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Deutsche Biotechnologie Stimmung gut, Erwartungen aber gedämpft

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die Geschäftsführer der deutschen Biotechnologie-Unternehmen verlieren langsam den Glauben an politische Entscheidungen zugunsten ihrer Industrie. So könnte man die akutellen Zahlen des Unternehmensverbandes Bio Deutschland interpretieren. Trotzdem glauben die Manager weiter an den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Unternehmen.

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(Bild: LABORPRAXIS)

Berlin – Trotz gedämpfter Zukunftserwartungen sieht die Biotechnologie-Branche ihre aktuelle Lage gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Investitionsbereitschaft der deutschen Betriebe steigt deutlich. Allerdings deutet sich bei den Personalausgaben gegenüber dem Vorjahr eine Zurückhaltung an. Die politischen Rahmenbedingungen für Biotechnologie-Unternehmen werden ungünstiger eingeschätzt als Anfang 2012. Das ergab eine Umfrage des Verbandes der Biotechnologie-Industrie, Bio Deutschland, in Kooperation mit dem Branchenmagazin Transkript. Im Rahmen einer Pressekonferenz werden die Ergebnisse der Befragung heute in Berlin vorgestellt.

Ausgaben für F&E sollen steigen

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen stärker steigen als noch in den Vorjahren. Mit einem Indexwert von 96,1 Punkten (+2,35) erreicht die Investitionsbereitschaft den höchsten Wert seit dem Jahr 2006. Neue Systeme zur Verarbeitung biologischer Daten und die immer schnellere und kostengünstigere Erforschung des Genoms haben den Unternehmen in den vergangenen Jahren einen technologischen Schub gegeben. Die steigende Ausgabenbereitschaft bezieht sich jedoch nicht auf die Personalkosten. Diese sollen im kommenden Jahr weniger stark steigen (-2,26 Punkte auf einen Indexwert von 92,52) als noch 2012. Traditionell lagern die kleinen und mittleren Unternehmen kostspielige Prozesse wie etwa die klinische Forschung an spezialisierte Dienstleister aus. Angesichts knapper Kassen dürfte dieser Trend weiter zunehmen.

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