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Sicherheitsarmatur Probenahmearmatur sorg für mehr Sicherheit im Labor

Autor / Redakteur: Petra Braun* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Armaturen zur Probenahme schützen Mitarbeiter und Umwelt im Umgang mit toxischen und aggressiven Medien. Der Haaner Spezialist für Schnellkupplungssysteme Walther-Präzision hat speziell für die Probenahme im Laborbetrieb der chemischen und pharmazeutischen Industrie eine Sicherheitsarmatur entwickelt. Lesen Sie, mit welchen Eigenschaften sie für die Sicherheit des Anwenders sorgt.

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Ab. 1: Schematischer Aufbau der Sicherheitsarmatur 85-005 (Erläuterungen s. Text).
Ab. 1: Schematischer Aufbau der Sicherheitsarmatur 85-005 (Erläuterungen s. Text).
( Bild: Walther-Präzision )

Die Probenahme ist im Laborbetrieb in der chemischen und pharmazeutischen Industrie ein wichtiger und regelmäßig stattfindender Arbeitsprozess. Viele der flüssigen oder gasförmigen Medien sind toxisch oder enthalten zumindest aggressive Substanzen. Nach wie vor werden hier die Gefahren für die Gesundheit der Mitarbeiter sowie für die Umwelt in vielen Unternehmen unterschätzt. Jede Probenahme, insbesondere wenn sie unter Zeitdruck durchgeführt wird, birgt das Risiko, dass gefährliche Substanzen austreten und die Mitarbeiter gefährden. Bei toxischen Medien reichen oft schon wenige Tropfen, um Mitarbeitern schwere Verletzungen zuzufügen.

Walther-Präzision hat aus diesem Grund in Zusammenarbeit mit einem marktführenden Chemieunternehmen eine eigene Sicherheitsarmatur speziell für die Probenahme entwickelt. Sie ist bis zu einem Nenndruck von 16 bar (PN 16) ausgelegt. Das Entnahmevolumen kann den Kundenwünschen entsprechend ausgelegt werden.

Aufbau und Eigenschaften der neuen Sicherheitsarmatur

Die Abbildungen 1 und 2 zeigen den Aufbau des Systems 85-005 und dessen einzelne Komponenten (in den Abbildungen bezeichnet mit den Ziffern 1 bis 4). Die Integration der Armatur erfolgt über Flansche in die kundenseitigen Rohrleitungssysteme. Dadurch kann das System überall problemlos und ohne hohe Zusatzkosten in vorhandene Leitungsnetze integriert werden. Um eine tropffreie Entnahme zu erreichen, kommen Clean-Break-Kupplungen zum Einsatz, die auch unter extremen Prozesstemperaturen volle Funktionalität sichern.

Entscheidend ist, dass während einer Entnahme weder das Leitungssystem, noch die Probe mit der Umgebung in Kontakt kommt. Das Probenahmesystem ermöglicht durch die Verwendung mehrerer Probe-Träger in einem kurzen Zeitraum risikofrei mehrere Proben nacheinander zu ziehen. Eine Fehlbedienung ist dabei ausgeschlossen, denn der Ablauf ist zwangsgesteuert und kann auf diese Weise nur in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden.

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