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Auf Wachstumskurs Roche investiert auch 2016 kräftig in Deutschland

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Motor beim Pharma-Riesen Roche brummt! Dank innovativer Medikamente konnte der Konzern allein sein Pharmageschäft im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 1.726 Millionen Euro steigern, während der Markt „nur“ um 5 Prozent zulegen konnte. Auch für 2016 stehen die Signale auf Wachstum, was sich u.a. in kräftigen Investitionsvorhaben zeigt.

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Gutes Ergebnis für Roche in Deutschland: Dr. Thomas Schinecker, Dr. Ursula Redeker, Dr. Hagen Pfundner und Dr. Oliver Haferbeck zogen Bilanz (v.l.n.r).
Gutes Ergebnis für Roche in Deutschland: Dr. Thomas Schinecker, Dr. Ursula Redeker, Dr. Hagen Pfundner und Dr. Oliver Haferbeck zogen Bilanz (v.l.n.r).
(Bild: Roche)

Basel – „Unser Wachstum beruht auf der gestiegenen Nachfrage insbesondere nach unseren neuen Medikamenten in der Onkologie und gegen Atemwegserkrankungen sowie gegen Rheumatoide Arthritis. Das starke Wachstum dieser Geschäftsfelder konnte die Erosion durch Patentabläufe in anderen Segmenten mehr als wettmachen“, sagt Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma.

Hauptgeschäftsfeld bleibt die Onkologie mit einem Umsatzanteil von ca. 80 Prozent (+6 Prozent), gefolgt von der Rheumatologie mit 12 Prozent (+12 Prozent). Mit seinem zukunftsfähigen Portfolio hält Roche nach wie vor die führende Marktposition im Krankenhausgeschäft (Marktanteil: 17,2 Prozent) und im Geschäftsfeld Onkologie (Marktanteil: 32,6 Prozent).

Erfreuliche Fortschritte konnten auch in der Produktentwicklung erzielt werden: 2015 erhielt Roche für drei Medikamente wichtige Marktzulassungen in Europa. Außerdem wurden positive Ergebnisse von klinischen Studien in den Bereichen Hämatologie, Krebsimmuntherapie und Multiple Sklerose (MS) präsentiert.

Auch Roche Diagnostics hat das Jahr 2015 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen: mit einem Wachstum von 12,2 Prozent und einem Gesamtumsatz von 558 Millionen Euro. Mit 28 Prozent (ein Plus von 0,9 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich) behauptet der Marktführer seine Position im IVD (In-Vitro-Diagnostika)-Markt.

Last not least wächst auch die Roche Diabetes Care Deutschland. Mit einem Plus von 2,3 Prozent beläuft sich der Gesamtumsatz auf 313 Millionen Euro. Der Marktanteil liegt bei 37,4 %. Das Unternehmen wächst damit ebenfalls stärker als der Markt und baut seine Marktführerschaft aus. „Wir haben unsere gesetzten Ziele erreicht und damit ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, fasst Dr. Oliver Haferbeck, Geschäftsführer der Roche Diabetes Care Deutschland, zusammen.

Verkäufe in den Konzern weiter gesteigert

Die Verkäufe in den Konzern haben 2015 um 1,3 Prozent auf 3.208 Millionen Euro zugenommen und unterstreichen die wichtige Rolle von Deutschland im Roche-Konzern. An den Standorten in Mannheim und Penzberg werden Pharma-Produkte (monoklonale Antikörper, Enzyme, Proteine und Hormone) und Diagnostika (Gerinnungsdiagnostik, Messsysteme für Diabetiker, Immundiagnostik, Geräte für Labordiagnostik) für den Weltmarkt entwickelt und hergestellt. „Wie bereits in den vergangenen Jahren war der Geschäftsbereich Professional Diagnostics mit den Bereichen Immundiagnostik, Klinische Chemie und Blutgerinnungsüberwachung ein wichtiger Wachstumsträger. Insbesondere unsere immundiagnostischen Elecsys-Tests, die in Penzberg und Mannheim entwickelt und produziert werden, spielen dabei eine herausragende Rolle“, erklärt Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics.

Kontinuierliche Investitionen stärken Wirtschaftsstandort

Im Jahr 2015 wurden 570 Millionen Euro in den Neu- und Ausbau von Produktionsgebäuden sowie in Infrastrukturmaßnahmen an den Standorten Mannheim und Penzberg investiert, um die weltweite Nachfrage bedienen zu können. Zu den wichtigen neu bewilligten Investitionen für das laufende Jahr 2016 gehören ein Bürokomplex in Mannheim (36 Millionen Euro), ein Labor- und Ausbildungsgebäude in Penzberg (119 Millionen Euro) und ein Diagnostik-Produktionsgebäude in Penzberg (51 Millionen Euro).

„Die Kompetenz unserer Mitarbeitenden und die Breite des Aufgabenspektrums von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zu Logistik und Vertrieb zeichnen uns besonders aus. Damit haben wir mit den Standorten Mannheim und Penzberg ein Alleinstellungsmerkmal im Konzern“, betont Redeker abschließend.

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