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Chemie-Tarifrunde 2016 Tarifabschluss in Chemie unter Dach und Fach

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Weißer Rauch in Lahnstein: Die Chemie-Tarifparteien haben sich auf einen neuen Vertrag geeinigt. Die Erhöhung um 5,3 % erfolgt in zwei Stufen. Insgesamt läuft der Tarifvertrag 24 Monate.

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Die Verhandlungsführer Georg Müller vom BAVC (li.) und Peter Hausmann von der IG BCE besiegeln den Abschluss. (Symbolbild aus der ersten Tarifrunde in Hannover)
Die Verhandlungsführer Georg Müller vom BAVC (li.) und Peter Hausmann von der IG BCE besiegeln den Abschluss. (Symbolbild aus der ersten Tarifrunde in Hannover)
(Bild: Stefan Koch / IG BCE)

Lahnstein – Nach einem zweitägigen Verhandlungsmarathon haben IG BCE und Chemie-Arbeitgeber (BAVC) in Lahnstein den Tarifabschluss 2016 unter Dach und Fach gebracht. Die Entgelte der 550 000 Beschäftigten steigen um insgesamt 5,3 %. Im ersten Schritt erfolgt eine Anhebung um 3 %, nach 13 Monaten eine weitere Erhöhung um 2,3 %. Außerdem haben die Chemie-Tarifparteien das Vertragswerk „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ weiter entwickelt und ausgebaut.

Neuer Tarifvertrag für die Chemieindustrie: Die Details

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen steigen um 3 %, nach 13 Monaten erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,3 %.

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Die Laufzeiten der Chemie-Verträge beginnen regional unterschiedlich. In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen erfolgt die Erhöhung zum 1. August; Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen folgen zum 1. September; Saarland und Nordost zum 1. Oktober. Die Gesamtlaufzeit beträgt 24 Monate.

Für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten Sonderregelungen. Hier ist eine Verschiebung der Entgelterhöhungen jeweils um maximal zwei Monate möglich.

IG BCE und BAVC haben das Vertragswerk „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ weiterentwickelt und ausgebaut. Die Tarifparteien wollen das erreichte hohe Ausbildungsniveau auch künftig beibehalten. Vor dem Hintergrund rückläufiger Schulabgängerzahlen und dem Trend zur akademischen Bildung sind zusätzliche Anstrengungen in der betrieblichen Ausbildung erforderlich. Gewerkschaftliches Ziel bleibt, dass für übernommene Ausgebildete die unbefristete Einstellung zum Normalfall wird.

Zur Analyse der Ausbildungs- und Übernahmesituation sind auf regionaler und Bundesebene paritätisch besetzte Runde Tische eingerichtet. IG BCE und BAVC haben diese Gremien mit mehr Kompetenzen ausgestattet.

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