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Übernahme Roche übernimmt Molekulardiagnostik-Unternehmen

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Roche hat die Übernahme des amerikanischen Unternehmens Iquum bekannt gegeben. Für den Kauf des Point-of-care-Spezialisten bezahlt das Schweizer Pharmaunternehmen umgerechnet rund 200 Millionen Euro. Dieser Preis kann durch Meilensteinzahlungen noch auf insgesamt 328 Millionen Euro in den kommenden Jahren steigen.

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„Patienten profitieren von genauen Diagnosen vor Ort, mit denen die Ärzte schnelle, faktenbasierte Entscheidungen in ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen treffen können“, erklärte Roland Diggelmann, COO von Roche Diagnostics.
„Patienten profitieren von genauen Diagnosen vor Ort, mit denen die Ärzte schnelle, faktenbasierte Entscheidungen in ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen treffen können“, erklärte Roland Diggelmann, COO von Roche Diagnostics.
(Bild: Roche)

Basel/Schweiz – Roche hat am 7. April das amerikanische Unternehmen Iquum übernommen. Iquum ist ein Unternehmen in Privateigentum, das sich auf die Entwicklung von Point-of-Care-Produkten in der Molekulardiagnostik konzentriert.

Durch diese Übernahme erlangt Roche Zugang zu dem IQuum-System Laboratory-in-a-tube, mit dem Mediziner nach minimaler Schulung schnelle molekulardiagnostische Tests vor Ort beim Patienten durchführen können. Der Liat-Analyzer und der Liat Influenza A/B Assay, der erste verfügbare Test für dieses System, liefern zuverlässige und genaue Ergebnisse in Laborqualität. Sie tragen das CE-Kennzeichen und haben eine FDA-Zulassung.

Molekulardiagnostische Tests in Laborqualitiät

„Durch IQuum stärken wir unser Portfolio in der Molekulardiagnostik mit modernsten Technologien und Produkten im POC-Segment. Die Patienten profitieren von genauen Diagnosen vor Ort, mit denen die Ärzte schnelle, faktenbasierte Entscheidungen in ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen treffen können“, erklärte Roland Diggelmann, COO von Roche Diagnostics. „Wir heißen die Mitarbeitenden von Iquum willkommen. Sie werden sich weiterhin auf die Entwicklung und Herstellung des Liat Analyzers und der Assays konzentrieren.“

„Wir freuen uns, dass wir als Teil des Teams von Roche Molecular Diagnostics die Entwicklung innovativer Lösungen für die Molekulardiagnostik fortsetzen können“, sagte Shuqi Chen, CEO und Gründer von Iquum. „Roche ist das ideale Unternehmen, um die vielversprechenden Ansätze unserer molekulardiagnostischen POC-Technologie in der Praxis zu etablieren. Wir setzen uns weiterhin für den Erfolg der Mitarbeitenden, Produkte und Pipeline von Iquum ein.“

Gemäss den Vertragsbedingungen wird Roche den Anteilseignern von Iquum umgerechnet rund 200 Millionen Euro im Voraus und bis zu umgerechnet rund 127 Mio. Euro in Abhängigkeit von produktbezogenen Meilensteinen zahlen. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen. Nach Abschluss der Transaktion wird Iquum in Roche Molecular Diagnostics integriert.

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