Labormühle

So erleichtert ein modulares Labormühlensystem die Produktentwicklung

| Redakteur: Manja Wühr

Die Zeit der Blockbuster-Produkte ist passé. Die Produktentwicklung ist geprägt von kurzen Produktzyklen und hoher Individualisierung. Da ist Flexibilität gefragt. Mit der modularen Labormahlanlage Fredrive-Lab ermöglicht Frewitt der Pharma-, Kosmetik-, Nahrungsmittelindustrie sowie der Feinchemie die Produktentwicklung flexibel anzupassen.

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Mit Fredrive-Lab können Produktentwickler auf einem Basismodul fünf Mahltechnologien einsetzen und einen granulometrischen Bereich von bis zu D90 < 20 µm abdecken.
Mit Fredrive-Lab können Produktentwickler auf einem Basismodul fünf Mahltechnologien einsetzen und einen granulometrischen Bereich von bis zu D90 < 20 µm abdecken.
( Bild: Wühr/PROCESS )

Zusammen mit dem Pharmaunternehmen La Roche hat Frewitt eine neue Labormahlanlage entwickelt. Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Anforderungen der Pharmahersteller. „Unsere Kunden fordern mehr Modularität sowie verbesserte Bediener- und Reinigungsfreundlichkeit“, erklärt René Herzog, regionaler Vertriebsleiter bei Frewitt. Als Ergebnis steht mit der Fre­drive-Lab ein Mehrzweck-Plattformsystem zur Verfügung, mit dem fünf verschiedene Mahltechniken auf einem Basismodul eingesetzt werden können. Der Austausch erfolgt mithilfe von Tri-Clamp-Klemmverbindungen.

Mit der Fredrive-Lab haben Forschungs- und Entwicklungslabors sowie für analytische Labors der Pharma-, der Kosmetik-, der Feinchemie-, der Chemie- und der Nahrungsmittelindustrie eine Laboranlage, an die fünf verschiedene Mahlköpfe angeschlossen werden – konische Siebmühle, zylindrische Siebmühle, oszillierende und rotierende Siebmühle, Hammermühle, Stiftmühle.

  • 1. Die konische Hochleistungssiebmühle Coniwitt-Lab ist entwickelt worden für die Kalibrierung und die Auflösung jeder Art von trockenem oder auch feuchtem Pulver bis zu einer Partikelgröße von 150 µm.
  • 2. Die Turbowitt-Lab ist eine Mühle mit zylindrischer Drehtrommel. Sie eignet sich vor allem für die Auflösung und die Homogenisierung von trockenen sowie feuchten Pulvern bis zu einer Partikelgröße von 150 µm.
  • 3. Mit der Schwing- und Drehmühle Oscillowitt-Lab lassen sich speziell Pulver bearbeiten, die in Bezug auf die Einheitlichkeit der granulometrischen Verteilung und die Temperaturempfindlichkeit sehr anspruchsvoll sind.
  • 4. Die Hammerwitt-Lab ist eine Hochleistungshammermühle, die sich besonders für die Zerkleinerung und die Feinstmahlung von harten, faserigen oder kristallinen Produkten eignet. Mit ihr kann eine Endgröße von bis zu 30 µm erreicht werden.
  • 5. Ab dem vierten Quartal 2016 wird auch die Pinmill-Lab verfügbar sein. Die Hochleistungsstiftmühle ist für die Feinstmahlung von harten oder kristallinen Produkten entwickelt worden. Hier sind Endgrößen von unter 20 µm möglich.

Gleichzeitig eignen sich alle diese Mahlsysteme für die Bearbeitung von kleinen Laborlosen von 50 g bis 1 kg und ermöglichen zudem die Verwendung als Pilotanlage mit einer Leistung von 30 – 50 kg/h.

Durchgängiges Scale-up

Des Weiteren schließt Frewitt mit der Fredrive-Lab eine Lücke im Scale-up. „Bis jetzt hatten wir zwei einzelne Laboranlagen im Programm – die oszillierende Mühle und die konische Siebmühle. Doch mit diesen Anlagen war das Scale-up nicht hundertprozentig garantiert, weil sich die Dimensionen von Labor- und Produktionsanlage geringfügig unterscheiden“, erläutert Herzog. Für das neue modulare Mahlsystem Fredrive-Lab wurden die Proportionen der Oberflächen und Winkel als auch die Drehzahlen der Produktionsanlagen exakt übernommen. Damit ist nun ein echtes Scale-up von Labor- über Pilot- bis hin zum Industriemaßstab gewährleistet. Das konnte das Schweizer Unternehmen in Versuchen belegen.

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