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Extraschicht in Krisenzeiten Produktübersicht: Tests und Methoden gegen Corona

Redakteur: Christian Lüttmann

Die Corona-Krise spaltet die Arbeitswelt – während Einzelhandel, Gastronomie und das Eventgeschäft ruhen, forschen und produzieren Unternehmen aus den Bereichen Medizin oder Analytik auf Hochtouren. Welche Beiträge zur Bewältigung der Corona-Pandemie die verschiedenen Unternehmen leisten, ist hier anhand einiger Beispiele gezeigt (Wir werden diesen Beitrag in regelmäßigen Abständen aktualisieren).

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In der Corona-Krise helfen zahlreiche Unternehmen dabei, neue Tests und Analysesysteme zur Eindämmung des Virus bereitzustellen (Symbolbild).
In der Corona-Krise helfen zahlreiche Unternehmen dabei, neue Tests und Analysesysteme zur Eindämmung des Virus bereitzustellen (Symbolbild).
(Bild: ©tilialucida - stock.adobe.com)

Würzburg – Ob Impfstoffentwicklung, Verbesserung von Testkits oder finanzielle Hilfe – Anbieter von Analytik, Biotechnologie und Medizinprodukten sorgen derzeit für wichtige Unterstützung gegen die Corona-Ausbreitung. Einige Beispiele haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Analytik Jena – Extraktionsplattform und Thermocycler

Analytik Jena bietet Extraktionsplattformen und entsprechende Kits zur Extraktion viraler RNA, z.B. aus Abstrichen. Damit bedient das Unternehmen entscheidende Schritte im Test-Workflow auf das neuartige Coronavirus. Insbesondere die automatisierten Plattformen wie Cybio Felix oder King Fisher Flex sind für das aktuell hohe Probenaufkommen relevant, da sie einen hohen Probendurchsatz von bis zu 96 Proben pro Stunde ermöglichen.

Corona-Krise aktuell Impfstoffentwicklung, Schnelltests und verschobene Fachmessen – hier finden Sie die neusten Meldungen zum Thema Coronavirus aus der LABORPRAXIS-Redaktion.

Mit dem für 31. März 2020 angekündigten neuen Extraktions-Kit Innuprep RNA Virus Plus Kit-Kfflx soll die automatisierte Extraktion viraler RNA aus bis zu 96 Proben in nur ca. 45 Minuten erfolgen, heißt es vom Hersteller. Die PCR zur Vervielfältigung der Virus-RNA, die zum Nachweis von SARS-CoV-2 nötig ist, lässt sich in Thermocyclern wie denen der q-Tower3-Familie durchführen.

Bayer – Testkapazität erhöhen

Über 40 Geräte zur Virusdiagnostik stellt Bayer laut einer Pressemeldung vom 30. März bereit, um die Ausbreitung des Coronavirus durch mehr Tests gezielter eindämmen zu können. Damit sollen mehrere tausend Tests pro Tag zusätzlich realisiert werden. Auf dem firmeneigenen Gelände in Berlin entsteht zudem auf zwei Etagen ein eigenes Testlabor. Auch für zusätzliches Fachpersonal ist gesorgt: Allein am Standort Berlin haben sich in den vergangenen Tagen mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig für die Arbeit in dem neuen Testlabor gemeldet. Sie werden dafür von Bayer freigestellt.

Darüber hinaus stellt das Unternehmen in Nordrhein-Westfalen drei zertifizierten klinisch-diagnostischen Laboren unternehmenseigene Laborgeräte aus den Standorten in Leverkusen, Monheim, Wuppertal und Köln zur Verfügung. Durch die technische Integration der Geräte und Komplementierung der Infrastruktur soll die derzeitige tägliche Analysekapazität dieser drei Labore potenziell verdoppelt werden.

Auch Beatmungsgeräte und Desinfektionsmittel hat Bayer bereits für Kliniken bereitgestellt, um Versorgungsengpässe dort zu minimieren.

Binder – Trockenschrank für Schutzmasken

Schutzmasken sind in der Corona-Krise in vielen Krankenhäusern Mangelware, Nachschub oft noch keiner in Sicht. Daher ist man mancherorts dazu übergegangen, verwendete Schutzausrüstung zu reinigen und erneut zu verwenden. Welche Rolle Binder bei dieser Übergangslösung spielt, skizziert das Unternehmen an einem Fallbeispiel am Ortenau-Klinikum in Offenburg-Kehl.

