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Elektrochemie

So nutzen Sie die Vorteilevon „Plug and Measure“

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Redox und Leitfähigkeit

Das IDS-Konzept lässt sich auch auf den Parameter Redox-Potenzial anwenden. Hierfür stehen geeignete Sensoren zur Verfügung, die Mess- und Zusatzdaten liefern. Analog zur pH-Messung wird das gemessene Millivolt-Signal digital umgewandelt und zur Anzeige und Weiterverarbeitung an das Gerät übertragen.

Eine der wichtigsten Messgrößen, bei denen die Parametrierung eine große Rolle spielt, ist die Leitfähigkeit. Hier spielen nicht nur die Eigenschaften der zu untersuchenden Probe, sondern auch die Parameter des Sensors und der Messumgebung eine große Rolle. Die Eigenschaften der Probe(n) spiegeln sich in der Art der Temperaturkompensation wider, die des Sensors in der Zellenkonstante, die der Messumgebung in Form der Referenztemperatur. Diese drei Hauptparameter gilt es bei der Leitfähigkeitsmessung zu beachten, andernfalls sind falsche und unbrauchbare Messwerte die Folge. Der Vorteil der IDS-Technik liegt hier klar auf der Hand: Die notwendige Umstellung der Zellkonstante beim Wechsel einer Leitfähigkeitsmesszelle in einem konventionellen System entfällt. Sie ist automatisch fehlerfrei festgelegt und eventuell durch Kalibrierung bestätigt.

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Durch die vollständige Speicherung aller Parametrierdaten im Sensor ist es mit der IDS-Technik sogar möglich, eine Leitfähigkeitsmesszelle unverwechselbar und spezifisch für bestimmte Probentypen zu parametrieren und damit eine Beschleunigung des Messvorgangs zu erreichen. Eine der Kernkompetenzen der WTW sind hochqualitative Leitfähigkeitsmesssysteme, hier stehen zur Abdeckung des nahezu gesamten Spektrums der Leitfähigkeit Elektroden für Reinstwasser- und allgemeine Anwendungen bereit.

Gelöster Sauerstoff

Die Messung des gelösten Sauerstoffs ist eine typische Messung im Umweltlabor z.B. bei der Bestimmung des Biochemischen Sauerstoffbedarfs (BSB). Mittlerweile wird die BSB-Bestimmung aber auch in anderen Industrien, wie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie bei Spezialanwendungen in der Prozesschemie, eingesetzt. Der FDO 925 ist ein mit IDS-Technologie arbeitender optischer Sauerstoffsensor für das Labor und mobile Anwendungen. Seine Ansprechzeit t90 kann zwischen 30 und 300 s eingestellt werden. Damit kann er zur Überwachung langsam ansprechender Sensoren benutzt werden. Auch hier sind die Daten eines jeden IDS-Sensors automatisch dokumentiert.

Zusammenfassung

Die Systeme mit digitalen IDS-Sensoren eröffnen im Labor eine Fülle von Nutzungsmöglichkeiten. Im Sinne einer vollständigen Dokumentation nach der guten Laborpraxis (GLP) oder der analytischen Qualitätssicherung (AQS) sind Mess- und Kalibrierdaten automatisch und ohne Aufwand bis auf Gerät, Sensor und Nutzer zurückzuführen. Die vom Gerät im *.csv-Format zur Verfügung gestellten Daten können mühelos weiterverarbeitet werden. Zusatzfunktionen wie Kalibrierhistorien dienen zur lückenlosen Überwachung der Sensorqualität und damit zur Sicherheit im Betriebsablauf. Die Risiken von Verwechslungen und fehlerhaften Parametrierungen sind ausgeschlossen. Kalibrierte Sensoren können problemlos an unterschiedliche Messgeräte portiert werden. Damit optimiert der Einsatz nicht nur die Dokumentation, sondern erlaubt zusätzlich effiziente und fehlerfreie Abläufe.

* Dr. K. Reithmayer: WTW Wissenschaftlich-Technische Werkstätten GmbH, 82362 Weilheim,

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