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Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2014 Preis für Forschungsarbeiten zur Bewegung

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Der mit 25.000 Dollar dotierte Eppendorf & Science Prize for Neurobiology wird in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal vergeben. Ausgezeichnet wird der Amerikaner Dr. Eiman Azim für seine Arbeiten zur Erforschung neuronaler Mechanismen und wie diese die Bewegung der Gliedmaßen steuern.

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Der Preisträger des Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2014: Dr. Eiman Azim von der Columbia University in New York.
Der Preisträger des Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2014: Dr. Eiman Azim von der Columbia University in New York.
(Bild: Eppendorf)

Hamburg – Der amerikanische Forscher Eiman Azim, Ph.D., Postdoctoral Research Fellow an der Columbia University in New York, hat den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2014 gewonnen. Die Arbeit von Dr. Azim hat grundlegende neue Einsichten in die neuronalen Mechanismen ermöglicht, die erlernte Bewegungen der Gliedmaßen geschmeidig und gleichzeitig präzise machen.

Dr. Azim schreibt: „Wenn wir einen Ball fangen oder einen Dartpfeil werfen, machen wir uns normalerweise keine Gedanken über die komplexen neuronalen Netze, die diese geschickten Bewegungen koordinieren. Trotzdem muss das Nervensystem ununterbrochen die Motorik justieren, um die Bewegung des Arms so zu koordinieren und zu verbessern, dass sie erfolgreich wird. Als Postdoctoral Fellow bei Tom Jessell habe ich die Maus als Genmodell genutzt, um einzelne spinale Schaltkreise zu enträtseln, die für die Präzision und Genauigkeit von Greifbewegungen notwendig sind. Durch die Anwendung des Mausmodells für die Untersuchung erlernter Bewegungsmuster der Vordergliedmaßen, traditionell das Gebiet der Primatenforschung, haben meine Kollegen und ich durch unsere Experimente seit langem bestehende Theorien untermauert, wie interne Feedbackpfade im zentralen Nervensystem und externes Feedback von den Muskeln zur Steuerung der Feinmotorik beitragen. In der Zukunft möchte ich auf die Ansätze, die wir entwickelt haben, aufbauen und untersuchen, wie das Kleinhirn Feedbackinformationen verwendet, um Bewegungen zu verfeinern. Allgemeiner gesagt, möchte ich erforschen, wie die Verfeinerung von Motorikschaltkreisen während Entwicklung und Evolution diverse Repertoires von erlerntem Motorikverhalten steuert, mit Blick auf ein besseres Verständnis für menschliche Motorikfunktionen und -störungen.”

Nach Aussage des Jury-Vorsitzenden und leitenden Redakteurs der Science, Dr. Peter Stern, „hat Eiman Azims Arbeit unser Verständnis der neuralen Netze, die an erlernten Bewegungen beteiligt sind, vorangebracht. Er hat bewiesen, dass propriospinales internes Neuronenfeedback und Motorikkopierschaltkreise helfen, Bewegungen zu kalibrieren. Dr. Azim hat präsynaptische Inhibition als wesentlichen Verstärkermechanismus für geschmeidige Bewegungen identifiziert.“

Der jährlich vergebene Eppendorf & Science Prize for Neurobiology ist mit 25.000 US-Dollar dotiert und zeichnet Forscher wie Dr. Azim für ihre herausragenden Beiträge zur Forschung im Bereich der Neurobiologie aus. Dr. Azim ist der dreizehnte Gewinner dieses internationalen Preises. Der Preis wird im Rahmen des jährlichen Treffens der Society for Neuroscience übergeben. Alle Wissenschaftler, die 35 Jahre alt oder jünger sind und außergewöhnliche Beiträge zur neurobiologischen Forschung basierend auf Methoden der Molekular- und Zellbiologie geleistet haben, sind eingeladen sich zu bewerben. Abgabeschluss für den nächsten Eppendorf & Science Prize for Neurobiology ist der 15. Juni 2015.

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