Im Trockenschrank von Binder werden gereinigte Schutzmasken zur Wiederverwendung getrocket.
Im Trockenschrank von Binder werden gereinigte Schutzmasken zur Wiederverwendung getrocket.
(Bild: StudioLaMagica Wuppertal, Binder)

Die eigentlich zur einmaligen Verwendung produzierten FFP2- oder FFP3-Schutzmasken werden dort nach dem Gebrauch nun desinfiziert und dann in einer Spülmaschine ausführlich gereinigt. Um die gesäuberten Masken möglichst schnell wieder nutzbar zu machen, kommt ein Trockenschrank von Binder zum Einsatz: 30 bis 40 Masken können gleichzeitig und in nur einer Stunde von Feuchtigkeit befreit werden. Solange der Lieferengpass bei Schutzmasken besteht bietet dies eine Möglichkeit, trotzdem weiterhin Schutzausrüstung für das medizinische Personal bereitzustellen und die Versorgung der Patienten zu sichern.

Biotecon Diagnostics – Extraktions-Kit

Bei Biotecon Diagnostics hat man aus gegebenem Anlass das neue Virus-RNA-Extraktionskit früher als geplant auf den Markt gebracht. Das Foodproof Magnetic Preparation Kit VI wurde für die Extraktionsroboter King Fisher Flex, Roboprep Fusion und Roboprep 32 entwickelt. Es soll bis zu 480 Proben mit einem Kit bearbeiten können und so die Testzahlen deutlich erhöhen, sagt Biotecon-CBO Alois Schneidbrenner in einer Pressemeldung.

Bei der vollautomatisierten Probenvorbereitung werden die zu analysierenden Erregerbestandteile an magnetische Partikel gebunden und in mehreren Waschschritten vom Rest der Probe getrennt. Nach der rund 45-minütigen Extraktion soll die hochreine Virus-RNA vorliegen und für die PCR-basierte Detektion bereit sein.

Biotype – Diagnosetest für Covid-19

Seit dem 2. April 2020 bietet Biotype ein Testsystem zum Nachweis des Corona-Virus Covid-19 an. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können, produziert das Unternehmen an sieben Tagen in der Woche im 2-Schichtsystem. Geplant ist eine Tageskapazität von 8.000 bis 10.000 Tests.

Produktion des Covid-19-Test-Kits von Biotype
Produktion des Covid-19-Test-Kits von Biotype
(Bild: Biotype GmbH)

Biotype produziert und vertreibt den von Primerdesign entwickelten Covid-19-Test, der alle Sequenzen des SARS-CoV-2-Virenstamms erkennt, die bisher veröffentlicht wurden und fortlaufend aktualisiert werden. Der Test kommt in Laboren auf den weitverbreiteten PCR-Diagnoseplattformen zum Einsatz.

Außerdem hat Biotype einen eigenen Covid-19-Test für sein Diagnostiksystem Modaplex entwickelt. Diese Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Pharmaunternehmen Eli Lilly, welches den Test für die Corona-Diagnose in den USA einsetzen wird.

Bosch – Corona-Schnelltest

Mit einem weiteren Schnelltest auf das neuartige Coronavirus hilft Bosch bei der schnelleren Untersuchung der Corona-Pandemie. Mit dem in nur sechs Wochen entwickelten Schnelltest soll sich bei Patienten eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in unter zweieinhalb Stunden – von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis – feststellen lassen, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens. Weiterer Vorteil des Schnelltests: Der Test kann direkt am Ort der klinischen Behandlung durchgeführt werden. Transportwege, die wertvolle Zeit kosten, entfallen. Patienten erhalten schnell Gewissheit über ihren Gesundheitszustand und infizierte Personen können umgehend identifiziert und isoliert werden.

Corona-Test von Bosch: Die Kartusche wird mit einer Patientenprobe befüllt und für die Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Dank einfacher Handhabung des Vivalytic-Geräts soll auch nicht speziell geschultes Medizinpersonal die Testauswertung zuverlässig durchführen können.
Corona-Test von Bosch: Die Kartusche wird mit einer Patientenprobe befüllt und für die Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Dank einfacher Handhabung des Vivalytic-Geräts soll auch nicht speziell geschultes Medizinpersonal die Testauswertung zuverlässig durchführen können.
(Bild: Bosch)

In Labortests mit SARS-CoV2 lieferte der Corona-Schnelltest von Bosch Ergebnisse mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent. Die Patientenproben werden in eine Kartusche gegeben, die bereits sämtliche für den Test erforderliche Reagenzien enthält. Das medizinische Personal kann sich während der Auswertung in dem Vivalytic-Analysegerät anderen Aufgaben widmen, beispielsweise der Behandlung von Patienten. Auch Anwender, die nicht speziell medizinisch geschult sind, sollen die Testauswertung zuverlässig durchführen können. So könnte das medizinische Fachpersonal entlastet werden. Mit einem Vivalytic-Analysegerät von Bosch lassen sich bis zu zehn Tests innerhalb von 24 Stunden durchführen.

