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Auszeichnung Reutlinger Wissenschaftlerin erhält den Titel „Top 40 unter 40“

| Redakteur: Doris Popp

Am 21. November 2018 hat das Wirtschaftsmagazin „Capital“ die 40 außergewöhnlichsten Talente unter 40 Jahren aus Wissenschaft und Gesellschaft ausgezeichnet. Den Titel „Top 40 unter 40“ erhielt in diesem Jahr auch Dr. Svenja Hinderer vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) an der Universität Tübingen.

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Dr. Svenja Hinderer wurde von der Zeitschrift Capital mit dem Titel „Top 40 unter 40“ ausgezeichnet.
Dr. Svenja Hinderer wurde von der Zeitschrift Capital mit dem Titel „Top 40 unter 40“ ausgezeichnet.
(Bild: NMI)

Tübingen – Damit würdigte die Jury die Forschung der jungen Wissenschaftlerin bereits zum zweiten Mal in Folge. Am Reutlinger Forschungsinstitut NMI arbeitet die Chemikerin an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften. Dort entwickelt sie faserförmige 3D-Träger für die Biomedizin.

Für die Auszeichnung „Top 40 unter 40“ ermittelt Capital jedes Jahr junge Spitzenkräfte, die bereits maßgeblich an der Entwicklung des Landes und der Gestaltung der künftigen Gesellschaft beteiligt sind. Neben Talenten aus Wissenschaft und Gesellschaft prämiert die Jury jeweils 40 Manager, Unternehmer und Politiker. Im Rahmen des „Junge-Elite-Gipfels“ wurden alle Preisträger in Berlin gekürt.

NMI-Forscherin: Biomaterialien erweitern Möglichkeiten in der Medizin

Zum zweiten Mal gehört die Reutlinger Wissenschaftlerin Dr. Svenja Hinderer zu den Auserwählten der „jungen Elite“. Die studierte Chemikerin forscht seit Mitte April 2018 am NMI im Bereich Funktionelle Oberflächen und Biomaterialien. Als Leiterin der Arbeitsgruppe „Biomaterials Engineering“ entwickelt sie mithilfe einer Methode zur Herstellung hauchdünner Fasern, dem so genannten Elektrospinnen, faserförmige 3D-Träger. Diese sind in Implantaten, in-vitro-Testsystemen oder Systemen zur Wirkstofffreisetzung einsetzbar.

Mit der Arbeitsgruppe an der Schnittstelle von Medizin-, Bio- und Materialtechnik schafft das NMI neue Forschungsmöglichkeiten für die Regenerative Medizin, einem Feld der Biomedizin, das auf der Heilung von Krankheiten durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe basiert. „Funktionale Biomaterialien spielen in der modernen Medizin eine immer wichtigere Rolle. Sie bieten neue Therapiemöglichkeiten und erhöhen die Heilungschancen vieler Patienten. Es ehrt mich deshalb besonders, als Forscherin erneut zu den führenden Talenten der deutschen Wissenschaft zu zählen“, sagt Dr. Svenja Hinderer.

In ihren Forschungsarbeiten verwendet Hinderer dünne Fasern, aus welchen biokompatible Trägersubstrate für menschliche Zellen hergestellt werden. Eingesetzt in den Körper lockt das polymere Material körpereigene Zellen an, die das Potenzial haben Wachstum zu induzieren. Das würde den regelmäßigen Tausch von Herzklappen und dem Patienten zahlreiche Operationen ersparen.

„Top 40 unter 40“ – Auszeichnung mit Renommee

Für die Entscheidung über die Sieger des jährlich vergebenen Titels „Top 40 unter 40“ befragt die Capital-Redaktion Manager, Politiker, Headhunter, Berater und die Gewinner der Vorjahre. Die 160 ausgezeichneten Talente des Jahres gehören künftig dem Netzwerk der „Jungen Elite“ an, das laut Verlagsangaben rund 800 Alumni umfasst. Sowohl Preisträger als auch Alumni haben beim Gipfeltreffen die Möglichkeit, sich über Workshops, Vorträge und Diskussionen zu informieren und zu vernetzen. Die komplette Liste der Preisträger veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin in der Ausgabe vom 22. November 2018.

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