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Wachstumsverhalten von Stecklingen Schulforschungsprojekt zur Internationalen Raumstation gestartet

Redakteur: Doris Popp

Das erste Schulforschungsprojekt, das zeigen soll, ob Stecklinge in der Schwerelosigkeit Wurzeln bilden, ist am 19. Februar 2017 zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.

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David Geray, Maria Koch und Raphael Schilling vom Agrarwissenschaftlichen Gymnasium Edith-Stein-Schule in Ravensburg.
David Geray, Maria Koch und Raphael Schilling vom Agrarwissenschaftlichen Gymnasium Edith-Stein-Schule in Ravensburg.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen, Ravensburg – Am 19. Februar 2017 um 9.39 Uhr Ortszeit verließ das von Maria Koch, Raphael Schilling und David Geray – drei Schülern eines agrarwissenschaftlichen Gymnasiums in Ravensburg – entwickelte Experiment an Bord der SpaceX-Rakete das Kennedy Space Center in Florida. Bisherige Versuche befassten sich mit dem Wachstumsverhalten von Samen in der Schwerelosigkeit. Wenn Stecklinge zur Vermehrung von Pflanzen im Weltraum verwendet werden könnten, dann wäre das ein beachtlicher Fortschritt für die Bereitstellung von Nahrungsmitteln für lange Weltraummissionen wie die Reise zum Mars.

„Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, unser Experiment zur ISS zu schicken“, so Maria Koch. „Bis heute wurden die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Stecklinge noch nicht untersucht. Das ist ein einmaliges Erlebnis.“

Für das Experiment verwendete die Schülergruppe 15 mm große Stecklinge der Pflanze Ficus pumila (Kletterfeige). Sie erfüllt die strengen Anforderungen für eine Reise in den Weltraum: Sie ist klein genug für den limitierten Platz an Bord und resistent gegen die Temperaturschwankungen von 4 bis 28°C. Maria, Raphael und David steckten die Stecklinge in ein Nährmedium auf Agarbasis, das sich in einem Hightech-Experimentiercontainer namens AFEx Habitat befindet. Der Versuch wurde 36 Stunden vor dem Start der Rakete an das Einsatzteam der NASA übergeben. Nachdem der Versuch im Weltraum beendet ist, werden die Schüler auf der Erde ein Kontrollexperiment unter dem Einfluss der Schwerkraft durchführen.

Die Pflanzenschutz-Experten der BASF haben die jungen Wissenschaftler mit Fachwissen, Material und Ausrüstung unterstützt und sie wissenschaftlich beraten. Für die Entwicklung des Experiments absolvierten die Schüler ein Praktikum am BASF-Agrarzentrum in Limburgerhof, Deutschland. Da die Stecklinge im Weltraum extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt sein können, müssen sie vor Bakterien- und Pilzbefall geschützt werden. Um das zu gewährleisten lieferte die BASF sowohl Wissen als auch Produkte. Die Fungizide Xemium und Initium von BASF sorgen dafür, dass die Stecklinge auf ihrer Reise zur ISS und während der dortigen Forschungsarbeiten gesund bleiben.

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