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Sicherheitstechnisches Labor bei Bayer vervollständigt Aerosol-Test-Programm

| Redakteur: Doris Neukirchen

Der "Fass-Test" liefert Kenndaten für die Beurteilung des Gefährdungspotenzials eines Aerosols. (Bild: Bayer Technology Services)
Der "Fass-Test" liefert Kenndaten für die Beurteilung des Gefährdungspotenzials eines Aerosols. (Bild: Bayer Technology Services)

Die Experten von Bayer Technology Services im Department "Process and Plant Safety" haben das Leistungsspektrum des sicherheitstechnischen Laboratoriums um den so genannten „Fass-Test“ erweitert.

Diese Untersuchung dient zur Beurteilung der Entzündlichkeit von Aerosolen in engen oder geschlossenen Räumen. Dabei wird unter festgelegten Bedingungen der Inhalt einer Spraydose in ein liegendes Fass gesprüht, das eine brennende Kerze enthält. Sobald sich das Gemisch im Fass entzündet, öffnet sich der Deckel des Fasses. Die Menge des versprühten Aerosols und die Dauer bis zur Entzündung werden gemessen. Diese Kenndaten geben Aufschluss über das Gefährdungspotenzial des untersuchten Aerosols.

„Mit der Aufnahme des Tests in unser Untersuchungsprogramm an Aerosolen reagieren wir auf die gestiegene und künftig weiter wachsende Nachfrage in diesem Bereich“, erklärt Heinz-Peter Keldenich, Chemotechnikerielaborant und "Sprengmeister" im sicherheitstechnischen Laboratorium bei Bayer Technology Services. Hintergrund für den steigenden Bedarf sind neue Anforderungen an Hersteller und Importeure von Aerosolen. Dabei geht es etwa um transportrechtliche Einstufungen im Zusammenhang mit der inzwischen weltweit einheitlichen Gefahrstoffkennzeichnung nach GHS (Globaly Harmonized System). „Auch im Rahmen von REACH ist in den nächsten Jahren mit einer wachsenden Nachfrage nach Aerosoluntersuchungen zu rechnen“, sagt Keldenich.

Diesem Bedarf präsentiert sich das sicherheitstechnische Labor gut gerüstet. „Wir haben aus der Methodenbeschreibung der Prüfvorschrift einen technisch praktikablen und sicheren Test entwickelt, der reproduzierbare Ergebnisse liefert und der alle Anforderungen erfüllt“, fasst Keldenich zusammen. Dazu zählten auch Aspekte der sicheren Test-Durchführung im Sprengraum der Verfahrens- und Anlagensicherheit Process & Plant Safety sowie der vollständigen Rückstandsentfernung zwischen den einzelnen Untersuchungen. Keldenich: „Das gesamte Aerosol-Test-Programm, bestehend aus Prüfung der Flammenlänge, Untersuchung des Zündabstandes und Fass-Test, liefert nun die Kenndaten für eine umfassende Beurteilung des Gefährdungspotenzials eines Aerosols.“

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