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HPV-Tests Qiagen schließt Partnerschaft für HPV-Tests in China

Redakteur: Doris Popp

Qiagen gab heute den Abschluss einer Marketing-Partnerschaft mit dem chinesischen Labornetzwerk Kingmed Diagnostics bekannt. Die Kooperation soll den Zugang zu Qiagens HPV-Test in China verbessern.

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(Logo: Qiagen)
(Logo: Qiagen)

Shanghai und Guangzhou/VR China, Hilden – In China werden jedes Jahr 80 000 bis 100 000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs und 30 000 bis 50 000 Todesfälle registriert. Gebärmutterhalskrebs wird durch Hochrisiko-Typen des humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Das größte unabhängige Labornetzwerk in China, Kingmed Diagnostics, wird im Rahmen der Vereinbarung als ein Zentrallabor fungieren, an das kleinere Krankenhäuser sowie Kliniken in dünn besiedelten Gebieten Probenmaterial ihrer Patientinnen zur Untersuchung mit dem HPV-Test von Qiagen einschicken können. Die Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein beim Ausbau von Qiagens Aktivitäten in der Molekularen Diagnostik in China sowie der Expansion in wachstumsstarke Regionen. Der HPV-Test „digene“ von Qiagen wurde im Jahr 2000 in China zugelassen und ist in vielen Kliniken und privaten Labors verfügbar.

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Qiagen, einem internationalen Branchenführer“, erklärte Liang Yaoming, Vorstandsvorsitzender von Kingmed Diagnostics. „Unser landesweites Netzwerk, unsere Expertise und Erfolgsbilanz machen uns zum idealen Partner für Qiagen beim Ausbau seiner Reichweite in China.“ Qiagen erwartet durch die Zusammenarbeit, den Zugang zu seinem HPV-Test in chinesischen Metropolen der zweiten und dritten Reihe sowie in weniger entwickelten Regionen zu verbessern. Denn gerade dort ist die Belastung durch Gebärmutterhalskrebs am höchsten. „Durch die Kooperation mit Kingmed Diagnostics können wir unsere lebensrettende HPV-Screening-Technologie mehr Frauen anbieten, und zwar gerade in Regionen, in denen sie am meisten gebraucht wird“, so Dr. Victor Shi, President Asia Pacific bei Qiagen. „Qiagen und Kingmed Diagnostics blicken auf eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit zurück. Wir freuen uns darauf, unsere Partnerschaft mit dem führenden Netzwerk klinischer Labors in China nun signifikant zu vertiefen und für mehr Frauen den Schutz vor Gebärmutterhalskrebs zu verbessern.“

Die Ankündigung fällt zeitlich mit dem Weltfrauentag am 8. März zusammen. Zu diesem Anlass ermöglicht Qiagen zum fünften Mal in Folge mit einer Spende seiner HPV-Tests das Screening mehrerer Tausend benachteiligter Frauen in ganz China. Diese Initiative ist Teil des größeren „3.8 Programms“, einer landesweiten Kampagne zur Krebsvorsorge, die von der Cancer Foundation of China organisiert und unter anderem auch von Qiagen gesponsert wird. In den letzten vier Jahren wurden im Rahmen dieser Initiative bereits etwa 16 000 Frauen mit Qiagens digene HPV-Test untersucht. Hierbei wurden über 200 Frauen mit einem Erkrankungsrisiko für Gebärmutterhalskrebs identifiziert, die unbehandelt dieser Krankheit zum Opfer hätten fallen können.

Gebärmutterhalskrebs wird jährlich bei rund 500 000 Frauen weltweit diagnostiziert und fordert etwa 275 000 Todesopfer. Damit ist es nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Schätzungen zufolge durchlaufen etwa 80 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion. In den meisten Fällen klingt die Infektion wieder ab oder wird vom Körper unterdrückt, ohne weitere Probleme zu verursachen. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nur bei chronischen Infektionen. Werden diese nicht frühzeitig erkannt und behandelt, können sie zu Zellveränderungen und schließlich zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs führen. Das Screening auf HPV als primäre Ursache dieser Krankheit bei Frauen im Alter von 30 Jahren oder älter erlaubt Ärzten die Identifizierung von Patientinnen, bei denen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

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