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Wachstumsstrategien für die Chemie

Shift Happens! Wie die Chemie von morgen heute schon heranwächst

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„Change has changed“, so von Heimburg mit Blick auf das zunehmende Tempo, mit dem sich Rahmenbedingungen wandeln. Geschäftsmodelle müssen im Hinblick auf zu erwartende und denkbare Veränderungen weiterentwickelt werden, was auch neue Anforderungen an Organisationsstrukturen stellt.

Berufsfelder durch digitale Lösungen ersetzt

Unterhaltsam, humorvoll und tiefgründig zugleich war der Vortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck. Der Mathematiker, Autor, Satiriker und Zukunftsdenker stellte provokante Thesen auf, die zum Nachdenken anregten. „Industrie 4.0 finde in den Köpfen vieler Entscheider erst in 40 Jahren statt“, sagte Dueck.

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Aus seiner Sicht wird die Digitalisierung in absehbarer Zeit grundlegende Veränderungen für den Arbeitsmarkt mit sich bringen wird: „30 Prozent der Deutschen müssen sich in Zukunft einen neuen Job suchen. Das betrifft auch Ärzte und Apotheker.“ Aus seiner Sicht bestehe die grundlegende Herausforderung für die Unternehmen darin, den Wandel mitzugestalten, ohne den "genetischen Code" einer Firma dadurch aufs Spiel zu setzen.

Wachstum in der Unternehmenspraxis

Wie auch ein etabliertes Unternehmen erfolgreich und nachhaltig wachsen kann, erklärte Dr. Franz Josef Konert, Vorstandsvorsitzender von Gelita. „Die Fähigkeit einer Organisation zur permanenten Veränderung ist der einzig wirksame Schutz für eine Firma“, so Konert.

Der Erfolg des Gelatinespezialisten, dessen Wurzeln bis in das "Gründerzeitjahr" 1875 zurück reichen, sei kein Zufall. Er beruhe auf Effizienz- und Produktivitätssteigerungen, vor allem aber auch auf einer fundierten Wachstumsstrategie und einem fokussierten Innovationsprozess, flankiert durch gezielte Akquisitionen.

Zusammenarbeit mit Start-ups

Wachstum mit und durch Innovationen – das war das Thema des Impulsvortrags von Dr. Jürgen Stebani. Der CEO und Mitinhaber von Polymaterials sprach über die Rolle, die Start-ups im Innovationsprozess der Chemischen Industrie spielen sollten. Es gelte, disruptive Innovationen in Geschäftsmodelle umzuwandeln, wie dies durch Dienstleister im Bereich Forschung und Entwicklung in der Pharmaindustrie bereits geschehe. Dabei sein besonders in Sachen Zusammenarbeit zwischen großen Konzernen und kleinen Spezialisten noch deutlich Luft nach oben, gab der Start-Up-Gründer den anwesenden Managern mit auf den Weg.

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