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Gefahrstofflagerung Persönliche Duftnote: Von Duft-, Aroma- und Gefahrstoffen

| Autor / Redakteur: Sven Sievers* / Dr. Ilka Ottleben

Auch die Kreation neuer Duftstoffe und Aromen kommt nicht um den Einsatz von Gefahrstoffen herum. In den Laboren eines neu entstandenen Innovation Center in Kemptthal, Schweiz genießt die sichere Gefahrstofflagerung daher einen hohen Stellenwert.

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1 Im neuen Innovation Center von Givaudan wird an Aromen, Riechstoffen, aktiven Kosmetik-Inhaltsstoffen und natürlichen Lösungen gearbeitet.
1 Im neuen Innovation Center von Givaudan wird an Aromen, Riechstoffen, aktiven Kosmetik-Inhaltsstoffen und natürlichen Lösungen gearbeitet.
(Bild: asecos)

Der Mensch kann zwischen 10.000 unterschiedlichen Gerüchen differenzieren. Von penetrant bis unbewusst nehmen wir Gerüche wahr, sie warnen und sie leiten uns, umschließen unsere Erinnerungen und sind eng mit Emotionen verbunden. Das macht Aromen und Riechstoffe zu idealen Merkmalsträgern.

Bei Givaudan, weltweiter Marktführer in der Herstellung von Riechstoffen und Aromen, ist im vergangenen Sommer ein neues Innovation Center in Kemptthal, Schweiz, entstanden. Hier werden modernste Entwicklungs- und Kooperationstechnologien eingesetzt, um Kreativität und Zusammenarbeit für neue Duftideen zu fördern. Die neuen Räumlichkeiten sind auch mit modernster Labortechnik und -ausstattung für die Forschungs- und Entwicklerteams ausgerüstet. Asecos, Experte für sichere Gefahrstofflagerung stattete das Innovation Center mit hochwertigen Sicherheitsschränken aus.

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Das neue Innovation Center von Givaudan bietet 300 Mitarbeitern auf über 12.000 Quadratmetern Fläche für Co-Kreation, Zusammenarbeit, Innovation und umfasst Räumlichkeiten für Start-ups, Labore und Küchen für Kundenerlebnisse vor Ort. Das Forschungszentrum ist Teil eines globalen Innovations-Ökosystems, welches die langjährige Erfahrung des Unternehmens in den Bereichen Aromen, Riechstoffe, aktive Kosmetik-Inhaltsstoffe und natürliche Lösungen nutzt und eine enge Zusammenarbeit und Co-Kreation mit Kunden, Partnern und Start-ups ermöglichen soll.

Für diese breitgefächerten Tätigkeiten bedarf es nicht nur Know-how, sondern auch modernster Labortechnik und -ausstattung für die Forschungs- und Entwicklerteams. Dafür sorgten im Innovation Center der Laborplaner Dr. Heinekamp, Wesemann Schweiz, als kompetenter und auf Labor spezialisierter Objekteinrichter, in Zusammenarbeit mit Asecos, Experte für sichere Gefahrstofflagerung.

Optimale Raumnutzung und Ergonomie entscheiden

Die Gestaltung der Labore ist insbesondere durch platzsparende und ergonomische Aspekte geprägt, im Fokus stehen hochwertige sowie langlebige Produkte. Für diese Maßgaben und Ansprüche bietet Asecos einen speziellen Gefahrstoffschrank mit einer Breite von 45 cm. Mit einer größeren Schranktiefe von 86 cm nutzen diese V-Line-Schränke den zuvor leerstehenden Bereich hinter dem Sicherheitsschrank – analog zum Laborabzug. Und auch die Schrankbreite spart weiteren Platz ein und schafft eine größtmögliche, zusammenhängende Funktionsfläche für Labormitarbeiter.

Dieses Schrankmodell kann sich in Bezug auf die Lagerkapazität mit einem 90 cm breiten Schrank messen: Der Vertikalauszug mit sechs Lagerebenen fasst ein Gesamtvolumen von 126 Ein-Liter-Laborglasflaschen nach ISO 4796-1. Die optimale Raumnutzung und die damit verbundene hohe Lagerkapazität ist aber nur ein Vorteil von vielen. Neben der neuen Schrankdimension bietet v.a. die Vertikalauszugstechnik sehr hohen Bedienkomfort. Der elektromotorisch gesteuerte Vertikalauszug lässt sich leicht per Knopfdruck, ohne jeglichen Kraftaufwand, öffnen und schließen. Zusätzlich bietet er eine bestmögliche Übersicht über alle eingelagerten Gebinde und erlaubt den Zugriff von beiden Seiten – so kann von zwei Arbeitsplätzen aus direkt auf den Inhalt zugegriffen werden.

In den Laborräumen des Innovation Centers fügen sich neben der V-Line auch die Unterbauschränke sowie die Falttürenschränke optimal in eine platzsparende und ergonomische Laborzeile ein. Letztere sind besonders für beengte Platzverhältnisse in Laborgängen geeignet. Denn im geöffneten Zustand nehmen die Türen kaum Platz in Anspruch und Labormitarbeiter können problemlos vorbeigehen.