Cytosmart – Spende von 100 Frischzellanalysesystemen

Lux2 Live-Cell-Imager von Cytosmart
Lux2 Live-Cell-Imager von Cytosmart
(Bild: CytoSMART)

Mit kompakten Frischzellenmikroskopen bietet Cytosmart ein wichtiges Instrument in der Erforschung des neuartigen Coronavirus. Insgesamt 100 dieser so genannten Frischzellanalysesysteme will das Unternehmen nun weltweit an Forschungslabore mit hoher Schutzstufe spenden, die an der Eindämmung von COVID-19 arbeiten. Interessierte Labore können sich online für einen Lux2 Live-Cell-Imager eintragen.

Laut den Richtlinien der CDC und WHO sollten Isolation und Charakterisierung von COVID-19 in Laboren der Biosicherheitsstufe (BSL) 3 durchgeführt werden. Dort gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit der Angestellten zu gewährleisten und die Ausbreitung der Erreger, an denen gearbeitet wird zu vermeiden. Das Wechseln der Ausrüstung und Schutzkleidung ist zeit- und kostenintensiv, womit das Betreten des Labors nur in Ausnahmefällen stattfindet. Die Frischzellmikroskope von Cytosmart können Zellen filmen, ohne deren Wachstum oder das natürliche Verhalten zu beeinträchtigen. Die Instrumente werden in Zellinkubatoren betrieben und lassen sich über ein Onlineportal bedienen. Somit können Forscher ihre Zellkulturen aus der Ferne untersuchen, ohne ein Schritt ins Labor setzen zu müssen.

Denios – Raumsysteme zum Infektionsschutz

In Zeiten der Covid 19-Pandemie ist es im betrieblichen Alltag nicht immer einfach, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand und strenge Hygieneregeln einzuhalten. Dies betrifft auch die Annahme und Ausgabe von Materialien und Waren aller Art, denn häufig ist es nicht zu vermeiden, dass die Übergabe von Person zu Person abgewickelt wird.

Denios Raumsystem für mehr Sicherheit bei der betrieblichen Warenübergabe
Denios Raumsystem für mehr Sicherheit bei der betrieblichen Warenübergabe
(Bild: Denios)

Vor diesem Hintergrund hat Denios ein mobiles Raumsystem entwickelt, mit dem der Kontakt des Personals bei Waren- oder Materialübergaben zu externen Personen oder anderen Kollegen deutlich reduziert wird, heißt es in einer Pressemeldung. Das mobile wird durch eine Trennwand mit integrierter Fensterschleuse in einen internen Bereich und einen Besucherbereich für Anlieferer bzw. Abholer geteilt. Beide Bereiche sind jeweils durch eine separate Tür mit Auffahrrampe barrierefrei zugänglich. Ein permanent mit Unterdruck gesteuerter Luftstrom soll beim Öffnen der Fensterschleuse der möglichen Übertragung viraler Aerosole in den Personalbereich entgegenwirken.

Mobiles Testzentrum von innen
Mobiles Testzentrum von innen
(Bild: Denios)

Nach dem gleichen Prinzip hat Denios auch ein mobiles Testzentrum für den kontaktreduzierten Covid-19 Abstrich entwickelt. Das anschlussfertige Testzentrum kann auf einer ebenen, befestigten Fläche aufgestellt werden und benötigt bis Windlastzone 2 keine Bodenverankerung. Die Türen sind selbstschließend und verschließbar. Über eine organisatorische Zugangsregelung kann bestimmt werden, ob Patienten einzeln eintreten oder mit maximal drei Personen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände den Patientenbereich betreten. Alle Oberflächen sind laut Unternehmensangaben fugenlos und leicht zu reinigen

Euroimmun und Fraunhofer – COVID-19-Testsystemen

Als einer der ersten europäischen Diagnostikahersteller stellt Euroimmun CE-gekennzeichnete Antikörpernachweissysteme zur Unterstützung der Diagnostik von COVID-19 zur Verfügung, heißt es n einer Pressemeldung vom 8. April 2020. Dadurch können Personen identifiziert werden, die bereits Kontakt mit dem Virus hatten. Dies ist wichtig, um herauszufinden, welche Menschen die Infektion bereits durchgemacht haben und höchstwahrscheinlich immun gegen eine erneute Infektion mit SARS-CoV-2 sind.

Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik EMB in Lübeck unterstützt Euroimmun dabei, die Produktion der neuen serologischen Testsysteme zur Diagnostik von COVID-19 für den Massenmarkt zu skalieren, um sie flächendeckend einsetzen zu können.

