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Teilchenbeschleuniger LHC Teilchenbeschleuniger LHC hat Betrieb aufgenommen

Redakteur: Olaf Spörkel

Am 10. September haben Forscher den ersten Teilchenstrahl durch den Large Hadron Collider LHC am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf geschickt.

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Genf – Am 10. September haben Wissenschaftler erstmals Protonen durch den 27 Kilometer langen Ringtunnel des Teilchenbeschleunigers LHC geschickt und die verschiedenen Sektoren des weltweit größten Beschleunigers nach und nach frei geschaltet. Mithilfe der jetzt möglichen Experimente wollen die Forscher Antworten auf elementare Fragen der Physik finden. So soll u.a. geklärt werden, wie die Elementarteilchen zu ihrer Masse kommen, was die dunkle Materie ist oder was beim Urknall geschah. Versuche, bei denen gegenläufig beschleunigte Protonen aufeinandertreffen, sind erst für die kommenden Wochen geplant.

Beteiligung der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit vielen Expertenteams am Bau und den Experimenten an dem leistungsfähigsten Beschleuniger der Welt beteiligt. „Zwei Helmholtz-Zentren, das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY und die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) betreiben selbst große Beschleuniger und haben ihre Erfahrungen in die Konzeption und den Aufbau dieses internationalen Projekts eingebracht“, sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Um die zukünftige Datenflut zu bewältigen, hat das Forschungszentrum Karlsruhe mit dem Grid Computing Centre Karlsruhe (GridKa) einen von mehreren europäischen Hauptknotenpunkten für die Datenerfassung und -auswertung aufgebaut.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert GridKa mit insgesamt 29 Millionen Euro und investiert darüber hinaus in den nächsten fünf Jahren 25 Millionen Euro in die Allianz „Physik an der Teraskala“, in der sich unter Federführung von DESY alle deutschen Universitäten und Institute, die am LHC mitarbeiten, zusammengeschlossen haben. Zu den Partnern der Allianz zählen die beiden Helmholtz-Zentren DESY und Forschungszentrum Karlsruhe sowie das Max-Planck-Institut für Physik in München und 17 Universitäten, die insgesamt weitere 48 Millionen Euro beitragen. Eine zweite Helmholtz-Allianz unter Federführung der GSI beschäftigt sich in einem Teilprojekt mit dem Experiment ALICE am LHC. „Mit dem LHC können wir fundamentale Fragen der Physik untersuchen und unser Weltbild experimentell auf die Probe stellen“, erklärte Mlynek.

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