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Innovationen in der Chemie- und Pharmabranche Provadis gründet Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Provadis Hochschule mit Sitz im Industriepark Höchst bündelt ihre Projektgruppen auf den Themenfeldern Klima, Nachhaltigkeit, Energie und Industrie 4.0 im neuen „Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit“ (ZIN). Die Mitarbeiter widmen sich dort zentralen Fragen aus der Chemie- und Pharmabranche mit wissenschaftlichen Methoden.

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(Bild: Provadis Partner für Bildung und Beratung)

Frankfurt – „Unsere zentrale Forschungsfrage lautet: Wie begegnet die Industrie den Herausforderungen Nachhaltigkeit und Digitalisierung“, sagt Prof. Hannes Utikal, der das Zentrum an der Provadis Hochschule leitet. „Wir untersuchen konkrete Umsetzungsbeispiele aus der Chemie- und Pharmabranche und kooperieren mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand“, erläutert Utikal.

„Unternehmen sind ausdrücklich eingeladen, auch eigene Themen an das ZIN heranzutragen, damit diese dort zu Innovationen vorangetrieben werden können“, so Utikal. Gegenwärtig arbeiten zehn wissenschaftliche Mitarbeiter in den Projektgruppen, die sich mit dem Verhältnis von Chemie zu Umwelt, Mensch und Gesellschaft befassen. Insbesondere geht es darum, wie Veränderungsprozesse in der Chemieindustrie gestaltet werden können.

Chemie-Management unter der Lupe

Die akademische Aufarbeitung von Managementfragen in der Chemieindustrie bildet die wichtigste Säule im „Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit“. „Andere Branchen wie die Automobil- oder Elektroindustrie sind weitaus stärker akademisch und empirisch durchdrungen“, erläutert Hannes Utikal. Doch gerade das Management in der Chemiebranche weist typische Herausforderungen auf, die das unternehmerische Denken und Handeln bestimmen. Eine wissenschaftliche Untersuchung dieser Herausforderungen fördere Lösungsansätze, um die Chemieindustrie auch weiterhin als innovative Branche zu etablieren, die als Antreiber von zentralen Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung wahrgenommen wird.

Verschiedene Initiativen unter dem Dach des ZIN

Unter dem Dach des ZIN sind das Climate-KIC-Netzwerk, das „Rhein-Main-Cluster Chemie & Pharma“, die Veranstaltungsreihe „Industrie 2030“ und die Mitherausgeberschaft des „Journal of Business Chemistry“ zusammengefasst.

Das ZIN koordiniert das „Climate-KIC-Netzwerk“ (Knowledge & Innovation Community) in der Region Hessen. Das Climate-KIC ist die größte europäische Innovationsinitiative für klimafreundliche Technologien und geht auf ein Programm der Europäischen Union zurück. 200 europäische Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft entwickeln gemeinsam Innovationen für den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels.

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