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LABORPRAXIS-Newsticker

Industrie in Sachsen Anhalt verbraucht weniger Energie – Chemie mit größtem Verbrauch

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15. Januar

Karlsruhe (dpa) 5:31 Uhr – „Elektronische Nase“ erschnüffelt unterschiedliche Minzdüfte

Bei der Unterscheidung bestimmter Pflanzen soll künftig eine „elektronische Nase“ helfen. Diese könnte dann zum Beispiel Fälschungen teurer Teesorten entlarven, sagte Christof Wöll vom Institut für Funktionale Grenzflächen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Auch ein Aufsatz für Smartphones sei denkbar, so dass man bei der Suche nach Pflanzen in der Natur den richtigen Riecher dabei habe. „Das Mobiltelefon dient dann als Rechenzentrum.“ Als weitere mögliche Anwendungen nennen die Forschenden medizinische Diagnostik und die Qualitätskontrolle in der Pharmazie.

Duftstoffe sollen sich auf der Oberfläche von zwölf speziellen Sensoren aus je zwei Elektroden mit einem Quarzkristall ablagern. Dadurch ändere sich deren sogenannte Resonanzfrequenz; aus den Daten entstehe eine Art Fingerabdruck des jeweiligen Duftes. Die Materialien für die Sensoren wurden den Angaben zufolge unter anderem am KIT entwickelt und sind hochporös, so dass sie wie ein Schwamm viele Moleküle aufnehmen können. Eine Kombination unterschiedlicher Materialien bilde quasi ein neuronales Netzwerk. Im Vergleich dazu habe die menschliche Nase rund 350 verschiedene Rezeptortypen, sagte Professor Wöll. Damit könne man theoretisch etwa 100 000 verschiedene Gerüche unterscheiden. Hunden gelinge das bei rund einer Million Gerüchen, sagte der Physiker. „Unser Ziel ist es, den Menschen zu schlagen und an den Hund ranzukommen.“

Mainz/Berlin (dpa/lrs) *3:35 Uhr – Mainz bekommt neues Helmholtz-Zentrum für Alternsforschung

Biochemie, Medizin und Psychologie nehmen verstärkt die letzte Lebensphase in den Blick. Demnächst wird die Alternsforschung am Forschungsstandort Mainz weiter ausgebaut. Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, „mit zusätzlichen Mitteln ein neues Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft für Alternsforschung (zu) errichten“.

In einem ersten Schritt soll nun zusammen mit Expertinnen und Experten sowie der Helmholtz-Gemeinschaft analysiert werden, „wie genau der Bereich der Alternsforschung in Deutschland noch weiter gestärkt und die bereits vorhandene vielfältige Expertise in diesem Bereich sinnvoll ergänzt werden kann“, wie ein Sprecher des Forschungsministeriums in Berlin erklärte. Erst danach könnten Fragen der Finanzierung und anderer Details „in einem wissenschaftsgeleiteten Wettbewerb konkretisiert werden.“ Erste Gespräche zu dem Projekt haben begonnen. Aber es dauert noch etwas, bis das neue Forschungszentrum Gestalt annimmt.

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