„Da der Herstellungsprozess des verwendeten Antigens sehr aufwändig und zeitintensiv ist, sind wir der Fraunhofer EMB sehr dankbar für die wertvolle Zusammenarbeit. Sie unterstützt uns dadurch maßgeblich in der Erreichung unseres Ziels, der enormen weltweiten Nachfrage nach den Anti-SARS-Co-2-ELISA gerecht zu werden“, sagt Dr. Wolfgang Schlumberger, Vorstandsvorsitzender der Euroimmun AG.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, erklärt: „Expertinnen und Experten von Fraunhofer wirken bei der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie an vorderster Front mit – und unterstützen Wirtschaft und Gesellschaft bei der Bewältigung direkter Auswirkungen und späterer Folgen. Ich bin zuversichtlich, dass diese neue Kooperation und die daraus resultierenden großflächig einsetzbaren Testsysteme einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten werden.“

GE Healthcare – Beatmungsgeräte

Mit einer gesteigerten Produktion von Beatmungsgeräten will GE Healthcare gemeinsam mit Automobilhersteller Ford helfen, die Versorgung von Covid-19 Patienten zu sichern. Laut einer Pressemeldung sollen die bestehenden Gerätetypen von GE Healthcare in einem vereinfachten Design produziert werden, welches nur die allernötigsten Funktionen beinhaltet. Damit soll die große Nachfrage in der aktuellen Krise schneller bewältigt werden können.

Neben Beatmungsgeräten meldet das Unternehmen auch steigende Nachfrage bei bestimmten CT-Scannern, Ultraschallgeräten, mobilen Röntgensystemen, Patientenmonitoren. Auch dort versuche man, die Produktionskapazitäten entsprechend zu erhöhen.

Hahnemühle – Schnelltestverfahren

Mit einem neuartigen Kartuschen-Schnelltestverfahren ermöglicht Hahnemühle nach eigenen Angaben innerhalb einer Stunde Testergebnisse für den Covid-19-Erreger. Das Life Science Unternehmen hat dazu bestehende Tests für unterschiedliche Erreger von Atemwegserkrankungen so weiterentwickelt, dass sie Gene des neuen Corona-Virus erkennen. Der resultierende Schnelltest besteht aus Einmal-Kartuschen mit Reagenzien inklusive eines Trägermediums von Hahnemühle und einem Analysegerät, in dem Proben in der Kartusche vervielfältigt und dann auf die unterschiedlichen Erreger analysiert werden.

„Viele Herstellen fahren die Produktion ihrer Herstell-Kapazitäten für alle Tests hoch und fragen Komponenten bei uns in entsprechend größeren Mengen nach“, sagt Jan Wölfle, Geschäftsführer der Hahnemühle-Fineart-Gruppe. „Parallel entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden dringend benötigte, innovative Lösungen für Testkits oder Schutzausrüstungen. Bis Ende des Jahres erweitern wir unsere monatlichen Kapazitäten, um z.B. bis zu 20 Millionen Covid-19 Tests pro Monat auszustatten.“ Die Mitarbeiter in Produktion und Verarbeitung sind dazu in streng abgeschirmtem 3-Schichtsystem tätig. Der Vertrieb arbeitet mit optimierter Besetzung in den Büros und Homeoffice.

Huber – Temperiertechnik hilft bei Forschung zu Corona

Temperiergeräte wie die von Huber finden in vielen Laboren Einsatz, die derzeit an Impfstoffen oder neuen Testverfahren für das neuartige Coronavirus forschen.
Temperiergeräte wie die von Huber finden in vielen Laboren Einsatz, die derzeit an Impfstoffen oder neuen Testverfahren für das neuartige Coronavirus forschen.
(Bild: Huber)

Temperiertechnik von Huber wird beispielsweise für die Herstellung von Chemikalien für Coronavirus-Tests eingesetzt. Zudem werden Reaktionsgefäße temperiert, in denen vielleicht schon bald erste Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 produziert werden können. Bei der Produktion von medizintechnischen Geräten und Schutzausrüstung kommt Temperiertechnik ebenfalls zum Einsatz, z.B. für Material- und Funktionstests und zur Qualitätssicherung. Auch im Bereich der Labordiagnostik sind Produkte von Huber gefragt, Dort kühlen sie Analysegeräte und sorgen für genaue Temperaturen bei der Züchtung von Kulturen sowie bei der Aufbereitung und Lagerung von Laborproben.

„Mit unserem Produktportfolio für Forschung und Pharmaproduktion sind wir ein Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands. Viele unserer Kunden arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung von neuen Medikamenten, Testverfahren und Impfstoffen gegen das Coronavirus. Unsere Temperiergeräte leisten dabei einen wichtigen Beitrag in den Forschungslaboratorien und Produktionsanlagen von Chemie, Pharma und Medizintechnik“, sagt Daniel Huber, Vorstandvorsitzender der Peter Huber Kältemaschinenbau AG.

