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Personalführung Top 5: Motivationskiller am ersten Arbeitstag

| Redakteur: Matthias Back

Im neuen Job wird alles anders – das hoffen viele, die eine neue Stelle antreten. Doch bereits der erste Arbeitstag im neuen Unternehmen kann diese schnell zunichte machen. In einigen Fällen tragen sich neue Mitarbeiter schon nach dem ersten Tag am neuen Arbeitsplatz mit dem Gedanken, das Unternehmen bald wieder zu verlassen. Aber woran liegt das? Und was kann man dagegen tun?

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Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt der neue Mitarbeiter den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab.
Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt der neue Mitarbeiter den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab.
(Bild: Fotolia)

„Viele Unternehmer heißen ihre neuen Arbeitnehmer nicht richtig willkommen“, bringt Udo Ludolph die Situation vieler Arbeitnehmer an ihrem ersten Arbeitstag auf den Punkt. Als Mitglied des Vorstands von SilkRoad technology, einem führenden Anbieter von Talentmanagement-Lösungen, weiß er um die Einstiegsschwierigkeiten in einem neuen Betrieb. „Wenn sich ein Mitarbeiter an seinem ersten Tag wie ein Fremdkörper vorkommt, wird er seine Entscheidung für das Unternehmen in Frage stellen.“ Das sind die Top 5 der Motivationskiller am ersten Arbeitstag:

1. „Ich kann Ihren Namen nirgends finden.“

Der neue Mitarbeiter kommt ins Gebäude, und am Empfang ist man nicht darüber informiert, dass jemand eingestellt wurde. Der Zugang zu Geschäftsräumen und Parkplatz wird ihm also zunächst verwehrt. „Schlechter kann man kaum anfangen“, betont Ludolph, „ganz abgesehen davon, dass damit oft die Angst verbunden ist, zu spät zu kommen und der neue Mitarbeiter den Arbeitsplatz sofort mit Nervosität und Stress verbindet.“

2. „Für den Anfang muss das reichen.“

Der neue Mitarbeiter tritt seine Stelle an, doch sein Arbeitsplatz ist noch nicht für ihn eingerichtet. Auf dem Computer ist die erforderliche Software nicht installiert, Büro- und Arbeitsmaterial sind nur teilweise vorhanden und auf dem Schreibtisch steht kein Telefon bereit. „Das Signal, das der Mitarbeiter dadurch empfängt, ist eindeutig“, stellt Ludolph fest: „Wir haben uns nicht auf Sie vorbereitet, Sie sind uns nicht wichtig.“

3. „Morgen kommt dann der Kollege und zeigt Ihnen alles.“

Der neue Mitarbeiter erscheint pünktlich, doch weder der verantwortliche Vorgesetzte ist vor Ort, noch ein Kollege mit dem Auftrag, ihm alles zu zeigen und ihn einzuarbeiten. „Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt er den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab“, so Ludolph. „Da stellt man sich schnell die Frage, ob die Entscheidung für den neuen Arbeitgeber richtig war.“

Lesen Sie auf Seite 2: Platz 4-5 der Top 5 Motivationskiller im neuen Job und wie Arbeitgeber für einen gelungenen Einstieg sorgen können.

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