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Energiesteuer Spitzenausgleich bleibt der Chemie erhalten

| Redakteur: Manja Wühr

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zeigt sich erleichtert angesichts der Kabinettsentscheidung, die Steuererstattung bei der Energiesteuer, den sogenannten Spitzenausgleich, fortzuführen. Dies sichere die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Chemieunternehmen, so der VCI.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann: „Die Industrie bekommt den Spitzenausgleich nicht geschenkt.“
VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann: „Die Industrie bekommt den Spitzenausgleich nicht geschenkt.“
(Bild: VCI)

Frankfurt am Main – Aufatmen beim VCI: Das Kabinett hat entschieden den Spitzenausgleich fortzuführen. VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann kommentiert: „Der Spitzenausgleich ist ein notwendiger Baustein der Energiewende. Er begrenzt die hohe Mehrbelastung für energieintensive Unternehmen in Deutschland und ist unentbehrlich, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Nur so können wir mit Produkten made in Germany zur Energiewende beitragen.“

Tillmann rechnet vor, dass die deutsche Energiesteuer in der Höhe einmalig in der Welt sei. Ohne Spitzenausgleich hätte alleine die deutsche Chemie Mehrkosten von bis zu einer Milliarde Euro jährlich und damit einen massiven Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland. Das produzierende Gewerbe erbringe eine Gegenleistung, sagte Tillman: „Die Industrie bekommt den Spitzenausgleich nicht geschenkt. Sie hat sich im Gegenzug dazu verpflichtet, ab 2013 branchenübergreifend jährlich um 1,3 Prozent energieeffizienter zu werden. Das ist ein ambitioniertes und nachprüfbares Ziel.“ Zusätzlich würden Energiemanagementsysteme eingeführt, was laut Tillmann für viele kleinere und mittlere Chemieunternehmen eine Herausforderung darstellt.

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