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Marktwachstum

Roche wächst schneller als der Markt

17.04.2009 | Redakteur: Olaf Spörkel

„Mit einem Wachstum von acht Prozent haben sich die Verkäufe der Roche Gruppe in den ersten drei Monaten sehr erfreulich entwickelt. Beide Divisionen wuchsen weiterhin deutlich schneller als ihre jeweiligen Märkte, sodass wir zuversichtlich sind, im laufenden Jahr unsere Ziele zu erreichen“, sagte Roche-CEO Severin Schwan zum Geschäftsgang im ersten Quartal 2009.
„Mit einem Wachstum von acht Prozent haben sich die Verkäufe der Roche Gruppe in den ersten drei Monaten sehr erfreulich entwickelt. Beide Divisionen wuchsen weiterhin deutlich schneller als ihre jeweiligen Märkte, sodass wir zuversichtlich sind, im laufenden Jahr unsere Ziele zu erreichen“, sagte Roche-CEO Severin Schwan zum Geschäftsgang im ersten Quartal 2009.

Die Roche-Gruppe erzielte im ersten Quartal 2009 einen Umsatz in Höhe von 11,6 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme von acht Prozent in lokalen Währungen.

Basel/Schweiz – Anhaltend starke Verkäufe bei Schlüsselmedikamenten in den Bereichen Onkologie, Virologie, Ophthalmologie und Entzündungskrankheiten sowie der Immunoassay-Systeme von Roche Diagnostics trugen nach eigenen Angaben maßgeblich zum Wachstum bei, das sich mit acht Prozent schneller als die jeweiligen Märkte entwickelt hat.

Division Pharma wächst dank Schlüsselprodukte

Die Verkäufe der Division Pharma stiegen im ersten Quartal 2009 um acht Prozent in lokalen Währungen (8 % in Franken; 0 % in Dollar) auf 9,2 Milliarden Franken und wuchsen rund doppelt so schnell wie der Weltmarkt (4.4 %). Hauptwachstumsträger waren laut Roche Avastin, Herceptin, Tamiflu, MabThera/Rituxan und Lucentis. Nach der im Januar 2009 in der Europäischen Union erfolgten Zulassung von Actemra/RoActemra (Tocilizumab), eines Präparats für die Behandlung von rheumatoider Arthritis, ist die Resonanz bei den Ärzten in den ersten Märkten sehr positiv. Von der Einführung von MabThera in Europa zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie sowie dem weiter steigenden Einsatz in der Erhaltungstherapie des Non-Hodgkin-Lymphoms und in der rheumatoiden Arthritis werden zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet.

Im Februar erhielt Roche von der EU die Zulassung zur Anwendung von MabThera in Kombination mit Chemotherapie bei Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), der im Erwachsenenalter häufigsten Leukämieform. Gestützt auf die Ergebnisse der Studie REACH beantragte Roche im Januar die Zulassung von MabThera für die Behandlung von Patienten mit wiederauftretender oder therapieresistenter CLL.

Im März befürwortete ein Beratungsausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA einstimmig den Einsatz von Avastin beim vorbehandelten (wiederauftretenden) Glioblastom, der aggressivsten Form des Hirntumors. Eine Entscheidung der FDA über eine beschleunigte Zulassung in dieser neuen Indikation wird für Mai erwartet.

Per 31. März 2009 umfasste die Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline der Division Pharma (Phase I bis III/Registrierung) nach eigenen Angaben 59 neue pharmazeutische Wirkstoffe und 59 zusätzliche Indikationen.

Division Diagnostics führt neun Produkte ein

Die Division Diagnostics von Roche erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 2,4 Milliarden Franken. Das entspricht einem Wachstum von acht Prozent in lokalen Währungen (3 % in Franken, -4 % in Dollar). Dieser Zuwachs liegt über dem auf fünf Prozent geschätzten Wachstum des IVD-Markts. Die Division brachte neun wichtige IVD-Produkte in Europa auf den Markt und lancierte Ergänzungen zum DNA-Sequenzierungs- und Zellanalyse-Portfolio.

Roche Professional Diagnostics steigerte die Verkäufe um acht Prozent auf 1086 Millionen Franken. Das Immunoassay-Geschäft wies einen Anstieg von 18 Prozent auf und gewann weitere Marktanteile hinzu. Neue Platzierungen von Analysegeräten der Systemfamilie cobas 6000 sowie Ergänzungen bei Immunassays wie der Elecsys Anti-CCP Assay zur Diagnose der rheumatoiden Arthritis waren Wachstumsträger. Im Geschäftssegment der dezentralen Lösungen wuchsen die Verkäufe um vier Prozent angetrieben von der starken Nachfrage nach tragbaren Analysegeräten wie den CoaguChek Systemen zu Gerinnungskontrolle. In der EU sowie in anderen Märkten, die die CE-Zertifizierung anerkennen, lancierte der Geschäftsbereich einen Test auf den Herzmarker Troponin T, einen Test auf den Entzündungsmarker Interleukin 6 sowie Assays für die Marker PLGF und sFlt1, die gemeinsam den ersten In-Vitro-Test zur Diagnose von Präeklampsie bilden.

Die Umsätze des Geschäftsbereichs Molecular Diagnostics stiegen um sieben Prozent auf 294 Millionen Franken. Als Wachstumstreiber erwiesen sich automatisierte Echtzeit-PCR-Plattformen. Die Verkäufe im Segment Blut-Screening wuchsen um zwölf Prozent. Insgesamt stiegen die Verkäufe von Virologieprodukten um fünf Prozent. Nach der im März erfolgten CE-Zertifizierung brachte der Geschäftsbereich den LightCycler MRSA Advanced Test zum verbesserten Nachweis des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus im April auf den Markt in Europa. Im Bereich Onkologie ist der von Roche seit Dezember 2008 vertriebene TheraScreen K-RAS Test jetzt für den Einsatz auf dem LightCycler 480 II validiert.

Der Geschäftsbereich Applied Science steigerte seine Verkäufe um sechs Prozent auf 196 Millionen Franken. Die Verkäufe der DNA-Sequenzierungsprodukte und Microarrays verzeichneten ein zweistelliges Wachstum. Systeme für die Probenvorbereitung sowie für die quantitative Echtzeit-PCR-Analyse erreichten ein Wachstum von vier Prozent.

Die Gesamtverkäufe des Geschäftsbereichs Tissue Diagnostics beliefen sich im ersten Quartal auf 106 Millionen Franken, ein Anstieg um 55 Prozent verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode, in der aufgrund des Zeitpunkts der Übernahme von Ventana nur die Verkäufe von zwei Monaten konsolidiert wurden. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Verkäufe um 14 Prozent. Hauptwachstumsträger war das Geschäft im Bereich Advanced Staining (Immunhistochemie und In-Situ-Hybridisierung), in dem ein zweistelliges Verkaufswachstum erzielt wurde.

 

Genentech-Transaktion

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