Suchen

Medtech meets Pharma „Synergien zwischen Medikamentenentwicklung und Medizintechnik erschließen“

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Am 21. Oktober findet das 1. Fachsymposium Medtech meets Pharma statt. Warum Kooperationen zwischen Medizintechnik- und Pharmaindustrie dazu beitragen, dass Bayern beim Thema Gesundheit eine Spitzenposition einnimmt, erklärt der Schirmherr der Veranstaltung, Staatssekretär Franz Josef Pschierer vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Firmen zum Thema

„Kombinationsprodukte, wie Applikationssysteme für Medikamente, bieten Potenzial für Synergien zwischen den Branchen Medizintechnik und Pharma“, Staatsekretär Franz Josef Pschierer vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.
„Kombinationsprodukte, wie Applikationssysteme für Medikamente, bieten Potenzial für Synergien zwischen den Branchen Medizintechnik und Pharma“, Staatsekretär Franz Josef Pschierer vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.
(Bild: Pschierer )

Herr Pschierer, auf der Arab Health haben Sie bei einem Gespräch mit Dr. Wolfgang Sening, Mitveranstalter des Fachsymposiums Medtech meets Pharma, spontan zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen Was reizt Sie am Dialog zwischen den Branchen Medizintechnik und Pharma?

Das große Thema Gesundheit ist eines der Zukunftsfelder, auf denen wir in Bayern international eine Spitzenposition einnehmen wollen. Durch die demographische Entwicklung sehen wir hier einerseits eine steigende Nachfrage nach neuen Behandlungsmöglichkeiten, andererseits aber auch das Potenzial, durch Forschung entsprechende Technologien und Produkte zu entwickeln.

Die Medizintechnikbranche und deren Zulieferindustrie wachsen deutschlandweit. Wie ist die aktuelle Situation in Bayern und wo sehen Sie Potenzial für Synergien zur Pharmabranche?

Die Medizintechnik ist eine dynamische und hoch innovative Branche. In den jüngsten fünf Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter in Bayern um zirka 10 Prozent gestiegen, der Umsatz um 20 Prozent und der Auslandsumsatz sogar um 35 %. Mehr als 70 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften die bayerischen Medizintechnikunternehmen mittlerweile im Ausland. Wir stehen also schon gut da.

Mit dem Trend zur personalisierten Medizin wird es künftig verstärkt darauf ankommen, Synergien zwischen Medikamentenentwicklung und Medizintechnik zu erschließen, um innovative Konzepte in die klinische Praxis zu übertragen. Unsere beiden bayerischen Spitzencluster in diesen Bereichen, der Münchner Biotechcluster M4 und das Medical Valley im Raum Nürnberg/Erlangen, planen bereits eine verstärkte Zusammenarbeit. Konkret könnten solche Synergien zum Beispiel durch Kombinationsprodukte, wie Applikationssysteme für Medikamente, erschlossen werden. Andererseits sehe ich aber auch einen stark wachsenden Einfluss der Informationstechnologie im Gesundheitsbereich. Denken Sie nur an die Themen Healthcare IT und Digitalisierung. Alle diese Trends bieten nicht zuletzt auch auf Basis einer ausgezeichneten Forschungsinfrastruktur hier in Bayern gute Chancen für unsere Pharma- und Medizintechnikunternehmen.

Gerade viele mittelständische Unternehmen der Zulieferindustrie sind in der Medizintechnik und Pharma engagiert. Sehen Sie hier besonderes Potenzial?

Der Mittelstand ist die Stütze unserer bayerischen Wirtschaft. Auch der Großteil der Pharma- und Medizintechnikunternehmen in Bayern besteht aus KMU. Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern machen hierzulande sogar mehr als die Hälfte aller Medizintechnik-Unternehmen aus. In ähnlicher Größenordnung bewegt sich das bei Zulieferern, die oftmals nur einen Teil ihres Umsatzes mit der Medizintechnik- und Pharmabranche machen. Diese kleinen und mittelständischen Unternehmen sind innovativ und auch flexibel genug, um neue Marktchancen zu nutzen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42992092)