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Gewinnung von Knochenmark-Stammzellen Startschuss für grenzüberschreitendes Biobank-Projekt

| Autor / Redakteur: Imke Schneemann* / Dr. Ilka Ottleben

Das deutsch-dänische Projekt Bonebank zur Errichtung einer Biobank für Knochenmark-Stammzellen mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Mio. Euro wird ab September 2015 durch das Förderprogramm Interreg Deutschland-Danmark gefördert. Bonebank soll zukünftig die Gewinnung und Verwertung von Knochenmark-Stammzellen aus frakturbedingten Routineoperationen möglich machen.

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Im Mechaniklabor: Prof. Arndt Peter Schulz und Dr.-Ing. Robert Wendlandt von der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein diskutieren neuste Ergebnisse.
Im Mechaniklabor: Prof. Arndt Peter Schulz und Dr.-Ing. Robert Wendlandt von der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein diskutieren neuste Ergebnisse.
(Bild: UKSH)

Lübeck – „Als humane Biomaterialbank (kurz Biobank) wird eine Infrastruktur bezeichnet, die sich mit der Sammlung und Lagerung von menschlichen Körpersubstanzen wie z.B. Blut, Urin, DNA, Zellkulturen und Gewebe beschäftigt und diese Biomaterialen für wissenschaftliche und therapeutische Zwecke zur Verfügung stellt“, so Professor Dr. Dr. Jens Habermann, Präsidiumsbeauftragter der Universität zu Lübeck für das ICB-L.

Erklärtes Ziel des deutsch-dänischen Projekts Bonebank ist die Gewinnung von Knochenmark-Stammzellen im Rahmen von Routine-Operationen in den deutschen und dänischen Traumazentren Lübeck und Odense. Darauf aufbauend wird die Etablierung einer grenzüberschreitenden Biobank für Knochenmark-Stammzellen vorangebracht.

Stammzellen noch besser für Forschung und Therapie nutzbar machen

„Das Projekt Bonebank ebnet den Weg zu neuen Stammzelltherapien mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, z.B. in der Krebstherapie oder der Knochenheilung. Darüber hinaus bietet Bonebank eine wichtige Innovationsplattform für neue medizinische Produkte und Therapien in der regenerativen Medizin“, so Prof. Dr. Arndt Peter Schulz, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des UKSH und Vorstandsmitglied im Life Science Nord e.V.

Leadpartner des Konsortiums ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck. Gemeinsam mit den Projektpartnern Universitätsklinikum Odense, Stryker Trauma GmbH, soventec GmbH und der Life Science Nord Management GmbH wurde im vergangenen Jahr ein umfassendes Konzept erarbeitet. Unterstützt wurde die Projektentwicklung durch das Kieler Unternehmen DSN Connecting Knowledge.

„Mit BoneBank beschreitet das Konsortium einen innovativen Weg, um Stammzellen noch besser für Forschung und Therapie nutzbar zu machen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Kooperation zwischen deutschen und dänischen Unternehmen, Kliniken und Forschungseinrichtungen“, freut sich Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Life Science Nord Management GmbH.

* Dr. I. Schneemann: Life Science Nord Management GmbH, 24118 Kiel

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