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Nanomaterialien Richtiger Umgang mit Nanomaterialien

| Redakteur: Olaf Spörkel

Im Rahmen eines internationalen Workshops wurde in Frankfurt am 20. Oktober 2008 der richtige Umgang mit Nanomaterialien diskutiert.

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Auch Bayer setzt auf Nanotechnologie. Mit fluoreszierenden Pulvern (Nanophosphore) sollen medizinische Diagnosen sicherer werden.
Auch Bayer setzt auf Nanotechnologie. Mit fluoreszierenden Pulvern (Nanophosphore) sollen medizinische Diagnosen sicherer werden.
( Bild: Bayer MaterialScience )

Frankfurt am Main – Mit Unterstützung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) richtete der Arbeitskreis Industriell hergestellte Nanomaterialien (Working Party on Manufactured Nanomaterials, WPMN) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gemeinsam mit dem Business and Industry Advisory Committee to the OECD (BIAC) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) einen internationalen Workshop zum Thema Nanomaterialien aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Gesundheit des Menschen, und damit die Abschätzung der Exposition durch Nanomaterialien und Möglichkeiten der Expositionsminderung bei der Fertigung und Verarbeitung von Nanomaterialien.

Wissen über Nanomaterialien bündeln

In seiner Begrüßung verdeutlichte VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann die Notwendigkeit des internationalen wissenschaftlichen Dialogs. „Die Grundlage für den Dialog haben wir mit den VCI-Leitlinien zum verantwortlichen Umgang mit Nanopartikeln im Arbeitsschutz und zur Informationsweitergabe in der Lieferkette gelegt.“ Damit jetzt weltweit abgestimmte und gültige technische Regeln und Testsysteme für Nanomaterialien entwickelt werden, plädierte Tillmann dafür, die Arbeit der OECD zur Risikobewertung von Nanomaterialien zu intensivieren. So könnte das weltweit vorhandene Wissen gebündelt und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden.

Am wissenschaftlichen Dialog beteiligten sich über 60 Vertreter aus Europa, Nordamerika und Asien. Neben Akteuren aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz nahmen auch Vertreter der Sozialpartner, aus wissenschaftlichen Einrichtungen und aus Nichtregierungsorganisationen am Workshop teil.

In insgesamt fünf Sessions beleuchteten die Experten den Stand von Wissenschaft und Technik bei der Messung und Expositionsabschätzung der extrem kleinen Teilchen. Dabei wurde deutlich, dass noch nicht alle Fragen bezüglich der Belastungen am Arbeitsplatz bei Herstellung und Verwendung von Nanomaterialien beantwortet sind. Um mögliche Wirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermeiden, stellte der Workshop Maßnahmen der Expositionsminderung vor. Zugleich gingen Referenten auf die Möglichkeiten der Gefährdungsbeurteilung ein und zeigten Wege auf, mit denen Grenzwerte für Nanomaterialien ermittelt werden können. Insgesamt beurteilten die Teilnehmer den Workshop laut VCI als wichtigen Schritt, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Umgang mit Nanomaterialien zu verbessern.

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