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Thermostate Temperieren mit Genauigkeit

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Vorhersehbare und reproduzierbare Ergebnisse, hohe Änderungsgeschwindigkeiten beim Temperaturverlauf und einheitliche Bedienbarkeit – dies alles sind Anforderungen, die Anwender an Temperiersysteme stellen. Mit Funktionen wie dem elektronischen Update E-grade und neuen Reglern will Peter Huber Kältemaschinenbau diese Anforderungen erfüllen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Hightech mit Tradition und Zukunft – unter diesem Motto werden in Offenburg Temperiereinrichtungen entwickelt und produziert. Das Familienunternehmen Peter Huber Kältemaschinenbau feiert im April 2008 sein vierzigjähriges Bestehen. 1968 von Peter Huber als einer der ersten Meisterbetriebe im Kälteanlagenbauer-Handwerk gegründet, ist die Firma seit 1984 GmbH in Familienbesitz. Zu den wichtigsten Meilensteinen der Unternehmensgeschichte gehören die Entwicklung des kleinsten Kältethermostaten der Welt (Ministat, 1976), die Verleihung des Dr.-Rudolf-Eberle-Innovationspreises Baden-Württemberg an Peter Huber für die Entwicklung eines Arbeitsplatzes für Rotationsverdampfer (Rotostat, 1986) sowie die Markteinführung der Unistate (1989). Unistate setzen heute immer noch Bestmarken, wenn es um Prozesssicherheit und Thermodynamik geht. 2005 bestätigt der Tango Nuevo mit neuen Funktionen und einfacher Bedienung erneut den Anspruch des Unternehmens Technologieführer unter den Labor- und Produktionsthermostaten zu sein.

1994 wurde in der Schweiz von über 40 Anwendern des Tango und der großen Unistate der „Tango Club“ gegründet. Dieses Kunden-Forum hat die Entwicklung und die Weiterentwicklung der Huber-Temperiertechnik unterstützt und vorangetrieben und wird auch heute gerne von Anwendern als Plattform für den Informationsaustausch genutzt.

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Temperieren von -120 bis 400 °C

Derzeit sind weltweit mehr als 80 000 Huber-Temperiergeräte in Forschung und Produktion oder im Labor und Technikum im Einsatz. Huber-Kunden profitieren von den Erfahrungen aus beiden Branchen: Industriekühler sind nicht nur leistungsstark sondern auch hochgenau. Auf der anderen Seite sind Kälte-/Wärmethermostate im Labor und Technikum nicht nur hochgenau sondern bieten auch eine hohe Temperierleistung. Zahlreiche Fallstudien belegen die Leistungsfähigkeit der Unistate bei hochgenauen Temperieraufgaben im Bereich von -120 bis +400 °C. Die Maxime des Unternehmens ist es, die Geräte in punkto Ökonomie, Ökologie und Prozesssicherheit zukunftsweisend zu machen.

Neues auf der Analytica 2008

Auf der Analytica 2008 wird Huber einige Neuerungen an seinen Thermostaten vorstellen.

Die neuen Compatible-Control-Regler mit grafikfähigem TFT-Bildschirm zeigen alle Informationen im Klartext. Die etablierte Menüführung „Easy-Control“ von Huber ist fast identisch zu den Unistaten. Die einheitliche Bedienersprache für alle Thermostate und Umwälzkühler ist für die Anwender unterschiedlicher Temperiergeräte von Vorteil. Die Funktionen sind selbsterklärend und werden in der jeweils ausgewählten Sprache in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Die Sprachauswahl ist derzeit auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch und Russisch ausgelegt.

Plug&Play für schnellen Service

Die seit 1980 bewährte Plug-&-Play-Technologie ermöglicht einen professionellen Service im Störfall und bleibt deshalb auch in der neuen Generation erhalten. In Sachen Funktionalität und Flexibilität werden aber ganz neue Wege beschritten.

Der Funktionsumfang kann über ein elektronisches Upgrade bestimmt und somit an die Aufgabe und an das Budget angepasst werden. Der Begriff „E-grade“ steht für elektronisches Upgrade und ist einfach durchzuführen: Für eine Erweiterung des Funktionsumfangs muss lediglich ein gerätespezifischer Aktivierungskey über das Bedienfeld eingegeben werden. Dieser wird werkseitig aktiviert oder bei nachträglicher Bestellung einfach per E-Mail mitgeteilt.

E-grade als Update-Funktion

Das erste E-grade-Update aktiviert die Grafikfunktion und die Anzeigeauflösung von 0,01 K.

Ein einfacher Programmgeber mit drei Programmen mit jeweils fünf Programmschritten, die intelligente, selbstoptimierende Kaskadenregelung True-Adaptive-Control (TAC) sowie eine Rampenfunktion runden den Funktionsumfang ab.