Um Wissenschaft und Forschung im Kampf gegen die Corona-Pandemie bestmöglich zu unterstützen, räumt Huber derzeit Anfragen und Bestellungen aus diesem Bereich höchste Priorität ein, heißt es in einer Pressemeldung vom 9. April.

Integra – Pipettierroboter und -protokoll für Testlabore

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 konfrontiert Labore, die Patientenproben testen, mit einer noch nie dagewesenen Nachfrage an Tests. Um das Personal bei deren Bewältigung zu unterstützen, gibt es diverses Laborequipment, was die Arbeit erleichtern und beschleunigen kann. So zeigt Integra in einem Erfahrungsbericht von Vertriebspartnern in Australien auf, wie der Assit-Plus-Pipettierroboter bei der Testung auf SARS-CoV-2 helfen kann.

Der Pipettierroboter von Integra kann den Durchsatz von Corona-Tests erhöhen.
Der Pipettierroboter von Integra kann den Durchsatz von Corona-Tests erhöhen.
(Bild: Integra)

Es wurde ein automatisches Pipettierprotokoll entwickelt und validiert, mit dem Proben in 384-Well-Platten mit geringem Volumen für die anschließende Verarbeitung auf einem schnellen, plattenbasierten Echtzeit-PCR-Amplifikations- und Detektionsinstrument mit hohem Durchsatz vorbereitet werden können. In Kombination mit der Voyager-Pipette von Integra soll zudem das Reaktionsvolumen auf 10 µl reduziert worden sein: 7,5 µl One-Step RT-PCR-Mastermischung und 2,5 µl Nukleinsäure-Template. Diese Miniaturisierung verdoppelte dem Unternehmen zufolge die verfügbare Testkapazität und reduzierte gleichzeitig den Verbrauch der teuren One-Step RT-PCR-Reagenzien, deren Verfügbarkeit aufgrund der hohen Nachfrage zunehmend schwindet.

Das neu entwickelte Pipettierprotokoll soll zusammen mit dem Pipettierroboter für eine effizientere Testung auf das neuartige Coronavirus sorgen.

Merck – Desinfektionsmittelspende

Mit einer Spende von 50.000 Liter Desinfektionsmittel und von 40.000 Schutzmasken hilft Merck in Damrstadt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Mit einer Spende von 50.000 Liter Desinfektionsmittel und von 40.000 Schutzmasken hilft Merck in Damrstadt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
(Bild: Merck)

Weltweit gibt es derzeit Lieferengpässe bei der Versorgung mit Desinfektionsmittel und FFP2-Masken. In Darmstadt hat Merck nun mit einer Spende von 50.000 Liter Desinfektionsmittel und 40.000 FFP2-Atemschutzmasken geholfen. „Wir sind seit über 350 Jahren ein Teil von Darmstadt. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir die Stadt auch in der aktuellen Covid-19-Krise nach Kräften unterstützen“, sagt Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck. Neben den gespendeten Hygieneprodukten forsche man bei Merck auch intensiv an Lösungen, um Viren zu erkennen und Impfstoffe und Therapien zu entwickeln. „Zudem liefern wir auch weiterhin Medikamente für diejenigen, die zu den am stärksten Gefährdeten in dieser Pandemie zählen – Patienten mit schweren Erkrankungen“, ergänzt Beckmann.

Im Merck Innovationscenter in Darmstadt fertigt das Unternehmen zudem derzeit täglich 200 Gesichts-Schutzschilde im 3D-Druckverfahren, die an medizinische Einrichtungen in Deutschland und Italien gespendet werden. Normalerweise werden die 3D-Drucker benutzt, um Prototypen für neue Produkte herzustellen.

Merck hat in Darmstadt und am Produktionsstandort in Wiesbaden bereits vor einigen Wochen begonnen, selbst Desinfektionsmittel herzustellen – ein Teil dieser Produktion wird nun der Stadt gespendet. 150.000 weitere Liter gingen bereits zuvor an das Land Hessen.

Memmert – Sterilisatoren für Schutzmasken

In der aktuellen Pandemiekrise ist ein Mangel an Schutzmasken entstanden. Memmert unterstützt Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Sterilisatoren, um diesem Versorgungsengpass entgegen zu wirken. Auch für die Wiederverwendung von Schutzmasken stellt das Unternehmen Hilfe bereit: in Form von Trockenschränken.

