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PWC-Pharmaindustrie-Studie Pharmaindustrie am Scheideweg zwischen Anstieg und Stagnation

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Laut einer globalen PWC-Studie sinken die europäischen Umsätze der Pharmaindustrie, Wachstumsmärkte schaffen mehr als eine Verdopplung und der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt steigt weiter.

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Prozentuale Verteilung der Entwicklungsbugets der Pharmaindustrie
Prozentuale Verteilung der Entwicklungsbugets der Pharmaindustrie
(Quelle: PwC, PhRMA Annual Member Survey (2011))

Frankfurt – Der globale pharmazeutische Markt könnte bis 2020 auf einen Gesamtumsatz von annähernd 1,6 Billionen Dollar kommen. Dabei werden die Umsätze in Europa („Big 5“: Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich) zwar von 205 Milliarden auf 194 Milliarden US-Dollar sinken, aber: In den Wachstumsmärkten (etwa Bric-Staaten, Teile Südamerikas und Osteuropas) werden sich demnach die Umsätze mehr als verdoppeln, von derzeit 205 Milliarden auf 499 Milliarden US-Dollar.

Das ist das Ergebnis der neuen PWC-Studie „From vision to decision, Pharma 2020“. Demzufolge hat die Pharmaindustrie durchaus gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Indes muss sie sich wegweisenden Entscheidungen und Herausforderungen stellen, die vor allem das Verhältnis zu den Kunden, den Bereich Forschung und Entwicklung sowie die mitunter eingefahrenen Geschäftsprozesse betreffen.

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Ausgaben im Gesundheitswesen wachsen unaufhörlich

Gefordert ist die Industrie darüber hinaus in Anbetracht der fortlaufend steigenden Kosten. Weltweit wächst der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, wie die Studie ermittelte. Insbesondere in den entwickelten Industriestaaten, wo die Pharmaindustrie traditionell ihre höchsten Erträge erwirtschaftet hat, steht ein Ausgabenanstieg auf 15,5 Prozent im Jahr 2020 von 9,6 Prozent im Jahr 1995 zu erwarten, so die PWC-Experten.

„Diese Entwicklung muss die Industrie unbedingt umkehren. Das heißt, sie muss einen Mehrwert vor allem in Gestalt klarer Therapieerfolge für diese Preisentwicklung bieten können oder zeigen, dass sie in anderen Bereichen des Gesundheitswesens zu Kosteneinsparungen beitragen kann“, kommentiert Dr. Volker Fitzner, Partner im PWC-Bereich „Gesundheitswesen und Pharma“. Heute werden mehr als 85 Prozent der Aufwendungen in den entwickelten Volkswirtschaften in Gesundheitsdienstleistungen investiert und weniger als 15 Prozent in Medikamente.

Big Data mit heilsamen Kräften

Besondere Anstrengungen muss die Branche zudem im Bereich Forschung und Entwicklung unternehmen. So zeigt die PWC-Untersuchung beispielsweise auf, dass der IT-Toptrend „Big Data“ durchaus das Potenzial hat, auch in dieser Industrie heilsame Kräfte zu entwickeln. „Mit der gewaltigen Menge an verfügbaren biologischen Daten und zeitgemäßen IT-Technologien wäre die Industrie längst in der Lage, ihre Forschung deutlich effizienter zu gestalten und zum Beispiel den Bereich personalisierte Medizin noch stärker voranzubringen“, so Fitzner. Ferner, so der PWC-Experte, böte der technologische Fortschritt deutlich mehr Chancen hinsichtlich der Gesundheitsprävention.

Daten und Grafiken der Studie finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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