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LABORPRAXIS Application Award 2016

Top-Applikationen auf der Analytica ausgezeichnet

| Redakteur: Marc Platthaus

Die Sieger des Application Awards 2016 – Kategorie Labortechnik: Frank Gatzmeyer von Sartorius (2.v.l), Kategorie Bio- & Pharmaanalytik: Björn Steinhoff von Miltenyi Biotec(2.v.r.) und Mareike Margraf von Knauer Wissenschaftliche Geräte in der Kategorie Lebensmittelanalytik (r.) bekamen von LP-Chefredakteur Marc Platthaus (l.) die Preise überreicht.
Die Sieger des Application Awards 2016 – Kategorie Labortechnik: Frank Gatzmeyer von Sartorius (2.v.l), Kategorie Bio- & Pharmaanalytik: Björn Steinhoff von Miltenyi Biotec(2.v.r.) und Mareike Margraf von Knauer Wissenschaftliche Geräte in der Kategorie Lebensmittelanalytik (r.) bekamen von LP-Chefredakteur Marc Platthaus (l.) die Preise überreicht. (Bild: LABORPRAXIS)

Erstmals hat die LABORPRAXIS während der Analytica einen Award für die besten Applikationen in den drei Kategorien Lebensmittelanalytik, Labortechnik und Bio- & Pharmaanalytik verliehen. 60 geladene Gäste kamen zur feierlichen Verleihung am Abend des ersten Messetages.

München – Laborgeräte und Analysensysteme sind nur ein Baustein für den Erfolg einer Analyse. Gerade das Know-how des Mitarbeiters und damit die entwickelte Applikation sind von entscheidender Bedeutung. Um dies zu würdigen, hat LABORPRAXIS während der Analytica 2016 den Application Award vergeben. Mit Innovationen punkten wollen viele – doch auf dem Siegertreppchen ist nur für Spitzenentwicklungen Platz: Mehr als 30 Firmen hatten sich 2016 mit ihren Neuentwicklungen um den Application Award beworben. In den drei Kategorien Lebensmittelanalytik, Labortechnik und Bio- & Pharmaanalytik wurden am 10. Mai während einer feierlichen Abendveranstaltung die Gewinner und Shortlist-Platzierten gekürt.

Kategorie Lebensmittelanalytik: Laktosefrei im Trend

Einen Preis für eine Applikation, die Laktose in laktosefreien Produkten bestimmt. Auf den ersten Blick klingt die Sieger-Anwendung in der Kategorie Lebensmittelanalytik wie eine Applikation aus dem Labor des verrückten Professors. Wenn man aber weiß, dass laktosefrei nicht komplett laktosefrei heißt, macht eine solche Methode jedoch wieder Sinn. Denn laut verschiedener Ländernormen dürfen bis zu 10 mg Lactose pro 100 g Produkt vorhanden sein. Das Unternehmen Knauer hat nun eine HPLC-Methode entwickelt, die die Bestimmung solcher Laktose-Spuren ermöglicht. Hierzu wurde eine HP-Anionaustauschchromatographie auf einer Azura-HPLC-Anlage mit einem amperometrischen Detektor kombiniert.

Auch die beiden Shortlist-Applikationen nutzen die Chromatographie als Trennmethode:

  • Axel Semrau hat es mit einem LC-GC-Interface zur Bestimmung von polyzyklischen aromatischen Kohlenstoffverbindungen (PAK) in Lebensmitteln auf die Shortlist geschafft.
  • Perkin Elmer hat sich mit einer Applikation beworben, die vor allem in Asien von enormer Bedeutung ist: Mit der Kopplung von HPLC und ICP-MS gelingt es anorganische und damit extrem toxische Arsen-Verbindungen in verschiedenen Lebensmitteln wie bespielsweise Reis zu analysieren.

Kategorie Bio- & Pharmaanalytik: Ohne Mauszellen

Von speziellen, besonders umweltfreundlichen, SFC-Säulen für die Proteinanalytik bis zu neuartigen Extraktionsmethoden für Nukleinsäuren – die Bewerbungen in der Kategorie Bio- & Pharmaanalytik waren extrem unterschiedlich. Eine Gemeinsamkeit viel6738er Einreichungen war allerdings die Tatsache, dass es sich bei den Applikationen oft um Methoden zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen handelte.

