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Chemieindustrie-Studie

Übernahmen & Fusionen ziehen in der Chemieindustrie wieder an

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Käufer aus Petro- und Basischemie dominieren durch Rückwärts- und Vorwärtsintegration

An beinahe jedem zweiten Deal (47 Prozent) waren Käufer aus der Petro- oder Basischemie beteiligt. Gemessen am Wert dieser Transaktionen machte dieser Sektor sogar 66 Prozent aus. 55 Prozent der gesamten M&A-Aktivität von Unternehmen der Petro- und Basischemie zielten auf Firmen, die nicht Teil der Chemieindustrie sind. Die Vorwärts- oder Rückwärtsintegration war in den letzten beiden Jahren der häufigste Deal-Typus: von den branchenfremden Übernahmekandidaten stammten 12 Prozent aus der Minen-und Ölbranche bzw. Gasgewinnung.

Befragung von Führungskräften der Chemieindustrie legt Belebung nahe

55 Prozent der Befragten erwarten, dass das M&A-Geschäft 2013 wieder Fahrt aufnehmen wird. Fast zwei Drittel der Befragten erachten die günstigen Finanzierungskonditionen als Haupttreiber hinter dieser Entwicklung. Dies könnte bedeuteten, dass strategische Investoren ihre wiedererlangte finanzielle Schlagkraft nutzen werden, um regional zu expandieren.

Für die verschiedenen Regionen werden unterschiedlich hohe Aktivitätslevel erwartet. Über 90 Prozent der Befragten erwarten eine weitere Konsolidierung der stark fragmentierten asiatischen Märkte, was die M&A-Aktivität in China, Indien und dem Rest Asiens anfachen wird. Im Gegensatz dazu ist der Ausblick für Europa gemischt. 70 Prozent der Befragten erachten die wirtschaftliche Unsicherheit und die Wirtschaftskrise als hinderlich. Für 57 Prozent der Befragten stellt der Zugang zu kostengünstigen Rohstoffen in den USA, Kanada und Mexiko einen Treiber für M&A-Aktivitäten im Jahr 2013 dar.

Führungskräfte erwarten Anstieg neuer Formen der Zusammenarbeit

Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet eine Zunahme der Kooperationsformen jenseits von M&A etwa in Form von Joint Ventures, langfristigen Lieferabkommen und strategischen Allianzen.

Thomas Rings erläutert: „Wir sehen derzeit drei wesentliche Treiber für neue Partnerschaftsmodelle: Zugang zu Rohstoffen, Märkten und Technologien.“ Neue Partnerschaften werden sich vor allem im Rahmen von Industrie-Neuansiedlungen in neuen Regionen entwickeln, bei denen alternative Rohstoffe zum Einsatz kommen und sich der Zugang zu herkömmlichen Rohstoffen mit technologischem Know-how bzw. dem Zugang zu Märkten verbinden lässt.

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