Suchen

Studiert – und was nun?!

Quo vadis – Karrierewege in den Life Sciences

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Im Dienste der Qualität

Ein Bereich, der in Pharma wie Life Sciences immer wichtiger wird, ist die Qualitätskontrolle und das Qualitätsmanagement. „In gewisser Weise finden sich dort sehr „undankbare“ Jobs, da es nicht auffällt, wenn man gute Arbeit leistet“, sagt Ludwig M., Manager im Bereich Quality and Regulatory Affairs. Der Qualitätsmanager steht immer nur dann im Mittelpunkt, wenn es Probleme gibt. Ludwig liebt aber die Komplexität seiner Arbeit und die Verantwortung, die er trägt. Seine wissenschaftliche Ausbildung ist essentiell für seinen Job.

Ergänzendes zum Thema
Kurz-Lebenslauf von Ludwig M.
  • Physiklaborant (3 Jahre)
  • Studium Chemie-Ingenieur
  • Produktspezialist (6 Jahre)
  • Regulatory und Quality Affairs Spezialist (3 Jahre)
  • Manager Complaint Handling (1 Jahr)
  • Direktor Quality und RegAffairs (3 Jahre)
  • Senior Qualitätsmanager (1 Jahr)
  • Head Quality Assurance (1 Jahr)
  • Manager Quality Compliance

Darüber hinaus braucht er aber auch eine ausgeprägte Fähigkeit zum Netzwerken zu den vielen Schnittstellen im Unternehmen wie Vertrieb, Marketing, Entwicklung etc. Ein hohes Maß an Diplomatie ist gefragt, da er im Zweifelsfall von den Kollegen – ohne direkte disziplinarische Weisungsbefugnis – Ergebnisverbesserungen einfordern kann.

Stefan P. sieht das Qualitätsmanagement als den idealen Einstieg in ein Unternehmen, da man dort am besten versteht, wie ein Unternehmen „tickt“. Man erhält Einblick in alle Unternehmensbereiche und bekommt überall mit, was wie funktioniert und warum – oder eben auch nicht. „In dieser Funktion kann und muss man Dinge wirklich verändern und verbessern“. Dazu braucht man neben Mut und Selbstbewusstsein v.a. die Fähigkeit, zu begeistern und den Willen, Dinge notfalls bis ins Letzte zu verstehen.

Ergänzendes zum Thema
Kurz-Lebenslauf von Stefan P.
  • Chemiestudium
  • Promotion
  • Qualitätsmanagement (1 Jahr)
  • Leitender Qualitätsmanager (3 Jahre)
  • Kaufmännischer Leiter GMP und Leiter Prozessmanagement (4 Jahre)
  • Geschäftsführer

Als Geschäftsführer eines Dienstleistungsunternehmens helfen ihm diese Fähigkeiten heute beim Treffen wichtiger Entscheidungen. Seine breite Schulung im Qualitätsmanagement und das Business-Verständnis, das er sich dort angeeignet hat, sieht er als Grundlage seines Erfolges.

Fokus sichere Medikamente

Gewissenhaftigkeit und genaue Beobachtungsgabe sind auch im Bereich Arzneimittelsicherheit essentiell. Frank B. ist dafür verantwortlich, dass Nebenwirkungen von bereits zugelassenen Medikamenten gesammelt und dokumentiert werden, dass Sicherheitsberichte zum Nutzen-Risiko-Profil geschrieben und Nebenwirkungen aus klinischen Studien ausgewertet werden. Diese Mischung aus Wissenschaft und Kontakt mit Ärzten, Apotheken und Patienten ist es, was den Arzt an seiner Arbeit begeistert.

Nach einigen Jahren Tätigkeit bei einem großen Pharmakonzern hat sich Frank als Berater selbstständig gemacht und unterstützt auf Projektbasis verschiedene Firmen, die sich keine eigene Arzneimittelsicherheit leisten können oder wollen. Die Selbstständigkeit birgt zwar eine gewisse Unsicherheit, aber auch eine große Freiheit, die Frank sehr schätzt.

Ergänzendes zum Thema
Kurz-Lebenslauf von Frank B.
  • Medizinstudium
  • Promotion
  • Facharzt (5 Jahre)
  • Angestellter am Klinikum (4 Jahre)
  • Manager Arzneimittelsicherheit (12 Jahre)
  • Freiberuflicher Med. Berater

„Wir sind die Leute, die dafür sorgen, dass das Medikament auch tatsächlich beim Kunden ankommt – in der richtigen Qualität, der richtigen Menge, und zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Robert L. Er ist Produktionsleiter bei einem großen Pharmakonzern und schätzt an seiner Arbeit v.a. die große Spannbreite an Themen: technische Fragen, interdisziplinäres Projektmanagement, strategische Entscheidungen. Dafür braucht er v.a. gute people skills, die Fähigkeit, sich schnell in technische Themen einzuarbeiten und ein gutes Maß an Verständnis für Wirtschaftlichkeit.

„Mit der entsprechenden Unterstützung von Vorgesetzten kann man vieles davon „on the job“ lernen und muss nicht unbedingt einen MBA machen. Wichtig sei dabei, dass man selbstverantwortlich agiere und nicht darauf warte, dass andere einen entwickeln. Eine gute Firma biete ein entsprechendes Umfeld mit Möglichkeiten an, aber den Weg müsse man als Mitarbeiter schon selber gehen, sagt Robert.

Ergänzendes zum Thema
Kurz-Lebenslauf von Robert L.
  • Chemiestudium
  • Promotion
  • Post Doc (5 Jahre)
  • Uni-Gruppenleiter C1 (2 Jahre)
  • Manager Produktion & Logistik (3 Jahre)
  • Versch. Leitungsfunktionen in
  • der Produktion (16 Jahre)

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46075217)