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Zelluntersuchung

Software für konfokale Super-Resolution-Mikroskopie

| Redakteur: Marc Platthaus

Ein neues Software-Upgrade von Olympus ermöglicht die bildgebende Untersuchung von Zellen und Geweben in einer Auflösung von bis zu 120 nm. Mit der neuen Software FV-OSR entsteht aus dem Fluoview FV1200 ein System für konfokale Super-Resolution-Mikroskopie. Das System eignet sich für Anwendungen wie Frap, Flip und Fotoaktivierung.

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Das auf dem inversen Mikroskop IX83 aufbauend System Fluoview FV1200 wurde für eine Vielzahl von Anwendungen im Bereich Live Cell Imaging optimiert, wie beispielsweise FRAP, FLIP und Fotoaktivierung.
Das auf dem inversen Mikroskop IX83 aufbauend System Fluoview FV1200 wurde für eine Vielzahl von Anwendungen im Bereich Live Cell Imaging optimiert, wie beispielsweise FRAP, FLIP und Fotoaktivierung.
(Bild: Olympus)

Das Software-Modul FV-OSR bietet allen Fluoview FV1200 Anwendern eine Lösung für Super-Resolution-Mikroskopie – früher ausschließlich eine Domäne spezialisierter Mikroskopsysteme. Die Details, die mit der Super-Resolution-Technologie sichtbar werden, ermöglichen Einblicke in die feinsten Mechanismen und Abläufe in Zellen oder Geweben.

Mittels konfokaler 3D-Laser-Scanning-Mikroskopie mit der Software wird im Vergleich zum herkömmlichen Weitfeld bereits eine bessere laterale und axiale Auflösung erzielt, die jedoch nach wie vor durch die Beugungsgrenze des Lichts limitiert ist. Daher mangelt es den aufgenommenen Bildern selbst nach der Bearbeitung noch an Kontrast. Hier kommt die Super-Resolution-Mikroskopie ins Spiel, mit der die Beugungsgrenze des Lichts überwunden und die Untersuchung von Zellen und Geweben optimiert wird.

Bislang setzte die Verfügbarkeit dieser Technologie erhebliche Investitionen voraus, doch nun bereitet Olympus den Weg, um sie für die Forschungsgemeinschaft im Bereich Life Science leicht zugänglich und damit anwendbar zu machen. Aufbauend auf den neuesten optischen und digitalen Technologien kann die Software zu einem System ausgebaut werden, das mehrfarbige Aufnahmen in einer Auflösung von bis zu 120 nm ermöglicht.

Spezielle Hardware-Einstellungen und die anspruchsvolle Signalverarbeitung werden über die Software FV-OSR gesteuert. Die Bedienung ist anwenderfreundlich konzipiert, sodass mit minimalem Übungsaufwand hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Neben dem hochempfindlichen GaAsP-Detektor mit überragendem Signal-Rauschabstand bewirken die Software-Funktionen eine Verbesserung der Auflösung.

Das auf dem inversen Mikroskop IX83 aufbauende System wurde für eine Vielzahl von Anwendungen im Bereich Live Cell Imaging optimiert, wie beispielsweise Frap, Flip und Fotoaktivierung. Es erlaubt die gleichzeitige Nutzung von bis zu fünf Fluoreszenzdetektionskanälen und ist mit dem branchenweit ersten speziellen Laser-Stimulations-Scanner (SIM-Scanner) ausgestattet, wodurch simultane Stimulation und Bildgebung für die Darstellung schneller Zellreaktionen in Echtzeit möglich sind.

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Über den Autor

Marc Platthaus

Marc Platthaus

Chefredakteur, LABORPRAXIS - Mehr Effizienz für Labor & Analytik