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Registrierungen

REACH-Umsetzung erlaubt keine Pause

| Redakteur: Doris Popp

Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist der Mittelstand in der Chemie auch in der dritten REACH-Phase besonders gefordert.
Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist der Mittelstand in der Chemie auch in der dritten REACH-Phase besonders gefordert. (Logo: VCI)

Ende Mai 2013 ging die zweite Registrierungsphase für Stoffe mit Herstellungs- und Importmengen von 100 bis 1000 Tonnen pro Jahr der Chemikalienverordnung REACH zu Ende. Chemiebetriebe müssen nun zügig die Arbeit für die Registrierungen der dritten Phase starten.

Frankfurt a.M. – Denn bis zum 31. Mai 2018 müssen Stoffe mit jährlichen Herstellungs- und Importmengen von 1 bis 100 Tonnen registriert werden. Der Mittelstand ist hier besonders stark gefordert, da die Registrierungskosten bei Chemikalien mit kleinen Herstellungsmengen im Verhältnis zum Umsatz relativ hoch sind.

Mit rund 93 Prozent zählen die weitaus meisten der über 2000 Chemiebetriebe hierzulande zum Mittelstand. Für die weitere REACH-Umsetzung fordert Dr. Gerd Romanowski, VCI-Geschäftsführer für Wissenschaft, Technik und Umwelt, daher mehr Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Er knüpft dabei an eine Warnung der EU-Kommission an, dass die REACH-Folgen für KMU abgemildert werden müssten. Zum gleichen Ergebnis ist eine Untersuchung des Nationalen Normenkontrollrats (NKR) in Deutschland gekommen. Romanowski sagt: „Die Chemie-Mittelständler benötigen direkte Ansprechpartner bei der Chemikalienagentur ECHA. Außerdem sind vereinfachte, auf das kleinere Mengenband zugeschnittene Informationen und Einreichungsmöglichkeiten nötig – zum Beispiel in Form einer Online-Registrierung.“

Ein weiterer schwieriger Punkt ist laut Romanowski die Kommunikation in der Produktkette mit dem erweiterten Sicherheitsdatenblatt. In mehreren von der EU-ommission in Auftrag gegebenen Studien habe sich gezeigt, dass diese Sicherheitsdatenblätter als zu umfangreich und zu unverständlich betrachtet werden – sowohl von deren Erstellern als auch von Anwendern. „Industrie und Behörden sollten gemeinsam das weitere Vorgehen abstimmen. Es muss primär darum gehen, das Vorgehen beim Sicherheitsdatenblatt zu vereinfachen und zu harmonisieren, um es auch für KMU handhabbar zu machen“, so der VCI-Geschäftsführer.

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