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Labor- und Pharmazulieferer Sartorius zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2013

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Der Sartorius-Konzern hat das Geschäftsjahr 2013 mit deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum abgeschlossen. Die Mitarbeiteranzahl stieg im vergangenen Jahr auf über 6000. Auch für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit deutlichem profitablem Wachstum.

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Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG
Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG
(Bild: Sartorius)

Göttingen – Der Sartorius-Konzern, ein international führender Labor- und Pharmazulieferer, hat das Geschäftsjahr 2013 mit deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum abgeschlossen. Auf der Bilanzpressekonferenz in Göttingen betonte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg, das Unternehmen habe nicht nur alle Finanzziele erreicht, sondern auch die Wachstumsinitiative „Sartorius 2020“ erfolgreich vorangetrieben: „In der Bioprozess-Sparte konnten wir unser Portfolio für den Wachstumsmarkt Biopharma durch Akquisitionen und eigene Produktentwicklung ausbauen. In der Laborsparte haben wir vielversprechende neue Produktlinien eingeführt und gleichzeitig einige nicht-strategische aus dem Programm genommen. Durch diese Angebotsstraffung schärfen wir unsere Marktpositionierung als Premiumanbieter für Laborkunden“.

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Auch für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit deutlichem profitablem Wachstum. So erwartet die Unternehmensführung einen Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt etwa 8% bis 10% und eine weitere Erhöhung der operativen Gewinnmarge. Aufgrund der guten Wachstumsperspektiven plant Sartorius zudem mit umfangreichen Investitionen in die Erweiterung seiner weltweiten Kapazitäten, wobei die Unternehmenszentrale in Göttingen einen Investitionsschwerpunkt darstellen wird. „In Göttingen starten wir ein mehrjähriges Investitionsprogramm zur Erweiterung unseres Headquarters. Wir wollen unsere beiden Werke an einem Standort zusammenzuführen und einen zentralen Sartorius Campus schaffen“. Unter anderem soll eine neue Instrumentenfertigung entstehen, Labore für die Entwicklung und Demonstration neuer Produkte sowie Bereiche für die interdisziplinäre Projektarbeit interner und externer Teams. „Wir expandieren kräftig und wollen gleichzeitig eine offene und dynamische Arbeitsatmosphäre für unsere internationalen Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner schaffen“, erklärte Kreuzburg. Die Rahmenplanung ist abgeschlossen, mit ersten Bauarbeiten wurde begonnen.

Dynamisches Wachstum von Umsatz und Auftragseingang

Sartorius erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz in Höhe von 887,3 Mio. Euro nach 845,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von wechselkursbereinigt (wb) 7,7% (nominal +4,9%). Ebenfalls deutlich fiel das Plus beim Auftragseingang aus. Dieser erhöhte sich um 8,0% (nominal +5,2%) auf 912,3 Mio. Euro.

Die Sparte Bioprocess Solutions, die für gut die Hälfte des Konzernumsatzes steht, knüpfte mit einem kräftigen Umsatzwachstum von 11,9% (nominal +9,2%) auf 517,8 Mio. Euro und einer Steigerung des Auftragseingangs um 17,4% (nominal +14,6%) auf 549,7 Mio. Euro an das erfolgreiche Vorjahr an. Dabei wurde die gute Entwicklung durch alle Produktbereiche getragen. Das im Dezember 2012 übernommene Zellkulturmediengeschäft trug rund zwei Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz der Sparte Lab Products & Services erhöhte sich um 2,4% (nominal -0,5%) auf 267,4 Mio. Euro. Ohne Bereinigungen des Produktportfolios um einige nicht-strategische Produktlinien wäre er um rund zwei Prozentpunkte höher ausgefallen. Dämpfenden Einfluss auf das Geschäft hatte ein zu Jahresbeginn schwaches Marktumfeld in Asien, das jedoch im Jahresverlauf wieder anzog. Der Auftragseingang lag bei 263,6 Mio. Euro nach 282,0 Mio. Euro im Vorjahr (wb -3,7%; nominal -6,5%), der Portfolioeffekt betrug dabei rund -3 Prozentpunkte.

Die kleinste Konzernsparte Industrial Weighing entwickelte sich nach einem ebenfalls schwierigen ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf positiv. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 2,4% (nominal -0,7%) auf 102,0 Mio. Euro. Der Auftragseingang lag mit 99,0 Mio. Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres (wb -3,1%, nominal -6,0%).

In der regionalen Betrachtung erzielte Sartorius mit einem Plus von 10,3% das höchste Umsatzwachstum in Asien. Angetrieben wurde das Geschäft in dieser Region vor allem durch die hohe Nachfrage nach Einwegprodukten und Equipment für die Biopharma-Produktion. Im europäischen Markt, der bei Sartorius rund die Hälfte des Geschäfts ausmacht, erhöhte sich der Umsatz um 8,5%. Hier konnten alle Sparten Zuwächse verbuchen. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums im Vorjahr entwickelte sich die Region Nordamerika mit einem Umsatzplus von 2,6% etwas moderater (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Konzerngewinn weiter gesteigert

Auch im Geschäftsjahr 2013 konnte Sartorius seine Profitabilität weiter erhöhen. So legte das operative EBITDA trotz negativer Wechselkurseinflüsse überproportional um 7,1% auf 172,6 Mio. Euro zu. Die entsprechende Marge stieg von 19,0% auf 19,5%.

Dabei erhöhte sich der Ergebnisbeitrag der Sparte Bioprocess Solutions vor allem bedingt durch Skaleneffekte um 15,6% auf 119,3 Mio. Euro (Vorjahr 103,2 Mio. Euro). Die entsprechende Marge kletterte von 21,8% auf 23,0%. Die Laborsparte verbuchte ein operatives EBITDA von 42,9 Mio. Euro (Vorjahr 45,9 Mio. Euro) und eine Marge von 16,0% (Vorjahr 17,1%). Das operative EBITDA der Sparte Industrial Weighing lag bei 10,4 Mio. Euro (Vorjahr 11,9 Mio. Euro); dies entspricht einer Marge von 10,1% (Vorjahr 11,6%).

Der maßgebliche Konzernnettogewinn lag mit 64,8 Mio. Euro um 2,8% über Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Stammaktie beläuft sich auf 3,79 Euro (Vorjahr 3,69 Euro) und je Vorzugsaktie auf 3,81 Euro (Vorjahr 3,71 Euro).

Der operative Cashflow verdoppelte sich 2013 nahezu mit 103,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreswert von 53,2 Mio. Euro. Der dynamische Verschuldungsgrad, das Verhältnis aus Nettoverschuldung und operativem EBITDA, lag bei 2,0 (Vorjahr 1,9) und damit trotz des Abschlusses zweier Akquisitionen weiterhin auf einem komfortablen Niveau. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 38,3% nach 37,8% im Vorjahr.

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