Suchen

Mikroventil

Ruhe bitte: Leises Mikroventil verbessert Arbeitsatmosphäre

| Autor/ Redakteur: Patrick Mohs* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Lärm kann zur Belastung werden. Insbesondere dann, wenn er an Orten auftritt, an denen eine hohe Konzentration gefragt ist wie beispielsweise am Arbeitsplatz. Aber auch in Laboreinrichtungen kann ein fortlaufendes Klackgeräusch eines Analysegeräts kräftezehrend sein. Ein neues extrem leises Ventil schafft hier Abhilfe.

Firmen zum Thema

Abb.1: Das Whispervalve eignet sich ideal für den Einbau in Analysen-Automaten, wo Dosierfunktionen auf engem Raum untergebracht werden müssen.
Abb.1: Das Whispervalve eignet sich ideal für den Einbau in Analysen-Automaten, wo Dosierfunktionen auf engem Raum untergebracht werden müssen.
(Bild: Romaset, shutterstock.com)

Nicht nur in der verarbeitenden Industrie und im Bauwesen stellt die Lärmbelastung ein Problem für die Beschäftigten dar. Auch im Labor gibt es Einrichtungen, die durch eine permanente Geräuchentwicklung – wie etwa das Schalten eines Ventils – vor allem das konzentrierte Arbeiten erschweren. Das Mikroventil Whispervalve Typ 6712 erzeugt mit 36 db einen Geräuchlevel, der vom menschlichen Gehör nicht mehr wahrgenommen werden kann und ermöglicht so ein entspannteres Arbeiten.

Es eignet sich durch seine kompakte Größe und exzellente Spülbarkeit besonders für Anwendungen in Laborumgebungen. Typische Beispiele hierfür können die Analyse von Blut oder Urin sein. Das ideale Spülverhalten des Ventils wird durch ein minimales Innenvolumen erreicht, welches einschließlich des Ventil­flansches bei nur 5 µl liegt. Ein Wert, der deutlich geringer ausfällt als bei vergleichbaren Ventilen des Wettbewerbs. Was bei kleineren Ventilen aufgrund der schlechten Spülbarkeit oft ein Problem ist, nämlich die Akkumulation von Luftblasen, hat Bürkert bei diesem Bauteil wirksam minimiert. Bei 1 bar Druckdifferenz beträgt die längste Verweildauer einer Flüssigkeit 5 ms.

Neben einer hohen Dosiergenauigkeit sind in diagnostischen und anderen Anwendungen immer genauere Durchsatzmengen gewünscht. Für Hersteller von Fluidregelungskomponenten bedeutet das eine Erhöhung der Kraftdichten der Aktorik, damit auch kleinere Ventile noch hohe Drücke schalten können. Im Vergleich zu ähnlich großen Ventilen fällt der Arbeitsbereich des Drucks mit 3 bar (0,3 MPa) schaltend und 8 bar (0,8 MPa) während des Spülvorgangs bei geöffnetem Ventil sehr hoch aus.

Forderung: Dosiergenauigkeit und Medientrennung

Die Anforderungen an Mikroventile zur Fluidregelung von kleinen Mengen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von größeren Ausführungen: Dichtheit, Medientrennung, Schaltgeschwindigkeit und Lebensdauer sind die Merkmale, auf die es ankommt. Gerade bei kleinen Mengen ist auch die Forderung nach exakten Durchflusswerten essenziell. Durch eine Verbindung von Dosiergenauigkeit und Medientrennung wird das Mikroventil von Bürkert dieser Anforderung gerecht. Aufgrund der kompakten Bauweise und der besonders leisen Schaltung des Ventils, ergibt sich die Möglichkeit, Analysen direkt am Patienten durchzuführen. Dadurch kann eine besonders hohe Messgenauigkeit garantiert werden, die andere Verfahren, aufgrund einer oftmals gegebenen Distanz, nicht erreichen. Die Aktorik ist von der fluidführenden Struktur getrennt. Die Dosierkammer lässt sich einfach wechseln und kann für Einweg-Anwendungen aus preisgünstigen Werkstoffen gefertigt und auch sterilisiert werden.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43671680)