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Geschäftszahlen 1. Halbjahr 2016 Sartorius wächst weiter deutlich zweistellig

| Redakteur: Doris Popp

Sartorius hat das erste Halbjahr 2016 mit deutlich zweistelligem Wachstum bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen.

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Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG
Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG
(Bild: Frank Stefan Kimmel/Sartorius)

Göttingen – „Wir haben uns in beiden Sparten und allen Regionen sehr gut entwickelt“, sagte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg, der die Gesamtjahresziele mit Vorlage der Halbjahresergebnisse anhob. „Insbesondere die Sparte Bioprocess Solutions konnte ihr dynamisches Wachstum fortsetzen und auch die Aussichten für das zweite Halbjahr und darüber hinaus sind sehr positiv.“ Mit Verweis auf die drei Ende Juni bzw. Anfang Juli erworbenen Start-up-Unternehmen IntelliCyt, ViroCyt und kSep sagte Kreuzburg: „Durch die jüngsten Zukäufe haben wir insbesondere in der Laborsparte unsere Angebotspalette für Kunden aus der biopharmazeutischen Industrie und der akademischen Forschung um sehr innovative Bausteine erweitert. Alle drei Akquisitionen bringen hohes Wachstumspotenzial mit.“

Auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des ersten Halbjahres hatten die Zukäufe noch keinen Einfluss.

Geschäftsentwicklung im Sartorius-Konzern

Im ersten Halbjahr 2016 steigerte Sartorius seinen Umsatz wechselkursbereinigt um 18,7% von 535,3 Mio. Euro auf 625,4 Mio. Euro (nominal 16,8%). Der Umsatz erhöhte sich in allen Geschäftsregionen, erneut angeführt von Amerika mit einem Plus von 24,7% auf 212,3 Mio. Euro. In den Regionen EMEA und Asien/Pazifik baute Sartorius sein Geschäft um 18,7% auf 288,1 Mio. Euro beziehungsweise um 10,0% auf 125,1 Mio. Euro aus (alle regionalen Wachstumsraten wechselkursbereinigt).

Noch deutlicher als beim Umsatz fiel das Plus beim Gewinn aus: Der operative Ertrag (underlying EBITDA) stieg im ersten Halbjahr erneut überproportional um 26,6% auf 153,4 Mio. Euro. Die entsprechende Marge erreichte 24,5% nach 22,6% im Vorjahreszeitraum. Der maßgebliche Konzernnettogewinn erhöhte sich um 30,4% von 47,8 Mio. Euro auf 62,4 Mio. Euro; der entsprechende Gewinn je Stammaktie stieg auf 0,91 Euro (Vorperiode 0,70 Euro) bzw. je Vorzugsaktie auf 0,92 Euro (Vorperiode 0,71 Euro).

Zentrale Bilanz- und Finanzkennziffern des Unternehmens lagen nach Abschluss der ersten sechs Monate weiterhin auf sehr gutem Niveau. So betrug die Eigenkapitalquote 39,1% nach 44,9% zum Jahresende 2015 und der dynamische Verschuldungsgrad 1,6 (31.12.2015: 1,3).

Die Veränderungen sind vor allem auf die Ende Juni 2016 vollzogene Akquisition von IntelliCyt zurückzuführen. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums investiert Sartorius derzeit überdurchschnittlich in den Ausbau seiner Kapazitäten. Entsprechend lag die Investitionsquote nach sechs Monaten bei 11,5%.

Prognose für das Gesamtjahr erhöht

Auf Grundlage der sehr guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2016, des starken Auftragseingangs der Sparte Bioprocess Solutions sowie der jüngsten Akquisitionen erhöhte die Unternehmensleitung ihre Prognose für das Gesamtjahr. Auf Basis konstanter Wechselkurse soll der Umsatz des Konzerns im Gesamtjahr nunmehr um etwa 15% bis 18% steigen. Nach der bisherigen Prognose wurde ohne die Akquisitionen von IntelliCyt, kSep und ViroCyt ein Wachstum von etwa 10% bis 14% erwartet. Die operative Ertrags-Marge soll im Vergleich zum Vorjahreswert von 23,6% auf etwa 25,0% zulegen (bisherige Prognose etwa +1 Prozentpunkt). Unverändert plant Sartorius die Höhe seiner Investitionen mit rund 10% vom Umsatz.

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