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Studie: Datensicherheit So verhindern Sie Datenklau durch „Visual Hacking“

| Redakteur: Matthias Back

Die Antiviren-Software ist heute selbstverständlich, um Daten auf dem Computer vor Manipulationen oder einem Diebstahl zu schützen – privat ebenso wie in Unternehmen. Deutlich geringer ist jedoch das Risikobewusstsein für „Visual Hacking“, also das Ausspähen von Daten und Informationen mit dem bloßen Auge. Wie groß diese Gefahr für Unternehmen tatsächlich ist, zeigt jetzt eine Studie.

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Eine spezielle Blickschutzfolie verhindert wirksam, dass sich etwa auf Geschäftsreisen sensible Daten ausspähen lassen.
Eine spezielle Blickschutzfolie verhindert wirksam, dass sich etwa auf Geschäftsreisen sensible Daten ausspähen lassen.
(Bild: 3M)

Wie leicht fällt es, allein mit visuellen Mitteln sensible Informationen auszuspähen – etwa aus Unterlagen an einem verwaisten Arbeitsplatz oder von einem Computer-Bildschirm? Die weltweite Studie „Global Visual Hacking Experiment“ des Ponemon Instituts, gefördert von 3M, ging dieser Frage auf den Grund. Insgesamt 157 Ausspäh-Versuche wurden in acht Ländern unternommen. Das Ergebnis: Der Datenklau durch Ausspähen ist erschreckend schnell und einfach möglich - Deutschland bildet dabei mit einer Erfolgsquote der „Täter“ von 88 Prozent keine Ausnahme vom weltweiten Trend.

Link zur Studie Die komplette Studie „Global Visual Hacking Experimental Study: Analysis“ können Sie auf der Seite von 3M kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Bei jedem dritten Fall in Deutschland gelang es, sensible Informationen durch ein visuelles Hacken von ungeschützten Bildschirmen zu erhalten. Oft genügt schon ein Blick über die Schulter auf das aufgeklappte Notebook, etwa im Zug oder Flugzeug. Fast jede fünfte Datenschutzverletzung (18 Prozent) betraf sensible Informationen wie Login-Daten, Anwaltskorrespondenz, vertrauliche Dokumente oder Finanzinformationen. In der weltweiten Studie liegt dieser Wert mit 27 Prozent sogar noch höher als hierzulande. Das legt die Vermutung nahe, dass viele deutsche Unternehmen die Gefahr durch Visual Hacking bereits erkannt haben – doch sie tun noch längst nicht genug.

Blickschutzfilter verhindern das „Mitlesen“

Ein simpler Blickschutzfilter kann das Ausspähen bereits wirksam verhindern. Derartige Filter gibt es etwa von 3M. Der hauchdünne Sichtschutz aus Kunststoff wird mit kleinen Klebelaschen auf dem LCD-Monitor oder Laptop befestigt und vereitelt das unerwünschte „Mitlesen“. Schon ab einem Winkel von 30 Grad schützt der Filter vor dem unerlaubten Blick über die Schulter, der Nutzer hingegen sieht ein vollkommen klares Bild – praktisch etwa bei Bahn- oder Flugreisen.

Dank der patentierten, strapazierfähigen Oberfläche schützt der Blickschutzfilter das Display vor Kratzern, Schmutz und Staub. Bei fast allen Modellen kann er im zugeklappten Notebook verbleiben. Zur Auswahl stehen verschiedene Varianten, in der Ausführung Standard mit glänzender oder matter Oberfläche sowie die Ausführung Gold mit einer golden schimmernden und einer schwarzen Oberfläche.

Link zur Studie Die komplette Studie „Global Visual Hacking Experimental Study: Analysis“ können Sie auf der Seite von 3M kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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