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Vernetzte Laborumgebungen

Smarte Technologien für Laboranwendungen nutzen

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Implikationen auf die Arbeit im Labor

Zunächst wird erwartet, dass in den kommenden Jahren die Einrichtung einer automatisierten Laborumgebung, in welcher der Proben- und Wareneingang sowie Messergebnisse aus Geräten automatisch erfasst und Reports vereinfacht werden, in seiner Einrichtung deutlich günstiger wird.

Wo heute noch oft die Integration von Hard- und Software in eine anwenderorientierte Arbeitsumgebung kostspielige Maßanfertigungen darstellen, wird in Zukunft die Etablierung von Standards Plug&Play-Lösungen erlauben, bei deren Installation Kosten und Zeitaufwand drastisch reduziert werden kann.

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Die Onlineverfügbarkeit von Analysegeräten eröffnet ebenfalls völlig neue Möglichkeiten, Workflows effektiver zu gestalten. Ein Zugriff in Echtzeit ist nicht nur für vollautomatisierte Auftragslabore interessant, die ihren Kunden einen schnelleren Zugiff auf den Status und die Ergebnisse ihrer Proben ermöglichen. Auch Geräte im Alltagsgebrauch vieler Labore wie Waagen, Zentrifugen oder Thermocycler können so beispielsweise über eine Smartphone-App mit dem Anwender kommunizieren, wenn zum Beispiel ein Geräte- oder Analyselauf vorbei ist. Die Geräte können zudem von überall überwacht und gesteuert werden – so kann bei Ausfällen und Parameteränderungen schnell reagiert werden.

Die Zukunft hat bereits begonnen

Ein weiterer Innovationsschub kann erwartet werden, wenn neben Standards für Daten und Geräte auch Prozesse vereinheitlicht werden. Die Zukunft hat jedoch bereits begonnen: Auf der Smartlab – einer Sonderschau der neuen Labortechnik-Messe Labvolution, die vom 6. bis 8. Oktober in Hannover parallel zur Biotechnica stattfindet – präsentiert eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe bestehend aus der Universität Hannover und dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung sowie den Unternehmen Labfolder, Eppendorf, Itizzimo, Köttermann, Merck, Presens Precision Sensing, Sartorius, Stäubli Tec-Systems Robotics und der Deutschen Messe das Labor der Zukunft. Anwendungsbeispiele werden dann zeigen, was schon erreicht worden ist – auch wenn die Reise in die Zukunft des Labors gerade erst begonnen hat.

* Dr. F. Hauer: labfolder GmbH, 10119 Berlin

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