérez-Ramírez‘ Arbeiten zur Miniaturisierung von Anlagen zur kontinuierlichen Synthese von anorganischen Materialien – meist Katalysatorvorstufen – und seine Entwicklung neuartiger Katalysatoren für die Gasphasen-Chlorwasserstoff-Oxidation (Deacon-Prozess) gewürdigt.

Oxo-Synthese wird 75

Der Preis wurde nach dem deutschen Chemiker Dr. Otto Roelen (1897-1993) benannt, der damals auf dem Oxea-Werk Ruhrchemie forschte. Er entdeckte und patentierte 1938 die Oxo-Synthese, auch Hydroformylierung genannt.

Im Jahr 2013, also zum 75. Jahrestag der Erteilung des Patentes von Dr. Otto Roelen, wird Oxea zusätzlich eine Sonderausgabe der Otto-Roelen-Medaille stiften, mit der das Lebenswerk eines Wissenschaftlers ausgezeichnet werden soll. Die Otto-Roelen-Medaille wurde bisher achtmal in sieben Jahren verliehen.

Bisherige Preisträger der Otto-Roelen-Medaille

Die bisherigen Preisträger waren Prof. Dr. Matthias Beller, TU München (1997), Dr. Richard Fischer, Celanese (1999), Dr. Fritz Kühn, TU München (1999), PD Dr. Walter Leitner, MPI für Kohlenforschung, Mülheim (2001), PD Dr. Stefan Mecking, Universität Freiburg (2003), Prof. Dr. Kay Severin, ETH Lausanne (EPFL), Schweiz (2005) und Prof. Dr. Michael Buchmeiser, Universität Stuttgart (2010).

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