Eine Bildergalerie mit Impressionen des Application Awards 2016 finden Sie hier:

Und hier ist die Krebsforschung nach wie vor das wichtigste Forschungsgebiet für viele Mediziner und Biowissenschaftler. Daher wurde mit dem Mouse-Cell-Depletion-Kit von Miltenyi Biotec auch eine Applikation ausgezeichnet, die für viele Krebsforscher Relevanz besitzt. Den sie vertrauen auf die Xenotransplantation humaner Krebszellen, um Patiententumoren in vivo nachzuahmen. Kontaminierende Mauszellen verhindern jedoch häufig die anschließende Analyse der humanen Zellen. Miltenyi Biotec bietet nun eine Komplettlösung zur effektiven Entfernung von Mauszellen an, die eine genaue, spezifische Analyse von Xenotransplantaten ermöglicht. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um die Xenografttechnologie weiter zu verbessern und mit ihr wichtige Anwendungen z.B. in der Tumorbiologie, der Arzneimittelforschung und der personalisierten Medizin zu erschließen. Für die Shortlist waren daneben nominiert:

  • Die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien (GMBU e.V.) wurde für ihr Zellkultivierungssystem Phytolux ausgezeichnet. Mit 16 parallel und unabhängig voneinander betreibbaren Messplätzen bei voller Variabilität in Bezug auf Beleuchtung, Temperierung und Begasung bietet es eine hohe Versuchskapazität.
  • Für die Analyse von Wirkstofftransporten kann die neue Alpha-300-Mikroskop-Serie von Witec eingesetzt werden. Sie ermöglicht die Kombination von Raman-Imaging, Atomic-Force- oder optische Rasternahfeldmikroskopie und gewährleistet so hohe spektrale Auflösung und Flexibilität.

Kategorie Labortechnik: Mit Einweg überzeugt

In der Kategorie Labortechnik gab es in diesem Jahr die meisten Einreichungen zum Application Award. Auch hier war die Bandbreite extrem groß: von der besonders starken Labormühle bis hin zu einem einfach zu bedienenden Rotationsverdampfer. Reinstwasser ist bei vielen Labortätigkeiten erforderlich. Mittlerweile ist es allerdings nicht mehr notwendig, spezielle Reinstwasserleitungen im Labor zu installieren. Moderne Geräte ermöglichen die Reinstwassererzeugung aus der normalen Trinkwasserversorgung. Auch Sartorius bietet mit seiner Arium-Serie hier verschiedene Systeme für unterschiedliche Bedürfnisse an. Das neueste Gerät der Serie, das Arium Mini, nutzt eine erstmals eingesetzte Bag-Technologie, die das Gerät unabhängig von der Wasserversorgung macht. Das Unternehmen nutzt hier seine Expertise aus der Bioprozesstechnik, in der schon seit längerem solche Bags, so genannte Disposables, zum Einsatz kommen. Das Arium Mini produziert also Reinstwasser immer da, wo der Anwender es benötigt und bietet damit eine Flexibilität, die für die Experten-Jury preiswürdig war.

Die beiden Shortlistkandidaten in der Kategorie Labortechnik waren:

  • Eppendorf mit dem neuen elektronischen Dispenser Multipette E3x. Ein neuer Dispensier-Modus ermöglicht die Abgabe des gesamten Volumens in definierten Teilschritten. So können multiple Gefäße für Folgeanalysen mit Probe bestückt werden und der Anwender spart sich die Überführung der Startproben in ein separates Gefäß, um aus diesem die Probe weiter zu verteilen.
  • Mit ihrer neuen Turbomolekularpumpe Hipace 300h hat es Pfeiffer Vacuum auf die Labortechnik-Shortlist geschafft. Im Vergleich zu herkömmlichen Pumpen benötigt das leistungsstarke System aufgrund einer ausgeklügelten Elektronik bis zu 90 Prozent weniger Energie.

Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr wird der Application Award auch 2018 wieder auf der Analytica in München verliehen.

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