Sterilisator SF110plus mit Schutzmasken
Sterilisator SF110plus mit Schutzmasken
(Bild: Memmert)

Gemäß der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, dürfen medizinische Schutzmasken mittels Dekontamination wieder aufbereitet werden. Jeder Wiederaufbereitungsprozess ist ein komplexer Vorgang, der nur als sicher gilt, wenn bestimmte Prozessbedingungen genau und spezifisch eingehalten werden. Dazu gehören die eingestellte Temperatur und die Verteilung der Wärme über einen bestimmten Zeitraum. Die Bundesministerien für Arbeit und Soziales und für Gesundheit empfehlen dafür eine trockene Hitze bei 65°C bis 70 °C für 30 Minuten.

Memmert Sterilisatoren sind laut Unternehmensangaben darauf spezialisiert, sowohl diese Zeitvorgabe, als auch sie eingestellte Temperatur entsprechend sicherzustellen. Auch die Gleichverteilung der Temperatur im Innenraum soll durch die Rundumbeheizung jederzeit gewährleistet sein. Bis zu drei Mal dürfen Schutzmasken durch Reinigung und Trocknung wiederverwendet werden, was dem derzeitigen Versorgungsengpass entgegenwirken kann.

Miltenyi Biotec – Peptid-Pools zur Impfstoffforschung

Wirksame Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus zu finden ist derzeit eine der wichtigsten Aufgaben in vielen Laboren. Ein wichtiger Aspekt dabei ist es, die Reaktion von Immunzellen, so genannten T-Zellen, zu untersuchen. Dazu hat Miltenyi Biotec drei neue SARS-CoV-2 spezifische PepTivator Peptide Pools auf den Markt gebracht.

„Als Antwort auf die sich abzeichnende Krise haben wir schnell, aber nicht ohne die notwendige Sorgfalt, die Entwicklung dieser Peptid-Pools vorangetrieben. SARS-CoV-2 PepTivator Peptide Pools decken die Sequenzen von drei wichtigen Proteinen des Virus ab,“ erklärt Dr. Olaf Brauns, Gruppenleiter in der Forschungsabteilung für Peptide bei Miltenyi Biotec.

Mithilfe dieser Peptid-Pools lassen sich SARS-CoV-2 spezifische T-Zellen stimulieren und die antigenspezifischen T-Zellen identifizieren und isolieren. Dies sind zentrale Schritte auf dem Weg zu einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus.

Die Peptid-Pools decken jeweils ein bestimmtes SARS-CoV-2-Protein ab. Das sind zum einen das Nukleokapsidphosphoprotein, welches u.a. für die Verpackung des Genoms und die Virusreplikation verantwortlich ist sowie das Membranglykoprotein, welches die virale Morphologie und das Freisetzen neuer Viruspartikel beeinflusst. Zum anderen ist dies das Oberflächenglykoprotein, bzw. Spike Protein, welches als vielversprechender Ansatz für einen Impfstoff gesehen wird (vgl. den Abschnitt zur Impfstoffforschung am DPZ im Beitrag „Deutsche Forscher im Rennen um Corona-Impfung“).

Die Peptide können sowohl an MHC-I- als auch MHC-II-Komplexe binden und ermöglichen so die antigenspezifische Stimulierung von sowohl CD4+ als auch CD8+ T-Zellen, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle SARS-CoV-2 PepTivator Peptide Pools sind im Research Grade in zwei Produktgrößen erhältlich: 6 nmol und 60 nmol pro Peptid pro Vial. Diese Mengen sollen für die Stimulierung von bis zu 108 bzw. 109 Zellen ausreichen.

Trenzyme - Virusproteine zu Forschungszwecken

Bei der Schnelltestentwicklung auf das neuartige Coronavirus untersuchen Wissenschaftler u.a. spezielle Proteine von der Virusoberfläche. Solche Oberflächenproteine stellt Trenzyme im Labor her.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Trenzyme
Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Trenzyme
(Bild: trenzyme GmbH)

Seit Anfang April beliefert das Unternehmen zahlreiche Forscher aus dem In- und Ausland mit Oberflächenproteinen des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2. „Wir gehören zu den ersten, die dieses Protein biotechnologisch im großen Maßstab produzieren. Die Nachfrage ist riesig“, schildert Dr. Reinhold Horlacher, Gründer und Geschäftsführer von Trenzyme. Die hergestellten SARS-CoV-2 Proteine werden beispielsweise für die Assay- und Medikamentenentwicklung benötigt, um eine schnelle und zuverlässige Diagnostik von Covid-19 zu entwickeln und die Tests später in der nötigen Stückzahl produzieren zu können.

