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Wissenschaft für die chemische Industrie Projektzusammenschluss für die chemische Prozessanalytik

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Chemische Prozesse zuverlässig analysieren, genau verstehen und zielgerichtet verbessern: Forschungseinrichtungen und Industriebetriebe schließen sich im Comet- Projekt „Impacts“ zusammen. Eröffnet wird das Projekt am 13. Oktober.

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Wissenschaftliche Erkenntnisse für bessere industrielle Produktion - das Comet-Projekt Impacts startet.
Wissenschaftliche Erkenntnisse für bessere industrielle Produktion - das Comet-Projekt Impacts startet.
(Bild: TU Wien )

Wien/Österreich – Egal ob man Medikamente, Erdölprodukte oder Bier herstellt: Bei chemischen und biotechnologischen Prozessen in der Industrie, will man jederzeit möglichst genau wissen, was in den Reaktoren vor sich geht. Den Prozess zu unterbrechen, eine Probe zu nehmen und sie im Labor zu analysieren ist in vielen Fällen viel zu umständlich.

Die österreichische Wissenschaft und Industrie ist sehr erfolgreich im Entwickeln neuer Analysemethoden, mit denen sich chemische Prozesse direkt beobachten und verbessern lassen. Nun wird das K-Projekt „Impacts“ gestartet, bei dem elf Unternehmenspartner und neun wissenschaftliche Forschungsgruppen im Bereich der chemischen Prozessanalytik zusammenarbeiten, gefördert durch das Comet-Programm der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Drei der neuwissenschaftlichen Partner kommen von der TU Wien. Der offizielle Startschuss für das Projekt Impacts fällt am 13. Oktober 2014 an der JKU Linz.

Chemische Reaktionen in Echtzeit beobachten

„In der chemischen Prozessanalytik geht es nicht nur um Genauigkeit, sondern vor allem auch um Schnelligkeit“, sagt Robert Holzer, Konsortialführer des Projekts. „Wenn man Stunden nachdem man eine Probe genommen hat, das Ergebnis bekommt, und dann feststellen muss, dass die Produktion des halben Tages unbrauchbar ist, dann ist es zu spät.“

Schon im Projekt PAC (Process Analytical Chemistry) schlossen sich Firmen und akademische Institutionen vier Jahre lang zusammen. Im Nachfolgeprojekt „Impacts“ ("Industrial Methods for Process Analytical Chemistry - From Measurement Technologies to Information Systems") soll die erfolgreiche Arbeit nun ausgeweitet und vertieft werden.

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