In drei verschiedenen Breiten erhältlich, bieten Falttürenschränke auch maximalen Bedienkomfort: Die Türbedienung erfordert einen minimalen Kraftaufwand und eine integrierte Türfeststellanlage sorgt für sicheres Ein- und Auslagern von Gebinden mit zwei Händen. Zusätzlich sind die Falttüren mit einem durchgängigen Klemmschutz ausgestattet, der eine sichere Bedienung erlaubt.

Markus Gautschi, Projekt Manager des Züricher Innovation Centers: „Mit der Planung und Umsetzung der Labore sind wir sehr zufrieden. Die Sicherheitsschränke passen optimal in die Laborgestaltung und werden den Mitarbeitern das täg­liche Handling im Umgang mit Gefahrstoffen erleichtern.“

Die Zusammenarbeit von Laborplanern und spezialisierten und erfahrenen Experten und Produktentwicklern rund um Gefahrstofflagerung wie Asecos ist von hoher Wichtigkeit geprägt, denn nur wenn die Zusammenarbeit optimal funktioniert, können alle nötigen Bedarfe gedeckt werden.

Funktional und flexibel für hohe Sicherheit

Ganz allgemein erfordert sichere Gefahrstofflagerung intelligente Lösungen. Das oberste Schutzziel eines Gefahrstoffschrankes ist es, im Brandfall genug Zeit zu bieten, damit Mitarbeiter den Raum verlassen und Feuerwehrleute und Rettungskräfte die erforderlichen Maßnahmen ergreifen können, ohne dass es durch die eingelagerten brennbaren Stoffe zu einem unkontrollierbaren Ausweiten des Brandes kommt. Die V-Line entspricht in vollem Umfang der Europäischen Norm 14470-1 und ist als Typ 90-Schrank mit der höchst möglichen Feuerwiderstandsfähigkeitsklasse von 90 Minuten ausgestattet.

Neben den gesetzlich geforderten Sicherheitsmerkmalen hat Asecos weitere Sicherheitsaspekte für maximalen Bedienkomfort integriert. Im Brandfall löst ein elektronischer Temperatursensor das Schließen des Vertikalauszuges ab einer Temperatur von über 40 °C aus. Auch bei Stromausfall schließt der Auszug elektronisch, denn der Motor ist für diesen Fall mit einem langlebigen Silizium-Akku ausgestattet. Für Mitarbeiterschutz im Arbeitsalltag sorgt die inbegriffene Stoppfunktion. Der Vertikalauszug erkennt Widerstände, beispielsweise eine Hand, während des Schließvorganges und reagiert sofort darauf: Das Zufahren wird augenblicklich gestoppt und der Auszug wieder ein Stück zurückgefahren, um ein Einklemmen zu verhindern. Gleichermaßen stoppt der Auszug, wenn ein Gegenstand ihn beim Öffnen blockiert. Optische und akustische Meldungen helfen dem Laborpersonal, die Blockade zu erkennen.

Um den hohen Sicherheitsansprüchen bei der Lagerung von Gefahrstoffen, der kostbaren Ressource Platz und dem spezifischen Bedienverhalten gerecht zu werden, können Ausstattungsvarianten und ergonomische Aspekte die Sicherheit weiter erhöhen.

Rundum-Schutz mit technischer Entlüftung

Eine technische Entlüftung von Sicherheitsschränken ist immer empfehlenswert. Nicht nur weil dann z.B. die Ex-Zonen um den Schrank entfallen, sondern v.a. weil so Gesundheitsgefährdungen von Mitarbeitern durch austretende Dämpfe ausgeschlossen werden können. Ein Asecos-Sicherheitsschrank bietet Laborplanern zwei Möglichkeiten: Die technische Entlüftung mit Abluftführung nach außen oder durch einen Umluftfilteraufsatz. Beide Systeme entfernen die entstehenden Schadstoffe – Lösemittel-, Säuren- und Laugendämpfe – direkt an der Entstehungsstelle und sorgen so für Sicherheit. Die bewährte Asecos-Umluftfilter-Technik ist in der Lage, die Dämpfe von Kohlenwasserstoffen und anorganischen Gefahrstoffen permanent bis zur Filtersättigung nahezu vollständig zurückzuhalten. Dies wurde von der akkreditierten Messstelle Infraserv Höchst geprüft und zertifiziert.

Sicherheitsschränke mit Umluftfilteraufsatz bieten die gewohnt zuverlässige Feuerwiderstandfähigkeit von 90 Minuten. Zusätzlich ist der Schrank flexibel aufstellbar und kann bei Bedarf leicht umplatziert werden, da er nicht aufwändig an Abluftleitungen angeschlossen werden muss. Das System bietet eine permanente elektronische Überwachung von Abluftmenge und Filtersättigung. n

* S. Sievers: asecos GmbH, 63584 Gründau

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