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Agrarchemie Syngenta-Übernahme durch Monsanto geplatzt

| Autor: Tobias Hüser

Der Agrarchemiekonzern Monsanto hat sein Übernahmeangebot an Syngenta zurückgezogen und wird somit das Schweizer Unternehmen nicht übernehmen. Beide Parteien konnten sich nicht auf einen Übernahmepreis einigen. Zuletzt legte das amerikanische Unternehmen eine neue Offerte in Höhe von 47 Milliarden Dollar auf den Tisch.

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Übernahme geplatzt – Monsanto hat sein Angebot für den Pflanzenschutz-Produzenten Syngenta zurückgezogen.
Übernahme geplatzt – Monsanto hat sein Angebot für den Pflanzenschutz-Produzenten Syngenta zurückgezogen.
(Bild: Valcho; Fotolia.com)

St. Louis/USA, Basel/Schweiz – Es wäre die größte Übernahme der Agrarchemiebranche gewesen, doch nun scheint der Deal geplatzt zu sein. Nach monatelangen Verhandlungen hat Monsanto die Akquisition des Schweizer Konkurrenten Syngenta aufgegeben. Wie das auf Genpflanzen und Saatgut spezialisierte US-Unternehmen mitteilte, hätte auch das verbesserte Angebot über 47 Milliarden Dollar nicht den Vorstellungen des Pflanzenschutz- und Düngemittel-Produzenten aus der Schweiz entsprochen.

BASF beobachtet Übernahme-Versuch

Bereits seit Mai 2015 warb Monsanto um Syngenta. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sei dem Verwaltungsrat des Schweizer Unternehmens aber nicht nur das Übernahmeangebot zu gering gewesen. Die kartellrechtlichen Hürden hätten den Zusammenschluss ebenfalls verhindert. Nach bekanntwerden des geplatzten Deals fielen die Aktienwerte von Syngenta um 18 % in den Keller.

Auch in Ludwigshafen in der BASF-Zentrale dürfte man das Scheitern der Übernahme aufmerksam verfolgt haben. Monsanto wäre durch die Akquisition zur klaren Nummer eins im Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutzmittel aufgestiegen. Laut dem Handelsblatt wäre das deutsche Chemieunternehmen daran interessiert gewesen, nach einer Fusion die Saatgutsparte von Syngenta zu kaufen.

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