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Sommerferien 2016 und Arbeitsrecht

So lassen Sie Ihren Chef daheim

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Konkrete Absprachen bereits vor dem Urlaub sind hilfreich

Nach Ansicht der eco HR Expertin verwischen durch das Smartphone mittlerweile sehr schnell die Grenzen zwischen privat und beruflich. Als treuer Begleiter sei das Smartphone auch im Urlaub immer mit dabei. Es komme zum Einsatz für eine Restaurantsuche-App, die Urlaubsfotos werden direkt via WhatsApp verschickt und auf Facebook werde der tägliche Müßiggang dokumentiert. Ein wenig dienstliche Kommunikation falle da nach Ansicht von Falkenberg nicht weiter auf. Doch wie kann verhindert werden, dass immer mehr Arbeitnehmer im Urlaub erreichbar sind? Bereits im Vorfeld gilt es, mit Chef und Kollegen zu kommunizieren. So kann vorab festgelegt werden, was als Notfall zu gelten und was in einem solchen Fall zu geschehen hat. Zudem sollte die Urlaubsübergabe möglichst detailliert und der jeweilige Vertreter in alle Geschäftsvorfälle oder Prozesse eingeweiht sein. „Etabliert man konkrete Vertretungs- oder Notfallregelungen und berücksichtigt bereits im Vorfeld mögliche Eventualitäten, kann eine Kontaktaufnahme im Urlaub meist vollständig vermieden werden“, ist sich Falkenberg sicher.

Weitere Möglichkeiten für einen Urlaub ohne berufliche Einschränkung

Glücklich können sich die Beschäftigten von beispielsweise Evonik, Deutsche Telekom und Volkswagen schätzen. Deren Arbeitgeber haben unternehmensweite Regeln zur Einschränkung der Erreichbarkeit nach Feierabend und im Urlaub aufgestellt - doch das ist eher noch die Ausnahme. In die gleiche Richtung geht auch die so genannte Anti-Stress-Verordnung, die frühestens in diesem Jahr auf Bundesebene diskutiert wird, wenn eine entsprechende wissenschaftliche Datenbasis geschaffen wurde. Eine Alternative, mit der Reiseveranstalter bereits werben: Urlaub im Funkloch. Dabei müssen es gar nicht solche Fernziele wie Kanada, Namibia oder das australische Outback sein. Auch Deutschland verfügt noch über genügend Funklöcher, wie in Teilen der Uckermark, Sächsischen Schweiz oder in den Alpen. Doch generell sollte ein bewusster Funkloch-Urlaub nicht notwendig sein: „Es sollte auch und gerade im Sinne des Chefs selbst sein, wenn der Mitarbeiter sich im Urlaub gut erholt und sich dann ausgeruht in neuer Frische den anstehenden Arbeiten widmet“, resümiert Falkenberg.

* T. Müller: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.,50825 Köln

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