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Studie

Schwächen bei der derzeitigen Messung von Insektizidbelastungen in Gewässern

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Effiziente Gegenmaßnahmen

Die Belastung von Gewässern ließe sich bereits mit einigen kostengünstigen und effizienten Maßnahmen reduzieren: Zum Beispiel müssten dazu die Randstreifen zwischen landwirtschaftlich genutzter Fläche und Gewässer verbreitert und effektiv gestaltet werden. Hecken am Feldrand würden die Sprühabdrift reduzieren. Zudem wären Rückhaltebecken mit Pflanzen einzurichten, die laut vorangegangenen Studien des Instituts für Umweltwissenschaften Landau für Pestizide eine Gewässerreinigungsleistung von mehr als 70 Prozent besitzen.

„Gerade die Landwirtschaft ist sich ihrer Abhängigkeit von natürlichen Produktionsfaktoren wie Boden und Wasser bewusst und möchte möglichst rückstandsfreie und gesunde Produkte produzieren“, so Ralf Schulz. „Zusätzlich könnte die Landwirtschaft durch diese Maßnahmen einen wesentlichen positiven Beitrag zum Natur- und Artenschutz in einer ,Kulturlandschaft der Zukunft’ leisten.“

Die Studie: „Probabilistic Risk Assessment of Insecticide Concentrations in Agricultural Surface Waters: A Critical Appraisal“, Sebastian Stehle, Anja Knäbel und Ralf Schulz. Die Studie wurde am 12. Dezember 2012 in der Fachzeitschrift „Environmental Monitoring and Assessment“ veröffentlicht (http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10661-012-3026-x).

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