Neben der Verwendung für die Entwicklung von Covid-19 Schnelltests, können die SARS-CoV-2-Proteine auch zur Herstellung von diagnostischen Antikörpern oder bei der Suche nach therapeutischen Wirkstoffen gegen die Atemwegserkrankung eingesetzt werden.

Um die Forschung und Entwicklung im Kampf gegen das Coronavirus weiter zu unterstützen, arbeitet das wissenschaftliche Team von Trenzyme laut einer Pressemeldung an der Herstellung einer Produktionszelllinie für die Impfstoffentwicklung.

Pöppelmann FAMAC – Bauteile für Corona-Tests

Kunststoffverarbeiter Pöppelmann steigert im Mai die Kapazitäten zur Produktion von hochkomplexen Bauteilen für weltweit nachgefragte Corona-Testkits. Diese werden z.B. vom Hersteller Qiagen gebraucht, der als weltweit agierendes und börsennotiertes Biotechnologieunternehmen zu den führenden Herstellern von Corona-Testkits gehört. Mit Ausbruch der Pandemie hat der Konzern seine Produktionskapazitäten vervielfacht – und erhöht sie weiter: Bis Ende Juni will das Unternehmen mit operativem Hauptsitz in Hilden bei Düsseldorf die Produktion von Test-Zubehör zur DNA- und RNA-Extraktion für über zehn Millionen Patiententests pro Monat steigern. Bis Oktober folgt eine weitere Kapazitätssteigerung der Test-Kits – und zwar für monatlich 20 Millionen Patiententests.

Reinraum des Kunststoffverarbeiters Pöppelmann
Reinraum des Kunststoffverarbeiters Pöppelmann
(Bild: Pöppelmann GmbH & Co. KG)

Eine der insgesamt vier Divisionen des Kunststoffverarbeiters Pöppelmann ist FAMAC. Im Werk 3 direkt an der A1 in Lohne entwickelt und produziert Pöppelmann in diesem Geschäftsbereich technische Funktionsteile für die Bereiche Medizintechnik und Pharmaindustrie sowie Verpackungen für die Lebensmittel- und Kosmetikbranche.

Die hochkomplexen Bauteile für die Corona-Tests stellt Pöppelmann im Reinraum her: Dabei handelt es sich um absolut staub- und keimfreie Produktionsbereiche, in denen höchste hygienische Anforderungen erfüllt werden müssen. Wer hier arbeitet, darf seinen Arbeitsplatz nur nach dem Passieren einer Hygieneschleuse und in Schutzkleidung betreten.

Promega – Testplattform

Innerhalb von rund einem Monat hat Promega eine neue Testplattform zur Detektion von SARS-CoV-2 auf den Markt gebracht. Der Logix Smart Covid-19 Test beruht auf der so genannten Co-Primer Technologie, mit der sich die Virus-RNA spezifisch nachweisen lässt. Das PCR-Testkit ist eine Weiterentwicklung des Promega PCR Optimization Kit, welche das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Co-Diagnostics realisiert und laut eigenen Angaben gezielt auf den Corona-Nachweis abgestimmt hat.

Das PCR Optimization Kit von Promega
Das PCR Optimization Kit von Promega
(Bild: Promega)

Damit stellt Promega ein weiteres Instrument zur Eindämmung der Coronapandemie zur Verfügung. Auch Kits zur Aufreinigung von Proben oder der Extraktion von Virus-RNA bietet das Biotech-Unternehmen an. Mit entsprechenden Extraktionsprotokollen und den zugehörigen Reagenzien stellt es Equipment und Know-How zur Verfügung, um das Coronavirus schnell zu erforschen und besser zu verstehen.

Qiagen – Testkit

Am 19. März 2020 veröffentlichte Qiagen eine neue Testlösung zum Nachweis von SARS-CoV-2. Diese hatte zuvor eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte erhalten. Mit dem neu entwickelten Qiastat-Dx Respiratory SARS-CoV-2-Panel-Test steht somit ein weiteres Werkzeug in der Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung.

In einer Pressemeldung verspricht das Unternehmen schnelle Resultate in Verdachtsfällen. Dort heißt es: „Als erste in Deutschland zugelassene syndromische Testlösung für Covid-19 kann der Qiastat-Dx-Test das Coronavirus SARS-CoV-2 von 21 anderen schweren Atemwegsinfektionen bei Patienten mit ähnlichen Symptomen in einem einzigen Testlauf von lediglich etwa einer Stunde unterscheiden.“

