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Standortanalyse Pharmabranche in NRW weiterhin auf Wachstumskurs

| Redakteur: Tobias Hüser

Im Jahr 2015 erwirtschafteten 12.300 Beschäftigte der Pharmaindustrie in Nordrhein-Westfalen einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro. Die Investitionen der Branche in NRW sind von 2010 bis 2014 drei Mal stärker gewachsen als im deutschen Durchschnitt. Auch die Pharma-Produktion steigt seit Jahren vier Mal stärker als im Rest des Landes.

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„Die Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen sind gut und das industrielle Fundament für Wachstum ist robust und solide“, sagt die vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer.
„Die Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen sind gut und das industrielle Fundament für Wachstum ist robust und solide“, sagt die vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer.
(Bild: Dirk Laessig)

Berlin – Das sind die Ergebnisse der aktuellen Standortanalyse zur Pharmaindustrie in Nordrhein-Westfalen, die vom IW-Köln im Auftrag des vfa durchgeführt wurde. Für Jasmina Kirchhoff von der Pharma-Forschungsstelle des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen die Zahlen wirtschaftliche Stärke. Sie sieht aber auch bisher ungenutzte Chancen für künftiges Wachstum: „Der Pharmastandort hat in der Forschung noch Luft nach oben, denn hier liegt Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit anderen Bundesländern nur im Mittelfeld.“

„Nordrhein-Westfalen ist einer der großen und wichtigen Standorte der pharmazeutischen Industrie in Deutschland, der insbesondere in der Produktion seine traditionellen industriellen Stärken ausspielen kann“, erklärt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer. Mit Blick auf die Sicherung der guten Rahmenbedingungen für die Zukunft sagt Fischer: „Es war ein wichtiger Schritt, dass die Landesregierung im Februar erklärt hat, in einen strukturierten Dialog mit der Pharmaindustrie in Nordrhein-Westfalen einzutreten und zwar über die Grenzen der einzelnen Ministerien hinaus.“ Sie sei überzeugt, dass es im Dialog von Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik mit der Industrie und der Wissenschaft gelingen könne, zusätzliche Potentiale am Standort auszuschöpfen.

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