Worldwide China

Besorgniserregende Stoffe

Reach: 10 neue gefährliche Substanzen erweitern die Liste

| Redakteur: Margit Kuther

Reach: Gesundheitsschutz ist das Kernanliegen der Verordnung
Reach: Gesundheitsschutz ist das Kernanliegen der Verordnung (Bild: reach-compliance.ch)

Die Europäische Chemikalienagentur hat zehn weitere Substanzen auf die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe gesetzt. Hersteller und Verarbeiter der Substanzen sind zur Informationsweitergabe verpflichtet.

Die Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe enthält nunmehr 191 Substanzen, informiert der Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDi). Neu dazugekommen sind D4 / Octamethylcyclotetrasiloxane (EC-Nr. 209-136-7), D5 / Decamethylcyclopentasiloxane (EC-Nr. 208-764-9) und D6 / Dodecamethylcyclohexasiloxan (EC-Nr. 208-762-8).

Für alle drei gilt gleichermaßen:

Toxische (PBT) und vPvB (sehr persistent und sehr bioakkumulierbar) Eigenschaften, enthalten in Reinigungs- und Waschmitteln

Blei – EC Nr. 231-100-4: Fortpflanzungsgefährdend; findet Einsatz in Metallen, Schweiß- und Lötprodukten, zur Metalloberflächenbehandlung und in Polymeren.

Dinatriumoctaborat – EC Nr. 234-541-0: Fortpflanzungsgefährdend; ist in Frostschutzmitteln, Wärmeträgerflüssigkeiten, Schmierstoffen und Fetten sowie in Reinigungs- und Waschmitteln enthalten.

Benzo[ghi]perylen – EC Nr. 205-883-8: Toxisch (PBT) und vPvB-Eigenschaften; ist normal unter Reach nicht registriert, kommt als Bestandteil oder Unreinheit in anderen Substanzen vor.

Hydriertes Terphenyl – EC Nr. 262-967-7: vPvB-Eigenschaften; findet Einsatz als Plastikzusatz, Lösungsmittel, in Beschichtungen, in der Kleb-und Dichttechnik und in Wärmeträgerflüssigkeiten.

Ethylendiamin (EDA) – EC Nr. 203-468-6: Atemwegssensibilisierende Eigenschaften; Einsatzbereiche sind u.a. Kleb- und Dichttechnik, Beschichtungsprodukten, Füllern, in Kitten, pH-Regulatoren und Wasserbehandlungsprodukten.

TMA (Benzene-1,2,4-tricarboxylic-1,2-anhydride) – EC Nr. 209-008-0: Atemwegssensibilisierende Eigenschaften; kommt in der Produktion von Polymeren und Plastikprodukten vor.

DCHP (Dicyclohexyl phthalate) – EC Nr. 201-545-9: Fortpflanzungsgefährdende und endokrin wirkende Eigenschaften; findet Einsatz u.a. in der Produktion von Plastisol, PVC, Plastikprodukten.

Zwar besteht mit der Aufnahme in die Kandidatenliste noch keine Zulassungspflicht für die betroffenen Hersteller und/oder Importeure, dennoch verweist der FBDi ausdrücklich auf sofortige Verpflichtungen für Unternehmen in Verbindung mit den in der Kandidatenliste aufgeführten Stoffe:

Hersteller und Verarbeiter der Substanzen sind – sofern mehr als 0,1 Gewichtprozent eines SVHCs in den Teilerzeugnissen enthalten ist – dazu verpflichtet, über das Vorhandensein eines SVHCs unaufgefordert in der Lieferkette zu informieren.

Basierend auf dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom September 2015 gilt der Grenzwert von 0,1 Masseprozent schon für Erzeugnisse, die Teil eines anderen Erzeugnisses sind – d.h. als Erzeugnis gilt jede einzelne Komponente eines Produkts und nicht nur das Endprodukt.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke Elektronikpraxis.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45405150 / Wissenschaft & Forschung)