Anhand von Nasen-Rachen-Abstrichen soll das Verfahren den Covid-19-Erreger über zwei bestimmte Gene nachweisen. Qiagen hat nach eigenen Angaben die Produktion seiner Testkits drastisch erhöht, um dem wachsenden Bedarf nachzukommen. „Unsere Qiagen-Teams haben schnell auf die Ausbreitung der Covid-19-Krankheit reagiert, indem sie eine 24/7-Produktion von Testkomponenten eingeführt, Personal aufgestockt und in die Erweiterung der Produktionskapazität investiert haben“, sagt Thierry Bernard, Interim-CEO und Senior Vice President, Leiter des Geschäftsbereichs Molekulardiagnostik bei Qiagen. „Zusätzlich zu QIAstat-Dx liefern wir RNA-Extraktions-Kits unter den Marken QIAamp und EZ1, die in den aktuellen Testleitlinien weltweit empfohlen werden, sowie zahlreiche Komponenten und Instrumente zur Bekämpfung dieser Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit.“

Ritter Medical – Filterspitzen für PCR-Kits

Mit einer breit aufgestellten Auswahl von Filterspitzen verschiedenster Volumina bietet Ritter Medical das nötige Verbrauchsmaterial, damit in Laboren die zahlreichen Anfragen für Coronatests schnellstmöglich bearbeitet werden können. Viele der benötigten Materialien seien bei anderen Herstellern zwischenzeitlich nicht oder nur schlecht lieferbar, wie Key Account Manager Andreas Rauch sagt. Ritter Medical kann hier aushelfen und die benötigten Kunststoff-Consumables zur Diagnostik bereitstellen. Die Pipettenspitzen gibt es u.a. für Hamilton-, Qiagility- und Roche-Magna-Pure-Geräte, wie sie auch zur automatisierten Analyse auf den COVID-19-Erreger zum Einsatz kommen.

Roche – Coronatest

Ebenfalls schnelle Gewissheit, ob ein Patient mit dem neuartigen Coronavirus infiziert ist, soll das Cobas-System von Roche bieten. Dabei wird wie bei vergleichbaren Coronatests ein naso- oder oropharyngealer Abstrich entnommen und dann auf den vollautomatischen Roche-Systemen Cobas 6800 oder Cobas 8800 analysiert. Laut einer Pressemeldung lassen sich so an nur einem Tag über 4000 Nachweise pro Testsystem durchführen:

  • Cobas 6800 System: 384 Ergebnisse in acht Stunden / 1440 Ergebnisse in 24 Stunden (über-Nacht-Lauf)
  • Cobas 8800 System: 1056 Ergebnisse in von acht Stunden / 4128 Ergebnisse in von 24 Stunden (über-Nacht-Lauf)

Die Roche-Systeme Cobas 6800 (l.) und Cobas 8800 können bei der Testung von Patientenproben auf das neuartige Coronavirus helfen.
Die Roche-Systeme Cobas 6800 (l.) und Cobas 8800 können bei der Testung von Patientenproben auf das neuartige Coronavirus helfen.
(Bild: Roche)

Wie die meisten derzeit genutzten Testverfahren beruht auch der Cobas SARS-CoV-2 Test auf der Real-time-PCR Technologie, mit der spezifische RNA des Coronavirus nachgewiesen werden kann. Die Qualität der Analyse wird durch positive und negative Kontrollen überwacht, die parallel zu den Patientenproben in jedem Analyselauf mitgeführt werden. Ein Amp-Erase-Enzym soll Verfälschungen durch etwaige Kontaminationen vorbeugen.

Während ein positives Testergebnis auf eine akute Infektion des Patienten hindeutet, betont Roche, dass ein Negativ-Ergebnis eine Infektion trotzdem nicht ausschließen kann. Es muss daher stets im Einzelfall über die Anamnese und geschultes medizinisches Personal über die weiteren notwendigen Maßnahmen bei einem bestehenden Corona-Verdacht entschieden werden.

Thermo Fisher Scientific – Sequenzierungs-Kit

Im Kampf gegen das Coronavirus spielen auch die Produkte von Thermo Fisher Scientific eine wichtige Rolle. So bietet das Unternehmen etwa Sequenzierungs-Kits wie das Big Dye Direct Cycle Sequencing Kit an, mit deren Hilfe sich das neuartige Coronavirus identifizieren lässt. Dies erfolgt z.B. über die so genannte Sanger-Sequenzierung. Dabei wird das genetische Material des Virus zunächst vervielfältigt und dann in Form zufällig generierter Bruchstücke mittels Gelelektrophorese analysiert. Dank solcher „Next Generation Sequencing“-Methoden können Forscher eine Gendatenbank aufbauen und die verschiedenen Mutationen des Virus studieren.

Mit neu entwickelten Real-Time PCR-Kits bietet Thermo Fisher zudem die notwendigen Testlösungen auf SARS-CoV-2, etwa das TaqMan SARS-CoV-2 Assay Kit für Hochdurchsatzanalysen.

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