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Personalführung Top 5: Motivationskiller am ersten Arbeitstag

Im neuen Job wird alles anders – das hoffen viele, die eine neue Stelle antreten. Doch bereits der erste Arbeitstag im neuen Unternehmen kann diese schnell zunichte machen. In einigen Fällen tragen sich neue Mitarbeiter schon nach dem ersten Tag am neuen Arbeitsplatz mit dem Gedanken, das Unternehmen bald wieder zu verlassen. Aber woran liegt das? Und was kann man dagegen tun?

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Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt der neue Mitarbeiter den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab.
Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt der neue Mitarbeiter den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab.
(Bild: Fotolia)

„Viele Unternehmer heißen ihre neuen Arbeitnehmer nicht richtig willkommen“, bringt Udo Ludolph die Situation vieler Arbeitnehmer an ihrem ersten Arbeitstag auf den Punkt. Als Mitglied des Vorstands von SilkRoad technology, einem führenden Anbieter von Talentmanagement-Lösungen, weiß er um die Einstiegsschwierigkeiten in einem neuen Betrieb. „Wenn sich ein Mitarbeiter an seinem ersten Tag wie ein Fremdkörper vorkommt, wird er seine Entscheidung für das Unternehmen in Frage stellen.“ Das sind die Top 5 der Motivationskiller am ersten Arbeitstag:

1. „Ich kann Ihren Namen nirgends finden.“

Der neue Mitarbeiter kommt ins Gebäude, und am Empfang ist man nicht darüber informiert, dass jemand eingestellt wurde. Der Zugang zu Geschäftsräumen und Parkplatz wird ihm also zunächst verwehrt. „Schlechter kann man kaum anfangen“, betont Ludolph, „ganz abgesehen davon, dass damit oft die Angst verbunden ist, zu spät zu kommen und der neue Mitarbeiter den Arbeitsplatz sofort mit Nervosität und Stress verbindet.“

2. „Für den Anfang muss das reichen.“

Der neue Mitarbeiter tritt seine Stelle an, doch sein Arbeitsplatz ist noch nicht für ihn eingerichtet. Auf dem Computer ist die erforderliche Software nicht installiert, Büro- und Arbeitsmaterial sind nur teilweise vorhanden und auf dem Schreibtisch steht kein Telefon bereit. „Das Signal, das der Mitarbeiter dadurch empfängt, ist eindeutig“, stellt Ludolph fest: „Wir haben uns nicht auf Sie vorbereitet, Sie sind uns nicht wichtig.“

3. „Morgen kommt dann der Kollege und zeigt Ihnen alles.“

Der neue Mitarbeiter erscheint pünktlich, doch weder der verantwortliche Vorgesetzte ist vor Ort, noch ein Kollege mit dem Auftrag, ihm alles zu zeigen und ihn einzuarbeiten. „Ohne eine Aufgabe zu erhalten, sitzt er den Tag bis zum Feierabend weitgehend allein ab“, so Ludolph. „Da stellt man sich schnell die Frage, ob die Entscheidung für den neuen Arbeitgeber richtig war.“

Lesen Sie auf Seite 2: Platz 4-5 der Top 5 Motivationskiller im neuen Job und wie Arbeitgeber für einen gelungenen Einstieg sorgen können.

4. „Dafür bin ich nicht zuständig.“

Am ersten Arbeitstag müssen in den meisten Unternehmen diverse Formulare ausgefüllt und bei verschiedenen Stellen abgegeben werden – neue Mitarbeiter verlieren schnell den Überblick. Dennoch scheuen viele die Nachfrage, da sie befürchten, unsicher zu erscheinen oder lästig zu sein. Ein Grund dafür sind Kollegen, die einen genervten Eindruck machen oder abweisende Antworten geben. „So, wie der Mitarbeiter sich auf seine neue Stelle vorbereitet, sollten sich auch die Kollegen auf ihn einstellen und ihn trotz Tagesgeschäft so gut wie möglich unterstützen“, erklärt Ludolph. „Wird neuen Mitarbeitern nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet, fragen Sie sich schnell, warum sie eigentlich eingestellt wurden.“

5. „Hat man Sie nicht informiert?“

An seinem ersten Tag erscheint der neue Mitarbeiter am Arbeitsplatz, doch das Büro ist leer. Ein Abteilungsmeeting wurde angesetzt, und niemand hat daran gedacht, der Personalabteilung Bescheid zu geben, damit sie den neuen Kollegen informieren kann. Der Mitarbeiter ist verunsichert und fühlt sich von Anfang an allein gelassen“, betont Ludolph. „Und wer sich vom Team nicht angenommen fühlt, kann auch kein Teil des Teams sein.“

„HR-Prozesse so schlank und individuell wie möglich gestalten"

Das Problem liegt auf der Hand. Durch fehlende Standardabläufe während und vor der eigentlichen Einarbeitungsphase bleibt der neue Mitarbeiter in den ersten, prägenden Tagen sich selbst überlassen. Informationen, deren Wichtigkeit er noch nicht einordnen kann, verwirren ihn zusätzlich. Die Folge: Vorfreude und Elan schwinden schnell – Ernüchterung stellt sich ein. „Oberstes Ziel muss es sein, HR-Prozesse so schlank und individuell wie möglich zu gestalten“, erklärt Ludolph. „Fühlt sich der Mitarbeiter gut betreut, ist er schneller produktiv und seine Bindung an das Unternehmen entwickelt sich vom ersten Augenblick an.“

Doch das ist leicht gesagt. Einführung und Einarbeitung benötigen viel Zeit, und im Grunde ist dafür jeder Tag ungünstig, denn Personalabteilung, Vorgesetzte und Kollegen müssen auch am ersten Arbeitstag des neuen Mitarbeiters ihr Tagespensum schaffen. Wer sich nicht nur darauf hoffen will, dass der erste Tag eines neuen Mitarbeiters positiv verläuft, der kann sich von Software unter die Arme greifen lassen.

Softwareunterstützung für das Onboarding

Die HR-Lösung „RedCarpet“ von SilkRoad ermöglicht es alle Beteiligten im Onboarding-Prozess, – egal ob Verwaltung, Personalabteilung, Vorgesetzte, Kollegen oder Mentoren – ihre anstehenden Aufgaben frühzeitig zu planen, individuell vorzubereiten und zu erledigen. So sind Übersicht und Transparenz bei der Integration von neuen Mitarbeitern gewährleistet. Standardisierte Abläufe ermöglichen den reibungslosen Einstieg in die Unternehmenskultur und Organisationsstrukturen, in den individuellen Tätigkeitsbereich sowie in das Team.

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