Ein zweites E-grade aktiviert die Administratorfunktion mit der Möglichkeit Usergruppen zu definieren um so den Funktionsumfang für jede Usergruppe zu definieren. Ein äußerst umfangreicher Programmgeber mit 100 Segmenten, verteilbar auf zehn Programme ersetzt den einfacheren Programmgeber des ersten E-grades. Dazu kommen eine Externregelung über einen externen PT100-Fühler, NLR (Non-linear-ramping) für nicht lineare Temperaturverläufe und ein zweiter Sollwert, der im vordefinierten Alarmfall aktiviert werden soll.

Compatible-Control-Thermostate

Bereits die Grundausstattung der neuen Compatible-Control-Thermostate ist umfangreich ausgefallen.

Schon der einfachste Einhängethermostat CC-E und die vielen Kombinationen mit durchsichtigen oder isolierten Badgefäßen besitzen eine leistungsstarke Druck- und Saugpumpe. Die Pumpendrehzahl kann stufenlos geregelt und somit die Umwälzung an das jeweilige Badgefäß angepasst werden. Mit der optionalen „Combox“ und einem Drucksensor kann so auch der maximale Druck für eine externe Applikation geregelt werden. Die Druckregelung VPC (varibale pressure control), die sich bereits als zusätzliche Sicherheit vor Glasbruch bei den Unistaten bewährt hat, wird nun auch hier integriert.

Zum Standardfunktionsumfang zählen:

  • Übertemperaturschutz,
  • Niveauschutz mit Frühwarnfunktion,
  • Sollwertbegrenzungen,
  • Alarmeinstellungen,
  • kalibrierbare Regelfühler,
  • Start/Stop-Funktion,
  • Weckerfunktion mit Kalender,
  • sowie eine RS232-Schnittstelle.

Unichiller: intelligente Umwälzkühler

Auch die Unichiller – die Umwälzkühlerreihe von Huber, bekannt durch die besonders geringen Abmessungen werden ab sofort mit den gegenseitig austauschbaren Compatible-Control-Panel ausgestattet. Ein intelligentes Energiemanagement sorgt für minimalen Verbrauch von Energie und Wasser. Die Kältemaschinen sind robust und vertragen Umgebungstemperaturen von bis zu 40 °C.

Die interne CAN-Technologie erlaubt die Anbindung verschiedenster Leistungs- und Steuerungskomponenten und ist somit optimal für diese Produktgruppe geeignet, die es in den unterschiedlichsten Ausstattungskombinationen gibt. Die neuen Unichiller gibt es bereits im Labormaßstab mit luft- oder wassergekühlten Kältemaschinen und mit Kälteleistungen von 900 Watt bis zu zehn Kilowatt. Mit der optionalen Heizung können die Unichiller als Prozessthermostate im mittleren Temperaturbereich von -20 bis 80 °C eingesetzt werden. Auch die leistungsstärkeren Modelle mit Kälteleistungen bis 100 Kilowatt haben einige Vorzüge: So wurde die Konstruktion der Gehäuse aus Qualitätsgründen erneuert und es wurde konsequent Edelstahl als Werkstoff eingesetzt. Mit den Optionen Wetterschutz oder Winterbetrieb und dank des abnehmbaren Kontroll-Panels können Unichiller auch im Außenbereich aufgestellt werden. Sie können direkt bei der Applikation zum Einsatz kommen. Die neuen Modelle haben stark von dem Funktionsumfang und der technischen Dominanz der Unistate profitiert. Kein anderer Hersteller bietet die einheitliche Bedienung von einfachen Einhängethermostaten bis hin zu leistungsstarken Umwälzthermostaten für die Produktion, so die einhellige Meinung aus der Firmenzentrale in Offenburg.

Der Weg in die Zukunft

Und auch an die Zukunft wird bei Peter Huber Kältemaschinenbau gedacht.

Der Grundstein für die Zukunft wird in diesem Jahr mit der Fertigstellung des neuen Firmengebäudes gelegt, womit die Produktkapazitäten annähernd verdoppelt werden. Außerdem hat Firmengründer Peter Huber das Tagesgeschäft in die Hände seiner Söhne Daniel (Geschäftsführer) und Joe (Prokurist) abgegeben. Die Zukunft in der Basisdisziplin „Kältetechnik“ im Unternehmen ist somit gesichert. Und auch als Ausbildungsbetrieb hat sich das Unternehmen hervorgetan: Seit der Gründung wurden mehr als 80 junge Kälteanlagenbauer im eigenen Hause ausgebildet. Huber beschäftigt derzeit 190 Mitarbeiter, davon sechs ausgebildete Meister im Kälteanlagenbauer-Handwerk. map

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