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Unternehmensinsolvenzen

Spanien ist Insolvenzweltmeister - Deutschland landet auf Rang 4

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Starker Euro belastet deutsche Exporteure

„In Deutschland bleiben vor allem die Energie- und Metallbranche sehr risikoreich“, sagte Thomas Krings, Risikovorstand bei Euler Hermes. „Auch das Baugewerbe, die Hotel- und die Transportbranche, der Handel sowie das produzierende Gewerbe verzeichnen hierzulande weiterhin absolut eine hohe Anzahl an Unternehmensinsolvenzen – auch wenn diese sowohl im vergangenen Jahr als auch in 2014 insgesamt rückläufig sind.

Zudem belasten die rückläufigen Exportpreise die deutschen Exportaktivitäten, ebenso wie die geringe Inflation, der starke Euro und die zunehmende Konkurrenz durch amerikanische und vor allem auch japanische Unternehmen. Die Devise von Exportweltmeister Deutschland heißt dennoch weiterhin ‚Offensive ist die beste Defensive‘.“

Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in China

China bleibt hingegen bei der Insolvenz-WM im Mittelfeld stecken und zählt damit zu den Verlierern: Nach Einschätzungen von Euler Hermes steigen die Insolvenzen in der Volksrepublik im Jahr 2014 um 2 % an. Das bedeutet nach 5 Jahren in Folge erstmals wieder einen Anstieg der Pleiten im Reich der Mitte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete China noch einen Rückgang von -3,6 %. Hauptgründe für den prognostizierten Anstieg sind das verlangsamte Wirtschaftswachstum, eine zurückhaltende Vergabe von Krediten sowie Überkapazitäten in der Produktion.

9 % mehr Insolvenzen in Brasilien

Gastgeber Brasilien hingegen verpasst trotz des Heimvorteils und voller Stadien den Einzug in die nächste Runde. In 2013 meldeten mehr als 160 Großunternehmen, sogenannte „Grande Empresas“ in Brasilien Insolvenz an, zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen nicht eingerechnet. Für 2014 erwarten die Euler Hermes Ökonomen wie bereits in den Jahren 2012 und 2013 einen weiteren Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen um +9 % sowie um weitere +3 % in 2015.

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